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Tankstellenmord von Idar-Oberstein: Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

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Archiv-Bild: Idar-Oberstein: Polizisten sichern am frühen Morgen eine Tankstelle, in der am Vortag ein damals 49-Jähriger einem 20 Jahre alten Kassierer in den Kopf geschossen hat.
Archiv-Bild: Idar-Oberstein: Polizisten sichern am frühen Morgen eine Tankstelle, in der am Vortag ein damals 49-Jähriger einem 20 Jahre alten Kassierer in den Kopf geschossen hat. © Christian Schulz/Foto Hosser/dpa

Der Angeklagte im Tankstellenmord von Idar-Oberstein wurde verurteilt. Der Mann erschoss einen 20-Jährigen nach einem Streit um Corona-Regeln.

Bad Kreuznach - Im Prozess um den sogenannten Tankstellenmord von Idar-Oberstein ist der Angeklagte am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach verurteilte den 50-jährigen Mario N. außerdem wegen unerlaubten Schusswaffenbesitzes. Das Gericht wertete die Tat als Mord und sah es als erwiesen an, dass N. im September 2021 einen 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter im Streit um die Corona-Maskenpflicht erschossen hatte.

Tankstellen-Mord in Idar-Oberstein: Täter fühlte sich durch Coronaregeln belastet

Laut der Anklage fühlte sich N. durch die Coronaregeln belastet, machte sein Opfer nach einem Streit beim Einkauf für die Gesamtsituation mitverantwortlich und erschoss den Mann schließlich. N. legte später ein Geständnis ab und äußerte sein Bedauern.

Im Prozess forderte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag. Ein konkretes Strafmaß nannte sie nicht und gab an, dass eine verminderte Schuldfähigkeit nicht auszuschließen sei.

Tankstellen-Mord in Idar-Oberstein: Radikalisierung der Szene der Coronaleugner und Querdenker

Die Tat hatte in der Folge eine Diskussion über eine Radikalisierung der Szene der Coronaleugner und Querdenker ausgelöst. In rechtsextremen Chats und Foren wurde die Tat begrüßt. Die Politik reagierte parteiübergreifend mit Entsetzen und Bestürzung. Verfassungsschützer reagierten jedoch wenig überrascht. Angestellte aus anderen Tankstellen, Supermärkten und ähnlichem hatten nach der Tat angst, dass ihnen ähnliches passiert. (md mit AFP)

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