Tief „Benjamin“ zieht über Deutschland

Wetter in Deutschland spielt verrückt: Nächster Landkreis ruft Katastrophenfall aus

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Auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat nun den Katastrophenfall ausgerufen

Der heftige Wintereinbruch hat vor allem Süddeutschland fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken Schneefällen in Südbayern. Im Norden hat eine Sturmflut den Hamburger Fischmarkt teilweise überspült.

  • 2018 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 
  • Deutschland wird im Januar und Februar jedoch möglicherweise von einem Jahrhundert-Winter überrascht.
  • Bayern versinkt am aktuell im Schnee und Matsch.
  • Ein Landkreis rief am Montag den Katastrophenfall aus.
  • Am Donnerstag haben auch die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein und Bad Tölz-Wolfratshausen den Katastrophenfall ausgerufen

Wetter-Chaos in Deutschland: Warnstufe rot! Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen und extremen Schneefall - alle News zum Wetter in Deutschland finden Sie in unserem neuen Ticker 

Das waren die News vom 

08.13 Uhr: Nach vielen wetterbedingten Verkehrsbehinderungen im Raum Erzgebirge (Sachsen) in den vergangenen Tagen hat sich die Lage auf den Straßen entspannt. Nach wie vor seien zwar viele Straßen gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei Chemnitz am Freitagmorgen. Es habe aber deutlich weniger Unfälle in der Region gegeben. Auch im Raum Zwickau sagte ein Sprecher, es sei in der Nacht relativ ruhig geblieben. Die wenigen Unfälle auf schneebedeckten Straßen hätten nur Blechschäden zur Folge gehabt.

07.10 Uhr: Wegen der starken Schneefälle hat nach Miesbach, dem Berchtesgadener Land und Traunstein nun auch Bad Tölz-Wolfratshausen als vierter Landkreis in Bayern den Katastrophenfall ausgelöst. Zur Not könne die Katastrophenschutzbehörde nocheinmal zusätzliche Hilfe der Bundeswehr anfordern, wie Landrat Josef Niedermaier erklärt.

Sturmflut im Norden: Teile des Hamburger Fischmarkts überspült

Update vom 8. Januar, 18.23 Uhr: Das Sturmtief „Benjamin“ wütet über den deutschen Küsten. Gegen Mittag erreichte eine Sturmflut die Hochseeinsel Helgoland. Manche Fährverbindung zu anderen Inseln wurden eingestellt.

Update vom 8. Januar, 18.12 Uhr: Sturmtief „Benjamin“ ist am Dienstag zum Teil mit Orkanböen über Norddeutschland gefegt. Größere Schäden blieben bis zum frühen Abend aber aus. In Hamburg wurden Teile des Fischmarkts überspült. In Travemünde drückte der Wind eine Fähre gegen den Anleger. Das Schiff wurde am Rumpf durchlöchert. Ansonsten kippten vereinzelt Bäume um. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Hamburg erlebte am Dienstag die erste Sturmflut des Jahres. Die Elbe überflutete am späten Nachmittag Teile des St.-Pauli-Fischmarkts. Kurz nach 17.00 Uhr lag der Pegelstand nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei 1,88 Meter über dem mittleren Hochwasser.

Auch interessant: Zug bleibt im Schnee stecken - Bahnstrecke auf Brocken blockiert

Wetter in Deutschland: Schneechaos im Süden hält weiter an

Update vom 8. Januar, 13.29 Uhr: Schnee, Schnee und nochmal Schnee - in Bayern hat ein Skigebiet nun die Notbremse gezogen und seinen Betrieb komplett eingestellt, wie Merkur.de* berichtet.

Vor der Gefahr einer Sturmflut an der deutschen Nord- und Ostseeküstewarnt warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Sturmtief „Benjamin“ wirbelt auch den Flugplan am Airport Schiphol (Amsterdam) durcheinander. Die Fluggesellschaft KLM hat vorsorglich etwa 160 Flüge gestrichen.

