Morde erinnern ans Mittelalter

Unaussprechlicher Mord in Indien: Frau und Tochter wegen „Hexerei“ totgeschlagen

Tatsächlich wurde in Indien erst im Jahr 2000 ein Gesetz verabschiedet, das Hexenjagden verbietet. In ärmeren Regionen ist der Glaube an die dunkle Magie noch immer präsent.

Neu Delhi - Eine Frau und ihre Tochter sind wegen angeblicher Hexerei in Indien brutal getötet worden. Im Bundesstaat Jharkhand wurde eine 56-Jährige von einem Nachbarn angegriffen, weil dieser sie bezichtigte, mithilfe von Ritualen den Tod einiger Angehöriger herbeigeführt zu haben, teilte die Polizei im Distrikt West Singhbhum am Samstag mit. Der Mann sei mit dem Opfer entfernt verwandt.

Indien wartet in diesem Bereich mit trauriger Rückständigkeit auf 

Der Nachbar und zwei weitere Männer hätten die Frau und deren Tochter mit Holzstöcken geschlagen und mit einer scharfkantigen Waffe auf sie eingehackt. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, als der Ehemann der Getöteten Anzeige erstattete. Die Täter wurden den Angaben nach noch nicht gefasst.

Trotz eines im Jahr 2000 verabschiedeten Gesetzes, das Hexenjagden unterbinden soll, ereignen sich vor allen in armen und eher rückständigen Regionen Indiens immer wieder Fälle von Folter oder Mord an Frauen, denen dunkle Magie zugeschrieben wird.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Tanmoy Bhaduri

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