Schwedische Richter urteilen

Gericht: Schwedische Richter urteilen

Stockholm - Ein schwedisches Gericht hat entschieden, dass öffentliche Dinge kein Verbrechen sind - allerdings nur unter einer Bedingung.

Sofern sich die sexuelle Handlung, die die Person in der Öffentlichkeit an sich vornimmt, an niemanden direkt gerichtet ist, handelt es sich dem Urteil nach nicht um ein Verbrechen, berichtet die britische Dailymail.

Im konkreten Fall stand ein 65-jähriger Mann in Schweden vor Gericht. Er hatte sich am Strand des Drevviken, einem See südlich von Stockholm, seiner Kleidung entledigt und begonnen zu masturbieren.

Zunächst war er wegen sexueller Belästigung angeklagt worden. Doch die Richter sprachen den Mann frei. Sie argumentierten, dass er niemanden direkt belästigt habe.

Schweden gilt, wie seine skandinavischen Nachbarn, als liberal und fortschrittlich. Doch das Urteil ruft auch Kritiker auf den Plan: Vor allem Kinderschutzorganisationen reagierten überrascht bis besorgt. Ihre Bedenken: Das Urteil könnte zum Anlass genommen werden, Masturbation in der Öffentlichkeit zu verharmlosen - zumal auch Kinder dies beobachten könnten.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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