Norden droht Sturmflut, Süden massig Neuschnee

Update vom 8. Januar, 8.59 Uhr: Das Wetter-Chaos geht weiter. Weite Teile Österreichs und der Süden Deutschlands versinken in den Schneemassen. Bisher sind in den Alpen binnen sechs Tagen zwei bis drei Meter Neuschnee gefallen, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net berichtet. Ein Ende ist ihm zufolge nicht in Sicht: Nach einer kurzen Atempause am Dienstag wird es in Österreich und im Süden Bayerns vor allem ab Mittwoch wieder die ganze Woche weiter schneien. Zu den gefallenen Mengen werden noch einmal ein bis zwei Meter Neuschnee erwartet.

Auch im Schwarzwald, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald ist mit Schneefällen zu rechnen. In Sachsen soll es laut DWD von Dienstagmittag an auch im Tiefland schneien. Innerhalb von 48 Stunden könne es in höheren Lagen 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee geben. 

Sturmflut im Norden Deutschlands erwartet

Dazu kommt Sturmtief „Benjamin“, dass Deutschland überquert. Teile der deutschen Nordseeküste und Hamburg müssen am Dienstag sogar mit einer Sturmflut rechnen, wie auch nordbuzz.de* berichtet. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab eine entsprechende Warnung heraus. 

Wetter in Deutschland: Hessischer Skiclub steckt im Schneechaos fest - Busreise wird zur 52-Stunden-Tortur

Update vom 7. Januar, 19.10 Uhr: Am frühen Samstagmorgen startete die Gruppe des Skiclubs Helsa in Nordhessen gut gelaunt in den Winterurlaub – da ahnte noch niemand, dass es 52 Stunden dauern würde, bis sie an ihrem Zielort, dem rund 700 Kilometer entfernten Grubhof im österreichischen Saalbach-Hinterglemm, ankommen würden. Eine Strecke, die ein Reisebus normalerweise in etwas über acht Stunden zurücklegt. Für die Teilnehmer - 51 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern - war die Reise eine Tortur. Wegen heftiger Schneefälle waren die Stra0en im Skigebiet über Stunden gesperrt - die Gruppe saß fest! Mehr dazu lesen Sie hier auf hna.de*.

Schnee-Chaos im Süden Deutschlands - höchste Lawinengefahr in Tirol

Update vom 7. Januar, 15.32 Uhr: Der Landkreis Miesbach im südlichen Oberbayern hat am Montag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Schulen bleiben dort bis einschließlich Freitag geschlossen. Die Schneefälle lassen zwar aktuell nach, doch das nächste Unwetter steht schon bevor. Und die tödliche Gefahr durch den vielen und schweren Schnee treibt den Behörden aktuell Schweißperlen auf die Stirn. Was genau dahintersteckt und alle aktuellen News zum Katastrophenfall wegen des Schneechaos‘ im Landkreis Miesbach lesen Sie in einem Live-Ticker auf Merkur.de*.

Update vom 7. Januar, 13.25 Uhr: Steigende Lawinengefahr und gefährliche Schneeverwehungen: Zu weiterem Neuschnee in den Bergregionen kommt ab diesem Dienstag starker Wind hinzu, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagt. Auch Orkanböen seien auf Gipfeln möglich. Zunächst schneit es ab diesem Montagabend oberhalb von 500 bis 800 Metern weiter, besonders kräftig in Teilen von Schwarzwald, Erzgebirge, Bayerischem Wald und in den Alpen. Der DWD warnte wegen der Sturmböen vor teilweise erheblichen Schneeverwehungen, die auch den Verkehr auf Straßen und Schienen treffen könnten.

Angesichts neuer möglicher Schneefälle bereitet sich in Österreich das Bundesland Tirol auf die höchste Lawinenwarnstufe vor. Das Land habe unterschiedliche Szenarien im Blick und treffe entsprechende Vorsorge, meinte Tirols Ministerpräsident Günther Platter am Montag. So seien mehrere Hubschrauber in Bereitschaft. Das gelte auch für spezielle Einsatzgruppen der Alpin-Soldaten, die auf die Suche von Verschütteten spezialisiert seien.

