„Wirklich unfassbar“

Von Wärtern alleine gelassen: Schwangere bringt Baby in US-Gefängniszelle zur Welt

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Schwangere in bringt Baby allein in Gefängniszelle zur Welt.

Eine Schwangere musste ihr Baby alleine in einer Gefängniszelle zur Welt bringen. Die Wärter halfen ihr nicht. Jetzt verklagt sie die Anstalt.

Denver - Eine junge Frau musste ohne medizinische Hilfe ein Baby in einer Gefängniszelle zur Welt bringen - jetzt geht sie juristisch gegen das zuständige Sheriffs Department vor. Die Frau wirft der Behörde in Denver im Bundesstaat Colorado vor, ihre Rechte verletzt zu haben. „Dieser Fall ist unglaublich verstörend“, sagte ihre Anwältin Mari Newman laut US-Medienberichten vom Donnerstag (Ortszeit).

USA: Schwanger informierte Wärter und Krankenschwester - Trotzdem half ihr niemand

Am 31. Juli 2018 hätten bei ihrer der Gefängnisinsassin die Wehen eingesetzt. Obwohl sie einen Wärter und eine Krankenschwester über ihren Zustand informiert habe, sei der Schwangeren über mehr als fünf Stunden niemand zur Hilfe gekommen. Sie sei auch nicht ins Krankenhaus gebracht worden. „Der Gedanke, dass man so mit einem menschlichen Wesen umgehen könnte, ist wirklich unfassbar“, sagte ihre Anwältin. Auf einem Überwachungsvideo aus der Zelle, das von US-Medien verbreitet wurde, ist zu sehen, wie die Frau schließlich unter Schmerzen allein ihren Sohn auf die Welt bringt.

USA: Polizei ändert Richtlinien

Die Polizei in Denver County teilte später mit, dass man die Richtlinien inzwischen geändert habe. Schwangere Häftlinge, bei denen die Wehen einsetzten, würden künftig gleich in ein Krankenhaus gebracht. Wegen der andauernden Rechtsstreitigkeiten, könne man nicht mehr zu dem Fall sagen.

Eine notorische Einbrecherin aus München muss für einige Zeit hinter Gitter. Auch der Hinweis der Frau, dass sie im Gefängnis ihr Neugeborenes vermissen wird, half nichts. Darüber berichtet tz.de*. In den USA wollte eine werdende Mutter hingegen nur wissen, welches Geschlecht ihr Baby hat. Was sie dann auf dem Ultraschallbild sieht, ist ganz schön unheimlich.

dpa

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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