Mehrere Tote und Verletzte

Verheerende Gasexplosion: Hochhaus in der Slowakei in Flammen - Polizei nimmt sechs Personen fest  

+
Bei einem Hochhausbrand in der Slowakei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben.

In einem zwölfstöckigen Hochhaus in der Slowakei brach nach einer Gasexplosion ein Feuer aus. Mindestens sieben Menschen starben in den Flammen. Es gibt viele Verletzte. Nun gibt es eine Festnahme. 

  • Nach einer Gasexplosion stand ein Wohnhaus in der Slowakei am Freitag (6.12.) in Flammen. 
  • Bis Samstag (7.12.) wurden sieben Leichen gefunden - mindestens 40 Personen wurden verletzt.
  • Das Feuer konnte erst am Samstag unter Kontrolle gebracht werden. 


Nach Gasexplosion in Hochhaus in der Slowakei - Polizei nimmt Chef von Baufirma fest  

Update vom 8. Dezember 2019

: Nach der Gasexplosion in einem zwölfstöckigen Wohnhaus sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Vermutlich hänge die Explosion, wie schon berichtet, mit einem Umbau der Gasinstallation vor zwei Jahren zusammen, erklärte der regionale Feuerwehrchef. Die Eigentümer hätten diesen Umbau im Jahr 2017 ohne Genehmigung und trotz Widerspruchs der Feuerwehr durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Unglück hatte die Polizei nach eigenen Angaben am Samstagabend sechs Personen festgenommen. 

Es handle sich um Geschäftsführer und Mitarbeiter von Baufirmen, die für Arbeiten zuständig waren, die erst am Unglückstag auf dem Gelände vor dem Gebäude durchgeführt worden seien. Details dazu sollten erst später bekannt gegeben werden.

Verheerende Gasexplosion: Hochhaus in der Slowakei in Flammen - Mindestens sieben Tote

Erstmeldung vom 7. Dezember 2019:

Presov - Bei einem Brand nach einer Gasexplosion in einem zwölfstöckigen Hochhaus in der Slowakei sind nach Angaben von Feuerwehr und Polizei bis Samstag (7.12.) sieben Leichen gefunden worden, mehr als 40 Menschen wurden verletzt. Eine weitere Person wurde am späten Nachmittag noch vermisst. Sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr äußerten die Vermutung, dass auch diese tot sein müsse.

Die Explosion hatte sich bereits am Freitag (6.12.) kurz nach Mittag in einem der oberen Stockwerke des Hochhauses ereignet. Der nachfolgende Brand breitete sich danach rasch aus. Erst am Samstagmorgen konnte das Feuer gelöscht werden. Behindert wurden die Löscharbeiten durch zahlreiche parkende Autos.

Verheerende Gasexplosion: Hochhaus in der Slowakei in Flammen - Mindestens sieben Tote 

Dass die meisten Toten erst am Tag nach dem Brand gefunden wurden, erklärte ein Feuerwehrsprecher damit, dass es für die Retter am Freitag noch zu gefährlich war, die obersten Stockwerke zu betreten und nach möglichen Opfern zu suchen. Das Treppenhaus und das Dach waren schon in den ersten Stunden des Brandes eingestürzt, im oberen Teil des Hauses drohten weiterhin Gebäudeteile abzubrechen.

Auch die slowakische Armee war mit Hubschraubern und Soldaten an der Rettung der Hausbewohner in der drittgrößten slowakischen Stadt Presov beteiligt. Mehrere Menschen waren auf Balkone und das Dach des brennenden Gebäudes geflüchtet. Sie konnten alle gerettet werden. Ein Mann stürzte jedoch vom Balkon seiner brennenden Wohnung. Die anderen Toten wurden im Inneren des Gebäudes gefunden. Ob sie bei der Explosion ums Leben kamen oder an Rauchgas erstickten, war zunächst nicht bekannt.

Hochhaus in der Slowakei nach Gasexplosion in Flammen - Schaulustige filmen mit Handys 

Der regionale Feuerwehrchef erklärte den Medien, die Explosion hänge vermutlich mit einem vor zwei Jahren nicht korrekt durchgeführten Umbau der Gasinstallation zusammen. Er wies darauf hin, dass die Eigentümer diesen Umbau im Jahr 2017 ohne Genehmigung und trotz Widerspruchs der Feuerwehr durchgeführt hätten. Er schloss nicht aus, dass es in der Stadt noch mehrere Häuser mit solchen nicht bewilligten Umbauten geben könnte.

Eine überlebende Hausbewohnerin kritisierte im Fernsehen, dass viele Gaffer den Brand mit ihren Handys filmten, anstatt den Verzweifelten zu helfen, die aus dem brennenden Haus in die Winterkälte geflüchtet waren. Sie selbst habe nur überlebt, weil sie in eine tiefer liegende Wohnung gelaufen sei, um Nachbarn zu fragen, woher der Gasgeruch im Haus stammen könne. Gleich darauf sei es zur Explosion gekommen, in deren Folge auch ihre Wohnung gebrannt habe, sagte die Frau.

dpa

Bei einem schweren Busunglück in der Slowakei kamen erst kürzlich 13 Menschen ums Leben. Der Bus stieß mit einem Lastwagen zusammen. 

Eine Gasexplosion führte außerdem auch in einem Skiressort in Polen zu einer Tragödie. Mittlerweile gibt es genauere Hintergründe zur Ursache. 

In Holland wurde ein fünfjähriger Junge bei einer Gasexplosion in den Trümmern verschüttet. Stundenlang versuchten die Rettungskräfte, ihn zu befreien.

Im deutschen Rettenbach verlor eine Frau bei einer Gasexplosion einen Teil ihrer Familie, berichtet Merkur.de*. Die Mutter verlor bei dem Unglück selbst fast ihr Leben - und bedankte sich nun mit bewegenden Worten bei ihren Rettern.

Im US-Bundesstaat Mississipi hat sich am Samstag eine Tragödie ereignet. Eine Mutter (33) und ihre sechs Kinder starben in den Flammen ihres Hauses.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Corona-Fehlalarm legt Zugverkehr am Brenner lahm

Mit mehrstündiger Verspätung kommt der Eurocity dann doch noch in München an. Zuvor war er am Brenner gestoppt worden. Grund: Zwei Deutsche hatten Fieber und Husten - …
Corona-Fehlalarm legt Zugverkehr am Brenner lahm

Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Die Angst vor dem Virus hat zeitweise auch den Zugverkehr lahm gelegt. Am Sonntagabend mussten zwei Züge aus Italien am Brenner halten. Erst nach Stunden ging es weiter.
Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Coronavirus: Zug auf dem Weg nach München gestoppt - Zwei Deutsche mit Symptomen - überraschende Wende

Ein Zug mit zwei deutschen Frauen, die Coronavirus-Symptome aufzeigten, wurde auf dem Weg von Italien nach München gestoppt. Kurz darauf reagierte Österreich mit einer …
Coronavirus: Zug auf dem Weg nach München gestoppt - Zwei Deutsche mit Symptomen - überraschende Wende

Hamburg-Wahl: Ergebnis da - SPD vorne, CDU am Boden, AfD noch dabei

Das Ergebnis der Hamburg-Wahl 2020 hat einige Parteien hart getroffen. Während die SPD weit vorne liegt, hat die CDU eine historische Pleite erlebt.
Hamburg-Wahl: Ergebnis da - SPD vorne, CDU am Boden, AfD noch dabei

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.