Wetter-Ticker: Schnee-Chaos im Süden Deutschlands - kein Ende in Sicht

Wetter-Update vom 7. Januar 2019, 8.27 Uhr: Nach zwei Tagen Dauerschneefall in Bayern, ist auch zu Beginn der neuen Woche kein Aufatmen in Sicht. Obwohl der Schneefall in der Nacht zum Montag abflaute, kommt es weiterhin zu Zugausfällen, Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. In den Alpen herrscht weiterhin zweithöchste Lawinenwarnstufe.

Über die aktuelle Wetterlage berichtet Merkur.de*.

Und spätestens in der Nacht zum Mittwoch werden laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes bereits die nächsten kräftigen Schneefälle erwartet. Außerdem ist für Autofahrer durch Schneematsch, gefrierende Nässe und Glätte besondere Vorsicht geboten. 

Auch in Baden-Württemberg rechnet der DWD vor allem im Schwarzwald mit Neuschnee. Außerdem könne es aufgrund von Schneeverwehungen, Frost und Glatteis zu gefährlichen Straßenverhältnissen kommen.

Lediglich bayerische Schüler werden sich freuen: In mehreren Landkreisen fällt an vielen Schulen der Unterricht aus.

Schneemann sorgt für Polizeieinsatz in Oberfranken

Wetter-Update vom 6. Januar 2019, 14.55 Uhr: Eine kuriose Meldung aus Bayern, die Sie lesen sollten: Ein befremdlicher Schneemann beunruhigt die Menschen im oberfränkischen Thiersheim und stellt die Polizei vor ein Rätsel. Lesen Sie die ganze Geschichte auf Merkur.de*. 

Wetter-Update vom 6. Januar 2019, 13.16 Uhr: Urlauber und Einheimische hatten auch am Sonntag in Österreich mit den Schneemassen zu kämpfen. Lesen Sie in einem separaten Artikel die Details über das Wetter-Chaos im Nachbarland.

Wetter in Deutschland: Zweithöchste Lawinen-Warnstufe im Alpenraum

Wetter-Update vom 6. Januar 2019, 11.16 Uhr: Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage herrscht inzwischen im gesamten deutschen Alpenraum die zweithöchste Lawinen-Warnstufe vier. Dies teilte der Lawinen-Warndienst Bayern am Sonntag in München mit. Das bedeutet, dass sich große Lawinen auch durch ihr Eigengewicht und damit ohne menschliche Einwirkung auslösen können. Hauptgrund für die große Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen ist demnach „die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke“. Die Lawinen könnten große Ausmaße erreichen, hieß es.

Heftige Schneefälle in Südbayern

Wetter-Update vom 6. Januar 2019, 9 Uhr: Die heftigen Schneefälle im Süden Bayerns gehen weiter. Bis Montag sollen am Rande der Alpen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee dazu kommen, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntagmorgen mitteilte. Das könne zu großen Problemen auf der Straße und den Schienen führen. Die Lawinengefahr bleibt in den betroffenen Gebieten hoch. Am Münchner Flughafen sollten die Flüge am Vormittag trotz des winterlichen Wetters wie geplant starten.

Am Samstag noch waren die Räumdienste beschäftigt, die Start- und Landebahnen des Airports von den Schneemassen zu befreien. Neben 130 Annullierungen kam es auch zu Verspätungen. Rund 220 Flüge hoben erst mit einer Verzögerung von einer Stunde oder mehr ab.

Durch das Wetter kam es auch zu tödlichen Unglücken: Im Berchtesgadener Land starb eine Frau bei einem Lawinenunfall*. Die 20-Jährige war am Samstag am Teisenberg mit einer Tourengehergruppe unterwegs, als sie verschüttet wurde, wie die Polizei mitteilte. Bei Bad Tölz in Oberbayern starb ein 19-Jähriger* nach dem Zusammenstoß zweier Autos auf schneeglatter Straße. Vier weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt - zwei davon schwer.

