Zahlen steigen weiter

Corona in Bayern: „Notbremse“ mit strikten Regeln greift in fünf Städten - München-Inzidenz steigt erneut

Mehrere bayerische Großstädte überschreiten einen maßgeblichen Corona-Inzidenzwert. Das hat weitreichende Folgen. Alle Lockdown-News im Ticker.

  • In Regensburg, Landshut, Straubing und Fürth gelten ab 15. März strenge Lockdown-Maßnahmen (siehe Update vom 13. März, 11.25 Uhr).
  • Auch in Nürnberg tritt die Corona-Notbremse in Kraft. Hier gelten ab 16. März wieder strikte Regelungen (siehe Update 14. März, 14.21 Uhr)
  • In München steigt der Anteil der Infektionen mit der britischen Corona-Variante. (Update 14. März, 19.51 Uhr)
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 15. März finden Sie hier. +++++

Update vom 14. März, 19.51 Uhr: Auch in München steigen die Corona-Zahlen weiter an. Aktuell liegt die wichtige 7-Tage-Inzidenz bei 66,2. Damit setzt sich der Negativ-Trend weiter fort. Noch vor knapp einem Monat lag diese bei 28. Seitdem ist ein stetiger Aufstieg zu verzeichnen. Die Stadt München hat in einer Mitteilung jetzt informiert, wie hoch der Anteil der britischen Variante des Virus dabei ist. Seit dem 5. Februar wurden in München demnach 3.628 neue Corona-Infektionen gemeldet. Für 2.502 von ihnen gibt es ein vPCR-Testergebnis. Bei knapp der Hälfte dieser getesteten Fälle steht inzwischen fest: Es handelt sich um die britische Virusvariante B.1.1.7. Konkret wurden 1.204 Fälle als britische Variante bestätigt, so die Stadt. Drei Fälle wurden zudem als südafrikanische Variante (B.1.351) bestätigt, ein weiterer Fall als brasilianische Variante (P.1).

Update vom 14. März, 14.21 Uhr: Nun wird die Corona-Notbremse auch in Nürnberg gezogen. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung am Sonntag mitteilte, hat das Robert Koch-Institut einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 112,7 veröffentlicht. Da somit die kritische Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten ab Dienstag, 16. März 2021 erneut die strikteren Corona-Regeln in Kraft. „Die Stadt hat dabei keinerlei eigenen Ermessensspielraum“, heißt es in der Mitteilung. „Wir alle müssen uns an die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln halten, um aus dieser schlimmen Situation herauszukommen. Es kommt auf jeden und jede an“, so der Appell von Oberbürgermeister Marcus König an die Bevölkerung.

Corona-Notbremse in Nürnberg - diese Regeln gelten wieder ab Dienstag

Mit Inkrafttreten der Notbremse gilt wieder die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Auch die Kontaktbeschränkungen werden erneut verschärft. Treffen sind nur noch mit einer weiteren Person über 14 Jahren außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. 
 
Für die Geschäfte entfällt das Einkaufen mit vorheriger Terminbuchung („Click and Meet“). Hingegen bleibt weiterhin möglich das Abholen vorbestellter Ware („Click/Call and Collect“). Geöffnet bleiben Buchhandlungen, Blumenläden, Baumärkte und alle Geschäfte der Grundversorgung.

Der Tiergarten wird wieder geschlossen, die vorbereitete Öffnung der Museen entfällt. Die Einrichtungen der Stadtbibliothek und das Stadtarchiv bleiben unter den bisherigen Bedingungen geöffnet.
 
Auch die Möglichkeit von Sport in festen Gruppen bis 20 Kinder unter 14 Jahren entfällt erneut, erlaubt ist nur noch kontaktfreier Sport unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Die Spiel- und Bolzplätze, Spielhöfe, Skateranlagen und Bewegungsparks können unter Beachtung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen weiterhin genutzt werden.
 
