Da vergeht den Italienern die Lust

Studie legt Kuriosität offen: Wenn der Papst kommt, leidet das Liebesleben

Benedikt XVI. hatte wohl Einfluss auf das Liebesleben vieler Italiener.
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Benedikt XVI. hatte wohl Einfluss auf das Liebesleben vieler Italiener.

Gibt es einem Zusammenhang zwischen dem eigenen Liebesleben und dem katholischen Kirchenoberhaupt? Laut einer britischen Studie sogar einen ganz Gewaltigen. 

  • Johannes Paul II. war 26 Jahre lang Papst der römisch-katholischen Kirche.
  • Eine britische Universität untersuchte das die Zahl der Abtreibungen von Einwohnern in Städten, in denen der Papst zu Besuch war.
  • Dabei entdeckten sie einen deutlich spürbaren Zusammenhang zwischen den Papst-Besuchen und dem Liebesleben der Einwohner.

Vatikan - Wenn der Papst kommt und den moralischen Zeigefinger hebt, herrscht tote Hose in den Schlafzimmern der lebenslustigen Italiener, das wollen Studenten der University of Brighton festgestellt haben. 

Nach Papst-Besuch sinkt die Zahl der Abtreibungen 

Zwei Forscher der Queen‘s University of Belfast untersuchten die Abtreibungs- und Geburtenzahl von 129 italienischen Städten, die zwischen 1979 und 2012 von den beiden konservativen Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besichtigt wurden, meldet die dailymail. Dabei fiel eins ganz deutlich auf: „Die Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der Abtreibungen vom dritten bis zum vierzehnten Monat nach dem Besuch eines Papstes abnimmt“, sagte Wirtschaftswissenschaftler Dr. Egidio Farina.

Ex-Papst Benedikt wollte eigentlich zurückgezogen im Vatikan leben.Doch seinem Nachfolger beschert er immer wieder Ärger. Diesmal zu einem besonders heiklen Zeitpunkt.*

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sinkt - Geburtenrate bleibt jedoch gleich

Während die Zahl der Abtreibun gen nach dem hohen Besuch um zwanzig Prozent sank, blieb die Geburtenrate jedoch auf dem gleichen Niveau. Das konnte nur eine logische Schlussfolgerung haben: Die Einwohner hatten weniger Sex. Denn nach dem Gesetz der Logik sollten in den Städten, in denen weniger abgetrieben wird, mehr Kinder zur Welt kommen. Dem war aber nicht so. 

Die Erklärung der Professoren: Die italienischen Frauen lebte aus Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft lieber in Enthaltsamkeit oder setzten auf Verhütungsmittel. „Aber angesichts des Umstands, dass die katholische Kirche nicht nur die Abtreibung, sondern auch die künstliche Verhütung verbietet, ist die sexuelle Abstinenz die plausiblere Erklärung", geht aus der Studie hervor.

Video: Gläubige auf die Hand geschlagen: Papst entschuldigt sich

Welche Auswirkungen ein Besuch von Papst Franziskus auf das Liebesleben der Italiener hat, ist noch nicht erforscht. 

Papst Franziskus hat erneut Verständnis für die Empörung vor allem junger Katholiken über die weltweiten Missbrauchsvorwürfe gegen Geistliche geäußert.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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