Auch in Österreich sorgte der Wintereinbruch für Probleme. Straßen waren gesperrt, Autos standen im Stau, Lawinen gingen ab, wie der ORF berichtete. In Bischofshofen wurde die Qualifikation zum letzten Skispringen der Vierschanzentournee wegen heftigen Schneefalls abgesagt. Lesen Sie auf tz.de*, wo und wann Sie das Springen im TV und Luve-Stream sehen

Wetter in Deutschland: Straßensperrungen und Flugausfälle durch Wintereinbruch

Wetter-Update vom 5. Januar 2019, 14 Uhr: Der starke Schneefall in den Alpen hat in Österreich zu Straßensperren und Flugausfällen geführt. Westlich von Wien war am Samstag zeitweise eine wichtige Autobahnverbindung blockiert, nachdem zahlreiche Lastwagen auf der Strecke liegen geblieben waren. In Bergregionen mussten einige Straßen wegen Lawinengefahr gesperrt werden. 

Darunter war auch das Sölktal in der Steiermark, wo 600 Bewohner und Touristen festsaßen. Das Schlechtwetter fiel ausgerechnet auf das Rückreise-Wochenende, an dem viele deutsche Urlauber aus Tiroler und Salzburger Skigebieten heimkehrten.

In weiten Teilen der österreichischen Alpen herrschte großes Lawinenrisiko - meist Stufe 4 auf der bis 5 reichenden Gefahrenskala. Der Lawinenwarndienst im Bundesland Salzburg warnte eindringlich vor Skifahren abseits gesichterter Pisten: „Teils enorme Einsinktiefen, null Sicht und hohe Lawinenaktivität“, hieß es auf seiner Website.

Der Schneefall werde noch bis zur Nacht auf Montag anhalten, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Der Flughafen in Innsbruck sprach bereits am Samstag von „massiven Einschränkungen im Flugverkehr“. Zahlreiche Verbindungen wurden umgeleitet, gestrichen oder waren als verspätet gemeldet.

Und so geht es mit dem Wetter in Deutschland weiter:

Im Süden Deutschlands wird es immer weißer. Südlich der Donau und in Teilen Sachsens sollen sich bis zum Montag die Schneefälle fortsetzen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag mit. Dadurch kämen erhebliche Neuschneemassen zusammen, vor allem in den Alpen, im angrenzenden Alpenvorland sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge im Süden und Südosten. Im Rest des Landes wird der Sonntag meist trüb und regnerisch bei milden 3 bis 9 Grad.

Am Montag lasse die Intensität der Niederschläge allgemein nach. Im Norden und Westen bleibt es gebietsweise sogar trocken und vereinzelt scheint die Sonne. Die Temperaturen bleiben aber auf ähnlichem Niveau wie am Vortag. Ab Montagabend werden wieder dicke Wolken und Niederschläge erwartet. Die Woche geht laut der Vorhersage stürmisch weiter. Das Wetter erinnere in vielen Regionen eher an den Herbst als an den Winter, sagte ein DWD-Sprecher.

Wetter-Update vom 5. Januar 2019: Die schlimmsten Befürchtungen für Bayern haben sich bestätigt. Der Verkehr kommt im Süden Deutschlands teilweise komplett zum Erliegen. Eine Zugstrecke wurde bereits gesperrt und SEV ist auch nicht möglich, weil wegen der schneeglatten Straßen keine Busse eingesetzt werden können.

Auch am Flughafen München kommt es aufgrund des Schnees zu Ausfällen und Verspätungen.

Ebenso sind die Autobahnen in Südbayern überlastet. Am Samstagnachmittag wird noch dazu viel Verkehr durch Rückreisende vom Winterurlaub in Österreich erwartet. Die Weihnachtsferien enden am Sonntag.

Alle Details zum Schnee-Chaos in Bayern lesen Sie immer aktuell im Wetter-Ticker von Merkur.de*.