Weiterhin gilt in den ausgewiesenen Zonen montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr die Maskenpflicht, in den drei Bereichen der großen Einkaufszentren Mercado, Franken-Center und Röthenbach-Center gilt sie außerdem samstags von 9 bis 18 Uhr. Das Verbot des Konsums von Alkohol auf den festgelegten Flächen gilt nach wie vor täglich rund um die Uhr. 

Anti-Corona-Demos in München: Mehr als 50 Teilnehmer angezeigt - Auflagen massiv missachtet

Update vom 14. März, 12.06 Uhr: Nach mehreren Demonstrationen in München gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen sind mehr als 50 Teilnehmer angezeigt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren darunter mehr als 30 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen das Versammlungs- und Infektionsschutzgesetz sowie über 20 Straftaten wie der Gebrauch unrichtiger Atteste und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Außerdem wurde ein Mann festgenommen, der im Verdacht steht, bei einer früheren Veranstaltung einen Journalisten angegriffen zu haben.

500 Beamte waren den Angaben zufolge am Samstag bei drei Kundgebungen in der Landeshauptstadt im Einsatz. Die größte davon wurde von der Polizei in der Nähe des bayerischen Landtags aufgelöst, weil „der überwiegende Teil dieser Personen (...) die vorgegebenen Auflagen, wie eine Maskentragepflicht und ausreichende Abstände zueinander nicht“ eingehalten habe. Statt der angemeldeten 500 waren laut Polizei rund 2500 Menschen zu der Protestaktion unter dem Motto „Ein Jahr Lockdown-Politik - es reicht“ gekommen.

Eine Versammlung am Münchner Königsplatz konnte nach Polizeiangaben gar nicht erst beginnen, weil die maximal erlaubte Teilnehmerzahl schon vor dem Start überschritten wurde. Am Marienplatz wurde eine Demonstration ebenfalls wegen zu vieler Teilnehmer vorzeitig beendet.

Update vom 14. März, 9.31 Uhr: Bereits am Samstag überschritt die Stadt Fürth am dritten Tag in Folge die 100er-Inzidenz, die zur sogenannten „Notbremse“ führt, bei der der Lockdown nun wieder mit verstärkten Maßnahmen verschärft wird. Die Ärzte im dazugehörigen mittelfränkischen Landkreis begrüßen daher die Entscheidung des Kabinetts um Ministerpräsident Markus Söder (CSU), ab Anfang April in die Corona-Impfungen mit einsteigen zu dürfen. Bei einem Pilotprojekt in Zirndorf haben nun drei niedergelassene Ärzte die ersten Spritzen gesetzt, wie BR24 berichtet. Dazu waren im Vorfeld Schulen kontaktiert worden, die zuvor auch schon an Reihentestungen teilgenommen hatten.

Corona in Bayern: Pilot-Projekt zur Impfung beim Hausarzt - Mediziner in Fürth spritzen 70 Dosen an Lehrkräfte

Rund 70 Lehrkräfte und Mitarbeiter stimmten demnach der Impfung durch die Ärzte zu und bekamen am Samstagvormittag die erste Dosis gespritzt. Das Ärzte-Team ist laut Aussage des praktizierenden Arztes Dr. Michael Hubmann überzeugt davon, dass mit dem Impfstart in den bayerischen Praxen ab April das Impftempo deutlich angehoben werden kann - sofern genügend Impfstoff geliefert wird. Zudem gehen die Mediziner davon aus, dass sich so viele Kollegen wie möglich an den Impfungen beteiligen werden.  „Sie werden Praxen mit mehreren Standorten haben, die dann vielleicht einen davon in die Impfkampagne einbringen. Wir werden Kollegen haben, die sagen, ich mach‘ das vorübergehend, weil es mir wichtig ist, etwa Mittwochnachmittag und es wird Kollegen geben, so wie bei uns heute, die das Wochenende nutzen werden“, so Hubmann.

Hoffen auf Lieferung: Bayerische Ärzte wollen gegen Corona impfen - wenn es genügend Dosen gibt

Beziehen werde man den Impfstoff - wie alle anderen Impfstoffe auch - über die Apotheken. Nachdem bereits mehrere Unternehmen Schwierigkeiten bei der Lieferung der Impfstoffe angekündigt hatten, bleibt abzuwarten, wie viele Impfungen die bayerischen Hausärzte ab April tatsächlich täglich durchführen können.

