Windgeschwindigkeit bis 133 km/h

Baum kippt auf Linienbus, Züge fallen aus: Orkan wütet noch tagelang über Deutschland - dann kommt Sturm „Luis“

Orkan „Klaus“ fegt über Deutschland. Teils hat er bereits schwere Schäden hinterlassen. Mehrere Tage wird er das Wetter in Deutschland noch bestimmen.

München - Es herrscht ein rauer Wind in Deutschland*. Orkan „Klaus“ hat den Süden und vor allem den Norden getroffen. Die Wind-Spitzengeschwindigkeiten* maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) tagsüber am Donnerstag.

133 Stundenkilometer auf dem Wurmberg im Harz, 126 km/h auf Borkum. Sturm „Klaus“ war gewaltig über fast ganz Niedersachen gerollt. Mit Folgen für den Zugverkehr. Das Wetter* sorgte für gesperrte Strecken und damit für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen. Im Fernverkehr stand die Verbindung zwischen Norddeich Mole bis Dresden still. Ein umgestürzter Baum stoppte den Regionalzug zwischen Bremen-Burg und Bremen-Vegesack und die Verbindung noch jetzt. Alle Fahrgäste blieben beim Vorfall glücklicherweise unverletzt.

Orkan „Klaus“: Sturm richtet große Schäden in Deutschland an - LKW und Bäume stürzen um

Großes Glück hatte ein Busfahrer im Landkreis Osnabrück. Der Orkan hatte einen Baum umgerissen und ihn auf den Linienbus gestürzt. Zu diesem Zeitpunkt war das Fahrzeug unbesetzt. Der Fahrer hatte gerade eine kleine Pause gemacht, erfuhr der NDR von der örtlichen Polizei.

Berichte über verletzte Personen, das ist die positive Nachricht zu Orkan „Klaus“, blieben bislang gänzlich aus. Etwas unangenehm wurde es in den Bremer Stadtteilen Blumenthal und Vegesack. Laut Anbieter „Wesernetz“ hatte ein Baum die Oberleitung niedergerissen. Die Menschen in Bremen-Nord waren teils bis zum Morgen ohne Strom.

Sogar LKW hielten den Winden teils nicht stand. Bei Hannover wurde ein Laster vom Sturm umgekippt und seitlich in einen Baum geworfen. In Cuxhaven erwischte es sogar ein ganzes LKW-Gespann.

Wetter in Deutschland: Orkan „Klaus“ wütet noch bis Wochenende - dann bläst Tief „Luis“

Am Donnerstagabend hatte sich der Orkan etwas beruhigt. Doch der DWD warnt weiterhin. Bis Sonntag wird Orkan „Klaus“ wohl noch über Deutschland fegen. Aktuell gilt für Süddeutschland und Westdeutschland die amtliche Warnung der Stufe 2. Kleine Gebiete zwischen Erfurt und Dresden sind auch betroffen.

Wenn sich „Klaus“ zu Wochenende dann legt, kehrt in Deutschland dennoch keine Ruhe ein. Am 13. März soll Sturmtief „Luis“ auf die Bundesrepublik treffen. Meteorlogen der deutschen Unwetterzentrale beschreiben es als sogenanntes Wellentief. Sie rechnen also damit, dass „Luis“ Deutschland kurz aber heftig treffen wird. Selten dauert die Unwetterlage in diesem Fall länger als sechs Stunden an. Orkanböen* von über 120 Stundenkilometer kann das Tief in dieser kurzen Zeit erreichen. Dabei begrenzt sich das Sturmfeld wohl auf Mitteldeutschland. Norddeutschland und Oberbayern bleiben von „Luis“ wahrscheinlich weitestgehend verschont. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg

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