Südbayern versinkt im Schnee

Vor allem in Südbayern gibt es heftige Schneefälle. Foto: Tobias Hase
Vor allem in Südbayern gibt es heftige Schneefälle. Foto: Tobias Hase © Tobias Hase
Ein Geländewagen mit Schneepflug räumt eine verschneite Straße in Berchtesgaden. Foto: Tobias Hase
Ein Geländewagen mit Schneepflug räumt eine verschneite Straße in Berchtesgaden. Foto: Tobias Hase © Tobias Hase
Ein Schneepflug im Einsatz. In Bayern haben starke Schneefälle eingesetzt. Foto: Lino Mirgeler
Ein Schneepflug im Einsatz. In Bayern haben starke Schneefälle eingesetzt. Foto: Lino Mirgeler © Lino Mirgeler
Ein Auto auf einer verschneiten Landstraße bei Hohenlinden in Bayern. Foto: Lino Mirgeler
Ein Auto auf einer verschneiten Landstraße bei Hohenlinden in Bayern. Foto: Lino Mirgeler © Lino Mirgeler
Verschneite Fahrräder auf einer Brücke in München. Foto: Matthias Balk
Verschneite Fahrräder auf einer Brücke in München. Foto: Matthias Balk © Matthias Balk
Autos fahren über die verschneite Autobahn 8 bei Sauerlach. Foto: Matthias Balk
Autos fahren über die verschneite Autobahn 8 bei Sauerlach. Foto: Matthias Balk © Matthias Balk

Indes gibt es seitens der Experten keine Entwarnung. Die amtliche Unwetterwarnung für Südbayern soll noch bis Montag bestehen bleiben. Bis dahin schneit und schneit und schneit es weiter.

Wetter-Update vom 4. Januar 2019: In Bayern könnte die Lage zum Freitagabend hin besonders prekär werden. Die Bahn warnt jetzt schon vor Ausfällen und der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für Südbayern herausgegeben.

Wetter-Update vom 4. Januar 2019: Der „richtige“ Winter hat lange auf sich warten lassen, aber zumindest in den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen kann an diesem Wochenende mit weißer Schneepracht gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete dort bis Montag zumindest in den Höhenlagen ordentlich Schneefall. Die Schneefallgrenze liege bei etwa 700 bis 1000 Metern, so ein Sprecher am Freitag. Bis Montag erwarten die Meteorologen im Alpenvorland zwischen zehn und 30 Zentimeter Neuschnee. Weiße Pracht, wenn auch mit einer dünneren Schneedecke, dürfte auch in den Hochlagen von Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Bayerischem Wald und Erzgebirge zu sehen sein. Der Nachteil: Von der Nacht zu Samstag an dürfte der Schnee zu massiven Behinderungen auf Straßen und Schienen führen. Zudem sei der recht nasse Schnee in Kombination mit teilweise stark böigem Wind eine Gefahr für Bäume, aber auch für Ober- und Stromleitungen. Unter der massiven Schneelast können sie im schlimmsten Fall sogar zusammenbrechen, warnte der DWD-Experte Sebastian Schappert.

In der Norddeutschen Tiefebene dagegen bleibt es frostfrei - an der Nordsee können die Temperaturen sogar bis acht Grad betragen. In höheren Berglagen dagegen herrscht leichter Frost.

Wetter-Update vom 3. Januar 2019: In weiten Teilen Deutschlands hat der Winter Einzug gehalten. Für nahezu alle Regionen gilt erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr aufgrund akuter Glättegefahr. Am Donnerstag bleibt es wechselnd bewölkt, gelegentlich kann es Schneeschauer geben, die im Westen in Schneeregen oder Regen übergehen, wie der Deutsche Wetterdienst meldet. Etwas freundlicher wird es nur in einem Streifen von Schleswig-Holstein bis zum Harz. In den Bergen sowie im Alpenvorland hält sich leichter Dauerfrost. Sonst liegen die Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad, an der Nordsee bis 7 Grad. In der Nacht zum Freitag fällt im Süden und Südosten Deutschlands noch etwas Schnee, an den Alpen kann es länger anhaltend schneien. Im übrigen Deutschland bleibt es meist bewölkt und bis auf etwas Nieselregen im Nordwesten überwiegend trocken. In den kommenden Tagen soll es dann jedoch Schritt für Schritt wieder wärmer werden. „Es gibt einen leichten Temperaturanstieg“, sagte der DWD-Meteorologe.