Update vom 13. März, 18.45 Uhr: In mehreren deutschen Städten haben am Samstag Menschen gegen die bestehenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Auch in der bayerischen Landeshauptstadt. In München versammelten sich mehrere Tausend Menschen unter dem Motto „Ein Jahr Lockdown-Politik - es reicht“ in der Nähe des bayerischen Landtags. Die Polizei musste eigenen Angaben zufolge die Demonstration am Nachmittag „wegen mehrerer nicht-eingehaltener Auflagen“ auflösen. So sei nicht nur die zugelassene Teilnehmerzahl überschritten worden. Vielfach seien die Maskenpflicht ignoriert und der Mindestabstand nicht eingehalten worden.

Update vom 13. März, 14.02 Uhr: Auch Fürth hat es erwischt. Laut RKI-Angaben liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 136,2 - und damit den dritten Tag in Folge über dem Grenzwert 100. Damit treten für die mittelfränkische Großstadt ab Montag, 15. März, weitreichende Beschränkungen in Kraft (siehe Update unten).

Corona-Lockdown Bayern: Neue Beschränkungen für Regensburg, Landshut und Straubing

Update vom 13. März, 11.25 Uhr: Schlechte Nachrichten für Bewohner der bayerischen Städte Regensburg, Landshut und Straubing. Am dritten Tag in Folge wurde dort die Inzidenzmarke 100 überschritten, wie das tägliche Update des Robert-Koch-Instituts (Regensburg: 117,6, Landshut: 111,7, Straubing: 110,9) ergab.

Ab Montag (15. März) treten nun wieder strengere Beschränkungen in Kraft. Auf folgende Anpassungen müssen sich die Bewohner der genannten Städte einstellen:

  • Treffen sind nur noch mit einer weiteren Person, die dem eigenen Haushalt nicht angehört, erlaubt
  • Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre
  • Ladenöffnungen mit Kundenverkehr sind untersagt (Click and Collect weiter möglich)
  • An den Schulen findet lediglich Distanzunterricht statt

Update vom 13. März, 9.43 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) meldet einen Rekord bei Corona-Impfungen in Bayern. Wie sein Ministerium am Samstag mitteilte, wurden am vergangenen Donnerstag knapp 47.000 Menschen geimpft - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. „Wir haben einen neuen Impfrekord. Am Donnerstag haben wir 46.813 Impfungen im Freistaat verabreicht“, sagte Holetschek.

In gut zweieinhalb Monaten wurde demnach in Bayern bislang (Stand 12. März) schon 1.504.039 Mal geimpft. 1.026.999 davon waren Erst- und 477.040 Zweitimpfungen. Im Verhältnis zur Bevölkerung liege Bayern damit im Vergleich der Bundesländer auf Platz drei, sagte Holetschek.

Corona-Impfungen in Bayern: So sollen Lieferengpässe vermieden werden

Seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember 2020 hat Bayern nach Ministeriumsangaben vom Bund 1.934.850 Impfdosen geliefert bekommen. Den Unterschied von gut 400.000 Dosen erklärt Holetschek mit einem festgelegten Lieferplan und damit, dass Bayern Reserven zurückhält, „um bei möglichen Lieferengpässen weiterhin Zweitimpfungen garantieren zu können“.

Bayern arbeite zusammen mit dem Impfstoffhersteller Biontech für eine Software, die Lieferwahrscheinlichkeiten - unabhängig vom Hersteller - präzise berechnen soll.

