HMS Terror: Franklin-Expedition

170 Jahre unter dem Eis: Forscher tauchen zu geheimnisvollem Schiff 

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Ein Taucher vor einem Schiffswrack

Forscher haben ein Schiffswrack entdeckt, welches in der Arktis gesunken und weitgehend erhalten geblieben ist.

Arktis - Unterwasser-Archäologen haben in der Arktis das 170 Jahre alte Schiffswrack der H MS Terror gefunden, das 1895 gesunken ist. Es war Teil der Franklin-Expedition, die seinerzeit zum Scheitern verurteilt war. Die extremen Bedingungen haben das Wrack fast komplett erhalten. Durch hochauflösende Fotos soll nun ein dreidimensionales Modell des Schiff-Innenraums erstellt werden.

HMS Terror: Forscher fotografieren Räume an Bord des Wracks

Foto aus dem Schiffswrack HMS Terror

Viele Details geben dem Schiff ein unheimliches Flair, wie die noch komplett intakt gebliebenen Glasflaschen, die offensichtlich immer noch an ihrem ursprünglichen Ort stehen, oder der verschlossene Schreibtisch des Kapitäns, der sicherlich noch einige Geheimnisse birgt. Durch Auswertung der vielen Details erhoffen sich die Forscher auch Hinweise auf die Gründe, die zum Scheitern der Expedition geführt haben. Was mit der Besatzung vor 170 Jahren geschah, ist unbekannt. Alle 130 Besatzungsmitglieder sind verschollen geblieben.

Franklin-Expedition der HMS Terror

Die Franklin-Expedition war eine Forschungsreise des britischen Polarforschers John Franklin. Zwei Schiffe, darunter auch die HMS Erebus, machten sich damals auf den Weg, um erstmals die Nordwestpassage von Ost nach West zu durchfahren. Die HMS Terror wurde im Jahr 2016 in der Nähe der King-Willams-Insel entdeckt. Das Schicksal aller Reisenden ist bis heute nicht ganz geklärt. Besatzungsmitglieder sollen das Schiff letztendlich aufgegeben haben, als es im Packeis feststeckte. Zu Fuß versuchten sie womöglich über das arktische Eis an Land zu gelangen.

Video: HMS Terror - erste Unterwasseraufnahmen des Schiffwracks

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