Meteorologisch überhaupt möglich?

Eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen: Unfassbarer Hitze-Wert in den USA erreicht

Im US-amerikanischen Death Valley (Kalifornien) wurde ein rekordverdächtiger Hitzewert erreicht. Wenn der Wert bestätigt wird, wäre das eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen.

  • Das Death Valley im US-Bundesstaat Kalifornien ist für seine unglaubliche Hitze bekannt.
  • Nun wurden neue, rekordverdächtiger Temperaturen gemessen.
  • Die Werte wären eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen.

Update vom 18. August 2020, 15.28 Uhr: Nun muss die im Death Valley gemessene Temperatur von 54,4 Grad Celsius von der World Meteorological Organization (WMO) bestätigt werden. Falls der Rekordwert verifiziert wird, würde es sich um die höchste weltweit gemessene und bestätigte Temperatur seit 1931 handeln.

Eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen: Unfassbarer Hitze-Wert in den USA erreicht

New York - In Kalifornien herrschen derzeit extreme Wetterbedingungen. Sogenannte Feuer-Tornados wüten in dem US-Bundesstaat. Währenddessen sorgt ein rekordverdächtiger Temperatur-Wert im Death Valley für Aufsehen. 130 Grad Fahrenheit - das entspricht rund 54,4 Grad Celsius - wurden am Wochenende in dem für seine unglaubliche Hitze berüchtigten Ort im US-Staat Kalifornien gemessen. Am Sonntagnachmittag verkündete der Nationale Wetterservice der USA den Extrem-Wert via Twitter. Wenn die Messung bestätigt wird, wäre das zumindest eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen.

Hitzewerte über 50 Grad Celsius - Zweifel an „meteorologisch nicht möglichem“ Wert

Eigentlich gilt die Messung auf der Greenland Ranch im Death Valley vom Juli 1913 als Weltrekord - damals wurden sogar sagenhafte 56,7 Grad gemessen. Eine Untersuchung des Wetter-Historikers Christopher Burt aus dem Jahr 2016 kam allerdings zu dem Schluss, dass der Wert meteorologisch gesehen „nicht möglich“ gewesen sei. Die wahrscheinlichste Erklärung sei ein Fehler. Auch die zweithöchste Messung - 55 Grad in Kebili in Tunesien - hat Burt zufolge ein Glaubwürdigkeitsproblem.

54 Grad: Hier wurde die bisher anerkannte Höchsttemperatur gemessen

Probleme mit fehlerhaften Messungen gibt es immer wieder: Lange führte der Ort El Asisija in Libyen die Liste der heißesten Orte der Erde an. Dort wurde im September 1922 eine Temperatur von 58 Grad Celsius festgestellt. Vor einigen Jahren machte die Weltorganisation für Meteorologie dann jedoch einen Rückzieher - der Wert konnte wegen Problemen mit den Instrumenten und einer Messung auf asphaltähnlicher Oberfläche nicht weiter anerkannt werden. Weiterhin Gültigkeit haben dagegen die im Juli 2016 in Mitribah in Kuwait gemessenen 54 Grad.

Das Death Valley ist für seine extreme Hitze bekannt. (Archivbild)

Das Death Valley ist der heißeste, trockenste Ort und mit bis zu 86 Metern unter dem Meeresspiegel einer der tiefsten Stellen in den USA. Die Form des schmalen Beckens trägt dabei maßgeblich zu den Temperaturen bei, denn die steilen Berge drumherum strahlen die Hitze zurück ins Tal. Zudem sorgen die klare und trockene Luft sowie der spärliche Bewuchs von Pflanzen dafür, dass der Boden sich im Sonnenlicht stark erwärmt.

Anders sieht das deutsche Durchschnitts-Wetter* aus. Hierzulande sorgt gerade die Hiobsbotschaft eines Wissenschaftlers für Aufsehen: Ein deutscher Gletscher wird schon bald verschwunden sein. (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.) (va/dpa)

In Deutschland ziehen derzeit zahlreiche Unwetter* durchs Land. Tief "Ingrid" bestimmt die Wetterlage. Am Mont Blanc in Italien drohte kürzlich ein massiver Gletscher-Teil abzustürzen.

Rubriklistenbild: © Alexandra Schuler/dpa

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