„Damit wollen wir auch frühzeitig erkennen, ob Kapazitätsengpässe drohen“, sagte Holetschek. „So können wir flexibel reagieren und bei Bedarf aufstocken. Die neue Software wird unsere Impflogistik einen großen Schritt nach vorne bringen.“

Corona-Lockdown in Bayern: Luftfilter sollen Sicherheit an Schulen erhöhen

Update vom 13. März, 8.15 Uhr: Bayerische Schulträger haben Geld für Luftfilter in 12.000 Klassenzimmern und Fachräumen beantragt. Für rund 4700 ist die Förderung bereits bewilligt, wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte. In einer zweiten Runde bis Ende März liegen bisher etwa 7300 weitere Anträge vor. Bayernweit gibt es laut Kultusministerium rund 74.000 Schulklassen. Eine exakte Zahl der Klassenzimmer und Fachräume liegt nicht vor, sie dürfte aber höher sein.

Die Förderung ist Teil eines im Herbst beschlossenen Programms in Höhe von 37 Millionen Euro. In der ersten Runde, die bis zum Jahresende lief, waren mobile Luftfilter für schlecht zu lüftende Räume mit 13,9 Millionen Euro und CO2-Messgeräte mit 9,5 Millionen gefördert worden. Wie viele Geräte bereits in den Schulen im Einsatz sind, ist nicht bekannt.

Corona-Maßnahme soll Bayerns Schulen sicherer machen - Aiwanger bedauert „geringe Akzeptanz“

In der zweiten Runde liegen nun Anträge auf Luftfilter für 7300 weitere Räume vor. Wie gut sie gelüftet werden können, ist dabei nicht entscheidend. Bis zu 50 Prozent der Kosten zahlt der Freistaat, maximal aber 1750 Euro. Für öffentliche Schulen ist noch ein Rest-Förderungsbudget von 4 Millionen vorhanden, bei privaten Schulen sind die Mittel bereits ausgeschöpft.

Bei weitem nicht alle der bayernweit 2500 Schulaufwandsträger haben Anträge für Luftfilter gestellt. In der ersten Runde waren es laut Kultusministerium 456, in der zweiten derzeit 375. Dabei sind Doppelungen möglich. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte die „geringe Akzeptanz“. Er finde es bedauerlich, dass nicht stärker darauf zurückgegriffen werde, sagte er am Freitag.

Update vom 12. März, 16.19 Uhr: Für die Kitas wurde die Regel bereits verkündet, nun gilt gleiches für die Schulen: Kinder und Jugendliche mit Erkältung müssen vor dem Schulbesuch in Bayern künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Test müsse im Testzentrum, in Apotheken oder bei Ärzten durchgeführt werden, teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit. Ein negativer Selbsttest reiche für den Schulbesuch nicht aus.

Nur bei Schnupfen und Husten mit allergischer Ursache (z.B. Heuschnupfen) ist ein Schulbesuch nach wie vor ohne Test möglich. Eine Ausnahme gilt auch bei einer verstopften Nase ohne Fieber, gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern.

Die Testpflicht für Erkältete gilt ab kommenden Montag auch vor dem Besuch von Kitas und Horten, wie das zuständige Sozialministerium schon am Donnerstag mitteilte. Die Regelung wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet.

Die neueste, plötzlich eingeführte Regelung für den Kita-Besuch lässt Eltern verzweifeln*: Kinder brauchen schon beim kleinsten Schnupfen einen negativen Corona-Test.

Corona-Impfungen in Bayerns Arztpraxen - Söder: „Fangen ganz bewusst an“

Update vom 12. März, 14.59 Uhr: Ab Anfang April sollen in Bayern auch in Arztpraxen Impfungen gegen das Coronavirus stattfinden - flächendeckend, so der Plan. Doch der Mangel an Impfstoff dürfte weiter für Probleme sorgen.

„Wir fangen ab 1. April in Bayern bereits an, die Hausärzte zu integrieren. Das wird noch nicht so viel Impfstoff geben, aber wir fangen ganz bewusst an“, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in Nürnberg. Der CSU-Chef erhoffe sich vom frühen Start, dass die Praxen, wenn endlich „sehr viel mehr Impfstoff da ist“, viele Menschen impfen könnten. Der aktuelle Mangel an Impfstoff sei „hochärgerlich“.

