Stadt hat entschieden

Wegen Corona: Absage von weltberühmtem Christkindlesmarkt in Nürnberg - nächste Hiobsbotschaft folgt prompt

Der Christkindlmarkt in Nürnberg wurde abgesagt.
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Der Christkindlmarkt in Nürnberg wurde abgesagt.

Wegen rasant steigender Corona-Zahlen wurde für den Landkreis Rottal-Inn ein „Lockdown“ verhängt. Kurz danach verkündet Nürnberg die nächste Hiobsbotschaft: Der Christkindlmarkt ist abgesagt.

  • Die Neu-Infektionen mit dem Coronavirus steigen weiter rasant an.
  • Im bayerischen Landkreis Rottal-Inn wurden jetzt drastische Maßnahmen verhängt.
  • Die Stadt Nürnberg teilte nun die Absage des weltberühmten Christkindlesmarkt mit.

Update vom 26. Oktober, 18.40 Uhr: Nachdem die Stadt Nürnberg die Absage für ihren weltberühmten Christkindlesmarkt offiziell verkündet hat, zieht nun die nächste große Kreisstadt Bayerns nach. Auch Augsburg, wo die derzeitige 7-Tage-Inzidenz mit über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sowieso derzeit so hoch liegt, dass bereits über einen zweiten Lockdown spekuliert wurde, hat nun den Christkindlesmarkt abgesagt.

Absage des Christkindelsmarkt: Nach Nürnberg zieht nun Augsburg nach

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber erklärte, dass die Stadt keine Wahl habe. „In einer solchen Situation ist es auch mit einem detaillierten Hygienekonzept nicht zu verantworten, mit Veranstaltungen von der Größe eines Christkindlesmarktes gezielt Menschen in die Stadt zu locken“, sagte die CSU-Politikerin. „Da geht die Gesundheit der Bevölkerung in jedem Fall vor.“

Mit aktuell 205,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen liegt Augsburg bayernweit mit am deutlichsten im „dunkelroten“ Bereich, den Ministerpräsident Söder (CSU) vergangene Woche definiert hatte. So muss die Gastronomie derzeit bereits um 21 Uhr wieder schließen. Ein Wirt, der bereits im Frühjahr eine Klage gegen die Corona-Maßnahmen eingereicht hatte, hat nun erneut einen Anwalt zu Rate gezogen, um gegen die Sperrstunde vorzugehen.

Erstmeldung vom 26. Oktober, 16.00 Uhr

Nürnberg - Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg* fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. „Uns fällt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner großen Tradition gehört zu Nürnberg“, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU).

Corona in Nürnberg: Christkindlmarkt wegen Fallzahlen abgesagt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bewegt sich wie im Rest Bayerns auch in Nürnberg in Richtung des Schwellenwerts von 100 und mehr Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Zurzeit liegt dieser nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums bei 76,01. „Es ist davon auszugehen, dass die Schwelle noch in nächster Zeit über 100 steigt und die Corona-Ampel des Ministeriums auf dunkelrot umspringt“, sagte König.

Corona in Bayern: Weltberühmter Christkindlmarkt in Nürnberg abgesagt

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, den traditionellen Christkindlesmarkt dezentraler und mit einem strengen Hygiene-Konzept stattfinden zu lassen. Doch angesichts der steigenden Zahlen halte die Stadt dieses nun für ein falsches Signal, sagte König.

Zusammen mit dem Dresdner Striezelmarkt ist der Nürnberger Christkindlesmarkt einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Diesen eröffnet traditionell das Christkind mit dem Prolog, dem meist Tausende Besucher auf dem Hauptmarkt lauschen. Welche Rolle das Nürnberger Christkind in diesem Jahr dennoch spielen könne, überlege die Stadt noch, hieß es.

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In zwei bayerischen Kreisen gilt ein faktischer Corona-Lockdown. Nun berät sich das Kabinett. Anschließend informiert Markus Söder bei einer Pressekonferenz.

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