Stärkstes Beben seit 1964

Erdbeben der Stärke 8,2: Tsunami-Warnung für Alaska aufgehoben

Vor der Küste Alaskas hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Es wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die inzwischen wieder aufgehoben ist.

Update vom 29. Juli, 13.30 Uhr: Das Nationale Tsunami-Warnzentrum des US-Wetterdienstes hat die Tsunami-Warnung nach dem starken Erdbeben vor der Küste Alaskas inzwischen wieder aufgehoben. Das teilte die Behörde auch via Twitter mit. Sie wies zudem darauf hin, dass starke und unübliche Strömungen noch für einige Stunden anhalten können.

Bislang gibt es noch keine Hinweise auf Verletzte oder nennenswerte Schäden durch das starke Erdbeben. Alaska ist eine sehr dünn besiedelte Region der Vereinigten Staaten. Sie wird immer wieder von Erdstößen getroffen. Die Erdbebenwarte des Bundesstaates misst durchschnittlich alle 15 Minuten eine Erschütterung. Die meisten davon spüren die Einwohner nicht.

Ende November 2018 hatten ein Erdbeben der Stärke 7,0 sowie mehr als 200 Nachbeben allerdings erhebliche Sachschäden im Süden Alaskas hinterlassen. Tote gab es nicht. Ein besonders verheerendes Beben ereignete sich im Jahr 1964, als ein Wert von 9,2 gemessen wurde. Damals kamen mehr als 120 Menschen ums Leben. Das Erdbeben mit der Stärke von 8,2 am Mittwochabend (Ortszeit) war seitdem das stärkste in Alaska gemessene.

Starkes Erdbeben vor der Küste Alaskas

Erstmeldung vom 29. Juli: Perryville - Vor der Südküste des US-Bundesstaates Alaska hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Wie die US-Erdbebenwarte USGS meldete, ereignete sich das Beben mit der Stärke von 8,2 am späten Mittwochabend (Ortszeit) südöstlich der Stadt Perryville in einer Tiefe von rund 32 Kilometern.

Wie das USGS berichtete, ereigneten sich im selben Gebiet innerhalb kurzer Zeit weitere starke Nachbeben mit Stärken von 6,2 und 5,6. Das Tsunamiwarncenter der USA sagte laut Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Basierend auf allen verfügbaren Daten könnten durch diese Erdbeben ein Tsunami erzeugt worden sein, der auch weit vom Epizentrum entfernte Küstengebiete zerstören könnte.“

Tsunami-Warnung für Alaska nach Erdbeben

Der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) gab eine Tsunami-Warnung aus. Diese gilt für Südalaska und die Alaska-Halbinsel, sowie die Pazifik-Küsten von Hinchinbrook Entrance bis Unimak Pass. Auch für den US-Bundesstaat Hawaii und Guam gab es zunächst Beobachtungen. Laut CNN wurde die Warnung für diese beiden Gebiete inzwischen wieder aufgehoben. Bislang ist unklar, ob für weitere Küstengebiete in den USA und in Kanada eine Gefahr besteht.

An der Küste Alaskas heulen bereits die Warnsirenen, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Vielerorts haben Evakuierungen begonnen. In Kodiak, der größten Stadt der gleichnamigen Insel im US-Bundesstaat Alaska, riet die Polizei den Bewohnern, auf eine Anhöhe zu ziehen. In Japan bereitet man sich ebenfalls auf eine mögliche Welle vor. Laut dem japanischen Sender NHK wird derzeit über die Notwendigkeit einer Tsunami-Warnung beraten.

Alaska liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinanderstoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Rubriklistenbild: © Richard Cummins/imago-images

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