Corona in Bayern: Impfungen bald auch in Arztpraxen

Ungeachtet des fixen Termins sind die Impfstofflieferungen aber weiter die große Unbekannte in der Gleichung. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzen, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können“, betonte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen.“

Laut Holetschek sollen die Impfzentren im Freistaat im April pro Woche mit 350.000 Dosen Impfstoff beliefert werden. Darüber hinausgehende Lieferungen sollen nach einem festgelegten Verteilschlüssel an die Praxen gehen. „Auf Basis der Prognose des Bundes gehen wir davon aus, dass beispielsweise schon in der Woche nach Ostern rund 121.000 Impfdosen in den Arztpraxen verimpft werden können. Diese Summe soll sich im Verlauf des April und Mai wöchentlich weiter erhöhen“, so Holetschek. In einem nächsten Schritt sollten Betriebsärzte mit einbezogen werden.

Söder prescht beim Thema Corona-Impfungen vor - Aiwanger mit Gastro-Vorschlag

Während Söder beim Thema Impfen vorprescht (siehe vorheriges Update), hat auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger einen Vorschlag gemacht - und zwar eine bevorzugte Öffnung von Gasthäusern mit besserer Ausstattung zum Corona-Schutz. Wenn erwiesen sei, dass Luftreiniger die Viren unschädlich machen, müsse man Innenräume mit solchen Geräten wie Außenbereiche behandeln, sagte er am Freitag anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Raumluftreinigung.*

Wer viel Geld für Schutzmaßnahmen ausgebe, solle auch Leute hereinlassen dürfen, so Aiwanger. Dabei hält er Unterschiede je nach Ausstattung für sinnvoll. Eine mit Luftreinigern ausgerüstete Gastronomie, die ihre Gäste testet, könne dann eben geöffnet werden, „und der andere eben nicht“. Aiwanger rief dazu auf, im Kampf gegen Corona mehr auf Technik zu setzen und differenziertere Lösungen zu finden. Dies sei überfällig, um „möglichst viel Normalität zurückzuholen“.

Corona in Bayern: Mehr Freiheiten für Geimpfte? Söder prescht vor

Update vom 12. März, 12.30 Uhr: Am Freitag besuchte Markus Söder gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcus König ein Gymnasium in Nürnberg. Bei einer Pressekonferenz wurde deutlich, dass Bayern weiter auf die zwei Säulen Testen und Impfen setzen will.

Zum Thema Impfen stellte Söder klar, dass es keine Pflicht geben werde. Bayerns Ministerpräsident sprach aber davon, dass Geimpfte durchaus mehr Rechte und mehr Freiheiten haben sollen.* Es brauche einen Impfpass, damit ein Geimpfter „nicht dieselben Einschränkungen hat, wie jemand der nicht geimpft wurde“.

Corona-Impfungen in Bayern: Holetschek verkündet große News - Inzidenz in München schnellt nach oben

Update vom 12. März, 9.09 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in München ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie bei 63,3 (Stand 12. März, 3.21 Uhr). Am Donnerstag hatte der Wert noch 56,9 betragen.

Corona: Hausärzte in Bayern sollen früher gegen das Virus impfen können als anderswo in Deutschland

In Bayern sollen die Hausärzte früher gegen das Coronavirus impfen können als anderswo in Deutschland. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzt, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung vom Freitag. „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen“ (siehe vorheriges Update).

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Mittwoch beschlossen, mit Corona-Impfungen in den Arztpraxen frühestmöglich zu beginnen, spätestens jedoch in der Woche vom 19. April.

Um sich die Umsetzung des Corona-Testkonzepts anzuschauen, besucht Ministerpräsident Markus Söder am Freitag in seiner Heimatstadt Nürnberg ein Gymnasium.*

Corona-Impfungen in Bayern: Holetschek verkündet große News - doch es gibt eine Dämpfer

Update vom 12. März, 7.04 Uhr: Bayern will mit einem Impfbündnis aus Ärzten, Apotheken und lokalen Impfzentren die Impfgeschwindigkeit nun massiv erhöhen. „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in einer Mitteilung vom heutigen Freitag.

