Neue Erkenntnisse aus Studie

Unfallforscher untersuchen tödliche Motorradunfälle

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Ein Motorrad liegt nach einem Unfall auf der Straße. Die Gefahr, bei einem Unfall zu sterben, ist auf zwei Rädern 20 Mal höher als im Auto. Foto: Nord-West-Media TV

Motorradfahrer haben keine Knautschzone. Daher leben sie gefährlich. Forscher haben jetzt Hunderte Unfälle mit Toten ausgewertet. Die Frage ist, welche sind vermeidbar?

Münster (dpa) - Motorradfahrer leben gefährlich - laut der Unfallforschung der Versicherer sogar deutlich gefährlicher als Autofahrer.

Demnach ist die Gefahr, bei einem Unfall zu sterben, auf zwei Rädern 20 Mal höher als im Auto. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) stellt in Münster zwei Untersuchungen vor, mit deren Hilfe die Sicherheit von Motorradfahrern verbessert werden soll. Dazu haben die Experten Unfallabläufe mit tödlichem Ausgang ausgewertet.

In Münster zeigt Forschungsleiter Siegfried Brockmann mit einem Crashtest die Ergebnisse seiner Studien. Dabei wollte er zum Beispiel wissen, ob das Fahren in der Gruppe ein besonderes Risiko darstellt und welche konkreten Verletzungen zum Tod führen.

2018 starben laut Statistischem Bundesamt bundesweit 619 Motorradfahrer im Straßenverkehr. Seit 2010 schwankt dieser Wert. Starben 2011 noch 708 Motorradfahrer bei einem Unfall, waren es 2016 den Angaben zufolge 536. Auch bei den leicht- und schwerverletzten Fahrern schwanken die Zahlen. Nach 17.728 Schwerverletzten im Jahr 2010 lag dieser Wert im vergangenen Jahr bei 20.480. 2010 gab es 8606 leichtverletzte Motorradfahrer, 2018 waren es 10.320.

Zu einem anderen tödlichen Unfall mit einem Motorrad kam es in Melle bei Osnabrück, wie nordbuzz.de* berichtet.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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