Noch keine Normalisierung

"Dragi", "Eberhard", "Franz": Ein Sturmtief jagt das nächste

Der Putz eines Mehrfamilienhauses liegt vor dem Eingang, während ein Absperrband der Feuerwehr im Wind flattert. Foto: Bernd Thissen
1 von 10
Der Putz eines Mehrfamilienhauses liegt vor dem Eingang, während ein Absperrband der Feuerwehr im Wind flattert. Foto: Bernd Thissen
Sturmtief "Dragi" hat in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens große Schäden verursacht, die Feuerwehr musste zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Foto: Caroline Seidel
2 von 10
Sturmtief "Dragi" hat in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens große Schäden verursacht, die Feuerwehr musste zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Foto: Caroline Seidel
Nach Sturmtief "Eberhard" mussten Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen am Montag weiter mit Einschränkungen, Ausfällen und verspäteten Zügen rechnen. Foto: Oliver Berg
3 von 10
Nach Sturmtief "Eberhard" mussten Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen am Montag weiter mit Einschränkungen, Ausfällen und verspäteten Zügen rechnen. Foto: Oliver Berg
Die Gleise zum Kölner Hauptbahnhof sind leer, die Signale zeigen Rot. Foto: Oliver Berg
4 von 10
Die Gleise zum Kölner Hauptbahnhof sind leer, die Signale zeigen Rot. Foto: Oliver Berg
Pendler müssen Geduld mitbringen. Foto: Caroline Seidel
5 von 10
Pendler müssen Geduld mitbringen. Foto: Caroline Seidel
Sturmtief Eberhard brachte Neuschnee nach Thüringen. Foto: Michael Reichel
6 von 10
Sturmtief Eberhard brachte Neuschnee nach Thüringen. Foto: Michael Reichel
Ein umgestürzter und zerschnittener Baumstamm liegt in einer Haltestelle der Dresdner Verkehrsbetriebe. Foto: Sebastian Kahnert
7 von 10
Ein umgestürzter und zerschnittener Baumstamm liegt in einer Haltestelle der Dresdner Verkehrsbetriebe. Foto: Sebastian Kahnert
Einsatzkräfte der Feuerwehr in Sachsen entasten einen Baum, der auf eine Straße gefallen ist. Foto: Andre März
8 von 10
Einsatzkräfte der Feuerwehr in Sachsen entasten einen Baum, der auf eine Straße gefallen ist. Foto: Andre März

Tote und Schwerverletzte, ausgefallene Züge, abgedeckte Dächer, bis zu 800 Millionen Euro Schaden: Die Auswirkungen der Frühlingsstürme sind gravierend. Und das nächste Tief ist schon auf dem Weg.

Offenbach/Berlin (dpa) - Das Wetter gibt in Deutschland keine Ruhe. "Weitere Sturmtiefs werden in dieser Woche erwartet", sagte Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag.

Nach "Dragi" am Samstag und "Eberhard" am Sonntag greifen voraussichtlich am Dienstag "die Ausläufer von Sturmtief "Franz" auf Deutschland über". Bis zum Wochenende werde es "windig bis stürmisch bleiben, teils mit Regen", sagte der Meteorologe. "Das unbeständige Wetter setzt sich fort."

Die Zerstörungen durch "Eberhard" dürften die Versicherer einen hohen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Der weltgrößte Rückversicherungsmakler Aon schätzt die versicherten Schäden auf 700 bis 800 Millionen Euro, wie er am Montag mitteilte.

Das Tief war mit Böen bis Windstärke 11 und 12 über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie Sachsen und Thüringen gezogen. Das führte zu Zerstörungen, außerdem wurde der Bahnverkehr teilweise lahmgelegt. In Bestwig im Sauerland kam ein 47 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf sein fahrendes Auto fiel. In der Nacht zu Sonntag starb im Krankenhaus eine 48-Jährige, die im brandenburgischen Schraden bei Cottbus in einer Böe am Samstag die Kontrolle über ihren Wagen verloren hatte.

Einsatzkräfte kämpften bundesweit bei Tausenden von Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern, allein in NRW waren laut Landesinnenministerium mehr als 20.000 Feuerwehrleute im Einsatz. In Thüringen wurde das Dorf Mönchsberg durch quer liegende Bäume vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Am Montagnachmittag war es wieder erreichbar. Auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es zu mehreren Hundert Einsätzen wegen des Sturms, während die nördlichen Bundesländer weitestgehend von "Eberhard" verschont blieben.

Nach den heftigen Sturmschäden, die den Bahnverkehr am Sonntag in Nordrhein-Westfalen komplett zum Erliegen brachten, war am Montagnachmittag noch die Strecke zwischen Wuppertal und Solingen gesperrt. "Da räumen wir noch auf", sagte ein Bahnsprecher. ICE-Züge wurden über Düsseldorf umgeleitet. Auf der Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln fielen laut Bahn einzelne Züge aus. Auch auf der Strecke Rosenheim-Kufstein gab es wetterbedingte Einschränkungen.

Auf dem Dach des Kölner Doms löste sich durch den Sturm eine Verankerung. Zur Sicherheit blieb die darunter liegende Domschatzkammer am Montag geschlossen, wie die Dombauhütte mitteilte. Der davor liegende Bereich auf der Domplatte wurde abgesperrt. Kleine lose Steinfragmente seien von der Kathedrale heruntergeweht worden.

Während "Eberhard" wütete, entkamen drei Luchse aus ihrem Gehege in einem Wildpark in Nordhessen. Ein Baum sei umgestürzt und habe den Zaun an einer Stelle komplett niedergedrückt, sagte ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises. Ein Tier sei durch Futter wieder angelockt worden. Der Verbleib der anderen Luchse war zuerst unklar.

Presseblog zu Beeinträchtigungen bei der Deutschen Bahn

Deutscher Wetterdienst

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Kein Arzt, kaum Essen: Baby muss qualvoll sterben

Ein Baby starb kurz nach der Geburt in Hamburg. Um die Eltern des kleinen Mohamed gibt es einen schrecklichen Verdacht. Sie sollen Fürchterliches getan haben.
Kein Arzt, kaum Essen: Baby muss qualvoll sterben

Familien-Eskalation im Freibad! Der Auslöser macht wirklich sprachlos

Einmal mehr ist eine Situation in einem Freibad eskaliert. In Hannover musste die Polizei eingreifen, nachdem zwei Familien in Niedersachsen durchgedreht sind.
Familien-Eskalation im Freibad! Der Auslöser macht wirklich sprachlos

Mutter und Tochter (16) vermisst: Kripo findet bei Hausdurchsuchung eine Spur - ist es Blut?

Die Polizei sucht nach einer spurlos verschwundenen Mutter aus München und ihrer jugendlichen Tochter. Jetzt gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.
Mutter und Tochter (16) vermisst: Kripo findet bei Hausdurchsuchung eine Spur - ist es Blut?

Deutscher Urlauber macht nettes Kompliment - und wird deswegen erstochen! Täter hält sich für „Gott“

Ein 23-Jähriger aus Niederbayern machte in Kroatien Urlaub. Dort wurde er erstochen. Der Grund ist kaum zu glauben.
Deutscher Urlauber macht nettes Kompliment - und wird deswegen erstochen! Täter hält sich für „Gott“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.