Laut Holetschek sollen die Impfzentren im Freistaat im April pro Woche mit 350.000 Dosen Impfstoff beliefert werden. Darüber hinausgehende Lieferungen sollen an die Praxen gehen. „Auf Basis der Prognose des Bundes gehen wir davon aus, dass beispielsweise schon in der Woche nach Ostern rund 121.000 Impfdosen in den Arztpraxen verimpft werden können.“ Von Woche zu Woche solle sich der Summer der verfügbaren Impfdosen dann erhöhen.

Corona-Impfungen in Bayern: Holetschek macht Hoffnung doch es gibt ein Problem

Bayerns Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) sagte der „Passauer Neuen Presse“ in einem Interview am Freitag:: „Alleine durch die Beteiligung der Arztpraxen steht nicht eine Impfdosis mehr zur Verfügung.“ Anfang April werde eine Praxis nur etwa fünf bis sechs Impfdosen pro Tag zur Verfügung haben. Woche für Woche werde es dann mehr werden.

Update vom 11. März, 22.17 Uhr: Klare Ansage von Bayerns Kunstminister Bernd Sibler: Der CSU-Politiker möchte bei der geplanten Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern ab dem 22. März „weg von starren Zuschauerzahlen“. „Die maximal zulässige Zuschauerzahl wird sich nach den örtlichen Gegebenheiten sowie der Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstandes und den gängigen Hygienemaßgaben richten“, so Sibler am Donnerstag (11. März) in München. Genauere Details dazu würden noch ausgearbeitet.

Corona in Bayern: Klare Ansage von Söder-Kollege zur Öffnung von Theater- und Opernhäusern

Bereits am 4. März entschied das bayerische Kabinett, ab dem 22. März Theater, Konzert- und Opernhäuser öffnen. Jedoch nur, wenn die Corona-Inzidenz seit mindestens 14 Tagen den Wert von 100 nicht überschritten hat und die Entwicklung des Infektionsgeschehens stabil oder rückläufig ist.

Einen tagesaktuellen negativen Corona-Test müssen Besucher vorlegen, falls die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt. Diese können die Häuser ihrem Publikum am Eingang anbieten. Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 sind nach Angaben des Kunstministeriums keine Tests nötig.

Corona in Bayern: Verschärfte Kita-Regeln ab kommender Woche

Update vom 11. März, 14.41 Uhr: Kinder und Erzieher mit Erkältungsanzeichen müssen ab kommendem Montag für den Besuch der Kindertagesstätten bayernweit einen negativen Corona-Test vorweisen. Das teilte das zuständige Sozialministerium am Donnerstag in München mit. Der ab dem 15. März gültige Rahmenhygieneplan setzt damit wieder die Empfehlung der beratenden Ärzteschaft um und wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet.

Nach einer Erkrankung muss dann vor der Rückkehr in die Kita ebenfalls ein negativer Test vorgelegt werden. Akzeptiert werden dafür aber nur von Fachpersonal durchgeführte Tests, Laientests seien nicht „ausreichend“. „Durch die zunehmende Ausbreitung der Virus-Mutation und der damit verbundenen steigenden Inzidenzen haben wir aber eine neue Situation, die uns Sorge bereitet. Kleine Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung zahlreiche leichte Infektionen mit Symptomen, die sich in der aktuellen Pandemie leider nicht auf den ersten Blick von einer Corona-Infektion unterscheiden lassen.“ Das sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Ihr sei bewusst, dass für die Eltern mit zusätzlichen Testungen ein Mehraufwand verbunden sei. Die neue Regel diene aber dem Schutz von Beschäftigen, Eltern und deren Kindern.

„Das frühe Aufspüren von Neuinfektionen durch Tests ist gerade mit Blick auf ansteckendere Virus-Mutationen essenziell um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen“, sagte Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes. Wie bisher dürfen auch nach der neuen Regel kranke Kinder oder Betreuer, etwa mit Fieber und Durchfall, Kindertagesbetreuungen nicht besuchen.