Wetter-Update vom 2. Januar 2019: Es wird kalt in den nächsten Tagen, in einigen Regionen gibt es Dauerfrost. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, überquert die Kaltfront eines allmählich zum Baltikum ziehenden Sturmtiefs aktuell die Alpen. Dahinter gelangen schubweise kältere Luftmassen aus polaren Breiten nach Deutschland. Auch Schnee wird zum Thema, denn es schneit zum Teil bis ins Flachland runter. Der Südosten von Deutschland bekommt sogar jede Menge weiße Flocken ab. Im Norden liegen die Höchstwerte am Mittwoch und Donnerstag meist zwischen 1 und 7 Grad, in Süddeutschland herrscht örtlich Dauerfrost. Nachts rutschen die Temperaturen dann langsam aber sicher häufiger in den Frostbereich. Zum Wochenende allerdings sollen die Temperaturen dann wieder nach oben steigen, wie der Deutsche Wetterdienst meldet. 

Video: 2019 beginnt mit Warnung vor Sturm und Glätte

Wetter-Update vom 31.12.: 2019 startet mit Regen und Sturm

Das neue Jahr beginnt in Deutschland mit ungemütlichem Wetter. Es wird kalt, stürmisch und vielerorts regnet es, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag berichtete. Gerade am Neujahrstag soll es in weiten Teilen des Landes wechselhaft und ausgesprochen windig sein. Auch der Trend fürs erste Wochenende 2019 sei „eher grau“, sagte ein DWD-Meteorologe.

Am Dienstag fällt Regen vor allem im Norden und Süden. Nur in den Alpen und in der Nordhälfte lockert die Wolkendecke etwas auf, sobald sich der Regen verzogen hat. Es wird nach Angaben des DWD 4 bis 9 Grad warm. Verbreitet ist mit starken, im Norden stürmischen Böen aus dem Westen zu rechnen. Die Experten warnen vor Glätte in der Nacht.

Nach Regen und Sturm kann sich die Sonne zeigen

Tags darauf wird es etwas heiterer. In der Republik zeigt sich die Sonne vielerorts ausnahmsweise etwas länger, der Regen bleibt aus. In der Mitte und im Süden fällt am Morgen etwas Schnee, doch ziehen sich die Wolken im Laufe des Tages an die Alpen zurück.

Gradzahlen unter dem Gefrierpunkt sind am Mittwoch nicht zu erwarten, es soll 1 bis 5 Grad warm werden. Der Wind lässt im Vergleich zum Dienstag nach und weht meist mäßig bis frisch - nur in der Osthälfte soll es noch starke Böen geben, an der See ist es weiter stürmisch.

Am Donnerstag ist es wechselnd bis stark bewölkt und vor allem in der Mitte und im Süden kommen gelegentlich Schneeschauer von oben. In Westdeutschland soll es regnen. Die Sonne bricht am ehesten nördlich der Mittelgebirgsschwelle durch die Wolken. Frostig wird es im Süden des Landes und im Bergland, dort kann es laut DWD bis zu -4 Grad kalt werden. Sonst sind die Höchsttemperaturen dieselben wie am Vortag.

Wetter-Update vom 29.12., 15.50 Uhr: Das neue Jahr bringt Schmuddelwetter

Das Trockenjahr 2018 endetwolkenreich und regnerisch - Silvesterraketen könnten im Nebel verschwinden. Am Sonntag wird es überwiegend stark bewölkt und trüb mit gebietsweise Nieselregen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Samstag mitteilte. Schnee fällt nur in den Lagen oberhalb von 600 bis 800 Metern. Die besten Chancen auf Sonnenschein gibt es im Norden. Die Höchsttemperaturen liegen laut DWD deutschlandweit zwischen ein und neun Grad.

Auch am Montag, und damit womöglich auch am Silvesterabend, gibt es dichte Wolken und wenig Sonne. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen drei und zehn Grad. In der Silvesternacht kann es örtlich Nieselregen geben. „Raketen verschwinden wahrscheinlich relativ schnell in der weiterhin tiefhängenden, dichten Wolkendecke oder im Nebel“, sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser.

Auflockerungen gebe es am wahrscheinlichsten im Südwesten. Im Norden werde es zwar nicht neblig, aber windig. Der Luftmassenaustausch könne dazu beitragen, die örtliche Feinstaubbelastung durch Silvesterraketen zu verringern, ergänzte Leyser. Im Süden und der Mitte Deutschlands werde es nur wenig Wind geben. Und auch Ballungszentren und Großstädte seien von der Feinstaubbelastung an Silvester besonders betroffen.

