Urlauber hängen auf Bali fest

Vulkanologe: Es droht ein großer Agung-Ausbruch

Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt auf Bali derzeit die höchste Alarmstufe. Foto:  Donal Husni
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Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt auf Bali derzeit die höchste Alarmstufe. Foto:  Donal Husni
Warnschilder auf Bali: Der Vulkan Mount Agung steht kurz vor einem Ausbruchs. Foto: Donal Husni
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Warnschilder auf Bali: Der Vulkan Mount Agung steht kurz vor einem Ausbruchs. Foto: Donal Husni
Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Foto: Firdia Lisnawati
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Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Foto: Firdia Lisnawati
Nichts geht mehr: Der internationale Flughafen von Bali ist aus Angst vor einem unmittelbar drohenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung geschlossen. Foto: James Hall
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Nichts geht mehr: Der internationale Flughafen von Bali ist aus Angst vor einem unmittelbar drohenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung geschlossen. Foto: James Hall
Der 3031 Meter hohe Vulkan liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Foto: Donal Husni
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Der 3031 Meter hohe Vulkan liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Foto: Donal Husni
Entrücktes Lächeln: Eine Statue ist neben der riesigen Rauchsäule zu sehen, die über dem balinesischen Vulkan Mount Agung aufsteigt. Foto: Josh Edelson
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Entrücktes Lächeln: Eine Statue ist neben der riesigen Rauchsäule zu sehen, die über dem balinesischen Vulkan Mount Agung aufsteigt. Foto: Josh Edelson
Notunterkunft für Menschen aus den evakuierten Gebieten rund um den Vulkan Mount Agung. Foto: Firdia Lisnawati
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Notunterkunft für Menschen aus den evakuierten Gebieten rund um den Vulkan Mount Agung. Foto: Firdia Lisnawati
Auf dem Weg zur Schule: Balinesische Jugendliche klettern auf einen Pick-up, während der Mount Agung im Hintergrund Rauch und Asche spuckt. Foto: Firdia Lisnawati
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Auf dem Weg zur Schule: Balinesische Jugendliche klettern auf einen Pick-up, während der Mount Agung im Hintergrund Rauch und Asche spuckt. Foto: Firdia Lisnawati

Noch weiß niemand genau, ob der riesige Vulkan Agung auf Bali tatsächlich massiv ausbrechen wird - doch die Anzeichen dafür mehren sich. Tausende Urlauber hängen auf der Insel fest.

Denpasar (dpa) - Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Agung auf Bali wird nach Expertenansicht immer wahrscheinlicher. Die Aktivität des Berges auf der beliebten Ferieninsel habe eine kritische Phase erreicht.

Das sagte I Gede Suantika vom staatlichen indonesischen Zentrum für Vulkanologie und Schutz vor geologischen Gefahren: "Er steuert auf eine größere Eruption zu."

Seit Wochen spuckt der Vulkan Asche und Rauch kilometerhoch in die Luft. Tausende Urlauber hängen auf Bali fest, der internationale Flughafen bleibt vorerst geschlossen. Die indonesischen Behörden verlängerten das Flugverbot am Dienstag um einen weiteren Tag, wie ein Sprecher des Flughafens nahe der Insel-Hauptstadt Denpasar mitteilte. Insgesamt seien etwa 60 000 Flugpassagiere betroffen, darunter auch viele Deutsche.

Befürchtet wird, dass Vulkanasche die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen könnte. Zudem trieb der Wind Asche auf die Start- und Landebahn des Flughafens. Mehr als 400 Flüge wurden gestrichen.

Aktuell halten sich nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) mehr als 5500 deutsche Touristen auf Bali auf. Viele hätten längere Aufenthalte gebucht, so dass sie nicht sofort weg müssen. Der Flughafen auf der Nachbarinsel Lombok wurde inzwischen wieder geöffnet.

Die Behörden hatten bereits am Montag etwa 100 000 Menschen aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Anwohner von zwei Dutzend Dörfern rund um den etwa 3000 Meter hohen Berg im Osten der Insel wurden aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen. Allerdings harren immer noch Zehntausende in der Umgebung aus. Viele fürchten, dass es zu Plünderungen kommt und Vieh gestohlen wird.

Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt seit Montag die höchste Alarmstufe Rot. Das Gebiet wurde im Umkreis von zehn Kilometern zur Sperrzone erklärt. Über dem Vulkan stand eine gewaltige Rauchwolke von mehr als drei Kilometern Höhe. Immer wieder waren kleinere Eruptionen zu hören. Ob der befürchtete gewaltige Ausbruch tatsächlich kommen wird, können auch die Experten nicht endgültig abschätzen.

Schon Mitte September hatten viele Anzeichen auf eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption hingedeutet. Mehr als 130 000 Menschen flohen damals aus ihren Dörfern im näheren Umkreis des Vulkans. Knapp 25 000 leben bis heute in Notunterkünften. Der Vulkan war zuletzt in den Jahren 1963 und 1964 ausgebrochen. Damals kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben.

Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

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