Corona in Bayern: Ärger um Impf-Plan-Änderung - Streeck stimmt Söder zu - „die sozialsten Menschen als Nächstes“

Erstmeldung vom 11. März, 12.04 Uhr: München - Die Kapazitäten der Corona*-Impfzentren in Bayern schnellstmöglich verdoppeln: Das war eigentlich der „Impf-Turbo“-Plan von Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Doch plötzlich sieht alles ganz anders aus. Die kurzfristige Planänderung, die Kapazitäten der Impzentren nicht weiter auszubauen, hat für Unmut gesorgt.* Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek zeigte sich irritiert. Es sei schwierig, Planungen umzusetzen, „wenn sich die Impfstrategie von Bund und Land in dieser für uns alle lebenswichtigen Frage so schnell und unberechenbar ändert.“

Corona/Bayern: Söder kündigt weitere Impfdosen für Grenzregionen an

Derzeit geht das Impfen* noch zu langsam voran. Bald soll auch in Arztpraxen gegen Corona geimpft werden. Der Startschuss dafür fällt wohl spätestens Mitte April. Ministerpräsident Markus Söder hatte Corona-Impfungen* immer wieder als „einzige echte Langzeitstrategie“ bezeichnet. Die vom Virus und den Mutationen* besonders betroffenen Regionen an der Grenze bekommen noch im März „100.000 Impfdosen extra.“ Das erklärte der CSU*-Chef am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Wo aufgrund der hohen Inzidenzen nicht gelockert werden kann, muss mehr immunisiert und geimpft werden.“

„Die Landkreise sollen weitgehend selbst und flexibel entscheiden können, wer geimpft werden soll. Damit können auch andere Gruppen schneller an die Reihe kommen.“ Dafür habe er sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU*) und auch bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzt, berichtete Söder. Jüngere sollen also eher geimpft werden, dazu in Hotspots. Ist das sinnvoll?

Sollen auch Jüngere bald gegen Corona geimpft werden - Streeck: „Zwingend diskutieren“

„Das kann und sollte man zwingend diskutieren“, findet Virologe Hendrik Streeck im Merkur.de-Interview. Der erste Gedanke, also gefährdete Gruppen zuerst zu schützen, sei richtig gewesen. „Aber nachdem die Älteren geschützt sind - jetzt verlangsamen wir im nächsten Schritt die Pandemie am besten, wenn die sozialsten Menschen als Nächstes geimpft werden.“ Man spreche immer von einem exponentiellen Wachstum, „was nicht ganz stimmt.“ Das Infektionsgeschehen habe natürlich einen exponentiellen Anteil, „aber wir sprechen von heterogener Verteilung, da es sich unterschiedlich schnell in sozialen Gruppen ausbreitet“, so Streeck gegenüber Merkur.de.

Mehrere Impfstoffe* sind mittlerweile zugelassen, außerdem kommen mehr Tests.* Seit Donnerstag (11. März) sind in Bayerns Apotheken beispielsweise kostenlose Schnelltests möglich. Trotz strenger Maßnahmen steigen die Corona-Zahlen. Droht Deutschland deshalb ein weiterer Lockdown*?

Virologe Hendrick Streeck pflichtet Markus Söder bei (Archivbild).

Corona regional: Das Update für Bayern

Weiterer Corona-Lockdown? Leichter Anstieg - „Das muss man jetzt beobachten“

„Es gibt im Moment eine Stagnation oder einen leichten Anstieg in den Neuinfektionszahlen, das ist Fakt. Daraus kann sich schnell eine steigende Wellenbewegung entwickeln“, erklärt Streeck. „Aber es ist wichtig, zu bedenken, dass die Veränderung, wie wir sie sehen, nicht durch die beschlossenen Lockerungen kommen. Das muss man jetzt beobachten.“ Immerhin sei der Anstieg „bis jetzt nicht so extrem wie befürchtet“, so Streck weiter. Ob er durch die Mutationen* komme, sei auch schwer zu sagen. „Bis vor kurzem haben wir in den großen Hotspots in Bayern und Thüringen an der tschechischen Grenze gesehen, das sind nicht die Orte wo bisher die häufigsten Mutationen auftreten.“ (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Alle aktuell geltenden Regeln in Bayern finden Sie in unserer Übersicht.*

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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