Auch das neue Jahr startet laut DWD „schmuddelig“. Eine Kaltfront bringe schauerartige Regenfälle und vor allem im Norden und Osten frische, teils stürmische Windböen.

Wetter-Update vom 29.12., 9.30 Uhr: Hunderte Flugausfälle wegen Winterwetters in den USA

Ein Blick über den Atlantik: Wegen heftigen Winterwetters sind in den USA mitten in den Weihnachtsferien hunderte Flüge ausgefallen. Nach Angaben der Internetseite FlightAware wurden am Donnerstag und Freitag mindestens 1250 Verbindungen abgesagt. Mehr als 9000 Flüge hatten zudem Verspätung. Durch Sturm und Eis kamen im Süden der USA zwei Menschen ums Leben.

Nach mehr als 800 Flugstreichungen und gut 6500 Verspätungen am Donnerstag fielen am Freitag erneut mehr als 450 Flüge aus, 2900 weitere waren verspätet. Besonders betroffen war der internationale Flughafen Dallas/Fort Worth im US-Bundesstaat Texas.

Wetter-Update vom 28.12.18; 15.30 Uhr - So wird das Wetter an Silvester

Mittlerweile scheint festzustehen: Mit einer Mischung aus Regen, Schnee und Wind verabschiedet sich das Jahr 2018 in Deutschland. Am Samstag sorge ein Tief im Norden für Regen, am Sonntag bekomme auch der Osten und Süden Regen und Schnee ab, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Nur südlich der Donau und in Hochlagen des Schwarzwalds könne sich die Sonne für längere Zeit zeigen. Vor allem an der Küste blase einem der starke bis stürmische Wind den Regen ins Gesicht.

Schnee und Schneeregen gibt es laut Prognose in den östlichen Mittelgebirgen und im Osten Bayerns. Insbesondere in höheren Lagen des Erzgebirges könne es einiges an Neuschnee geben, auch vom Fichtelgebirge bis zum Bayerischen Wald seien ein paar Zentimeter zu erwarten. Am Sonntag ziehen die Niederschläge ab, an den Alpen kann es jedoch noch bis in den Nachmittag hinein schneien. In den übrigen Landesteilen ist es meist trocken und mit 3 bis 9 Grad recht mild.

An Silvester beruhigt sich das Wetter. Der Wind nehme ab, es bleibe bewölkt. Nur mit etwas Glück kann es kurze Auflockerungen geben, am ehesten im Südwesten. Daran ändert sich laut DWD auch in der Silvesternacht wenig.

Milde Temperaturen an Weihnachten

Auf klassische weiße Weihnachten musste der Großteil Deutschlands auch in diesem Jahr verzichten. Mit wahrlich milden Temperaturen neigt sich das Jahr dem Ende zu. Auch wenn vereinzelte Regionen mit leichtem Hochwasser zu kämpfen hatten, war 2018 insgesamt das wärmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen. Mit außergewöhnlichen Wetterphänomenen wie Tornados, Sturzfluten oder extremen Hagel, hatte Deutschland vor allem im Mai und Juni zu kämpfen. 

Lesen Sie hier  alle Infos zum Wetter in Bayern im Wetter-Ticker von merkur.de*

So wird das Wetter im Januar: Erwartet Deutschland ein Temperatursturz?

Doch obwohl der Dezember mit rund drei Grad durchschnittlich zu warm ausgefallen ist, könnte schon bald ein heftiger Temperatursturz folgen, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt. Obwohl sich ein Temperatursturz für die erste Januarwoche andeutet, gibt es dafür jedoch keine Garantie. „Es ist ein erster grober Trend. Ob der Temperatursturz aber wirklich auch kommt, ist heute noch total unsicher“, so Jung. 

Jung weiter: „Die nächsten Tage dümpelt die Wetterlage einfach nur so vor sich hin. Spannendes ist beim Wetter nicht zu erwarten“, so der Diplom-Meteorologe. Der Winter könnte jedoch noch richtig an Fahrt aufnehmen. Ein außergewöhnliches Wetterphänomen könnte im Januar und Februar einen Jahrhundert-Winter nach Deutschland bringen. 

*nordbuzz.dehna.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa/sl

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