Saison der Wirbelstürme beginnt

Hurrikan trifft Corona-Hotspot in den USA - und reißt Trumps Mauer zu Mexiko ein

In der zweiten Sommerhälfte steht in den USA auch immer die Hurrikan-Saison bevor. Wegen der Corona-Pandemie wird es diesmal eine besondere Herausforderung.

  • In den USA ist die Hurrikan*-Saison gestartet.
  • Betroffen ist mit Texas auch ein Corona-Hotspot.
  • Die nächste Gefahr lauert bereits westlich des Festlands.

Update, 13.04 Uhr: Hurrikan „Hanna“ soll auch Teile der von Präsident Donald Trump forcierten Grenzbefestigung umgeworfen haben. Ein Video, das im Internet kursierte, zeigt, wie rund sechs Meter hohe Teile eines Metallzauns der Reihe nach umkippen. Es soll sich um einen Abschnitt zwischen dem US-Staat Texas und dem mexikanischen Staat Tamaulipas handeln, wie die mexikanische Zeitung El Universal berichtete. Auf US-Seite gab es Zweifel daran.

Hurrikan-Saison in den USA: „Hanna“ wirbelte durch Texas

Erstmeldung vom 27. Juli:

Washington/München - In der Corona-Pandemie* ist vieles anders als gewohnt. Die Hurrikan-Saison vor dem amerikanischen Festland macht vor der Krise aber keinen Rückzieher. Besonders betroffen ist bislang einer der Corona-Hotspots der ohnehin arg gebeutelten USA. Denn „Hanna“ wirbelte Texas mächtig auf.

Der Hurrikan der niedrigsten Stufe eins erreichte am Samstag mit Windgeschwindigkeiten* von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. Danach schwächte „Hanna“ sich ab und wurde zum Tropensturm heruntergestuft.

Kurs auf die USA: Hurrikan "Douglas" zieht nahe an Hawaii vorbei.

Hurrikan „Hanna" in den USA: Lebensbedrohliche Sturzfluten drohen

Schäden durch das Unwetter* wurden zunächst nur aus der Küstenstadt Port Mansfield gemeldet. Das Hurrikan-Zentrum warnte aber weiterhin vor schweren Regenfällen, die zu lebensbedrohlichen Sturzfluten führen könnten. Im Pazifik war ein weiterer Wirbelsturm, Hurrikan „Douglas“, mit hohen Windgeschwindigkeiten in Richtung Hawaii unterwegs.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus. Die dort grassierende Corona-Pandemie erschwere die Arbeit der Helfer bei dem Sturm, sagte Abbott laut US-Medien weiter. „Diese Herausforderung ist kompliziert und wird noch verschärft, wenn man bedenkt, dass er durch ein Gebiet fegt, das das am stärksten von Covid-19 betroffene Gebiet des Bundesstaates ist.“ Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Folge der Corona-Pandemie bisher rund 5000 Menschen allein in Texas gestorben.

Wellenreiten vor Hawaii: Die US-Inseln werden von Hurrikan „Douglas" getroffen.

Hurrikan-Gefahr in den USA: "Douglas" zieht nahe an Hawaii vorbei

Im Pazifik war Hurrikan „Douglas“ in der Nacht zum Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von fast 150 Kilometern pro Stunde in Richtung Hawaii unterwegs. Das Hurrikan-Zentrum teilte mit, „Douglas“ werde „gefährlich nahe“ an den größten Inseln Hawaiis vorbeiziehen. Zwar werde erwartet, dass der Sturm sich abschwäche. Er werde die Inseln aber immer noch fast in Hurrikan-Stärke passieren.

Über dem Atlantik erwartete NOAA in diesem Jahr nach einer Vorhersage vom Mai eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Von Juni bis Ende November sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, hatte die Behörde erklärt. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr über dem Atlantik sechs Hurrikane, drei davon entwickeln sich zu Stürmen großer Stärke.

Angesichts verfügbarer Klimadaten und der höheren Wassertemperatur im Atlantik und der Karibik liege die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent, hieß es damals. US-Präsident Donald Trump* schrieb auf Twitter, dass seine Regierung die Stürme genau beobachte und mit den betroffenen Bundesstaaten in Kontakt stehe. (dpa) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © afp

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