Wenige Wolken, viel Sonne

Wetterdienst warnt vor starker UV-Strahlung

+
Schon sehr niedrige Dosen UV-Strahlung können das Krebsrisiko vergrößern. Foto: Caroline Seidel

Offenbach (dpa) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor besonders starker UV-Strahlung. Die am Morgen aktualisierte Warnung galt für fast ganz Deutschland. Nur ein schmaler Küstenstreifen an Nord- und Ostsee sowie Schleswig-Holstein waren nicht betroffen.

UV-Strahlung erhöht das Risiko von Hautkrebs: "Jedes Zuviel an UV-Bestrahlung, das heißt jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand, können die Zellstruktur der Haut verändern", erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Je häufiger diese Schädigungen passieren, desto höher ist das Risiko, dass in einem späteren Lebensalter Hautkrebs entsteht."

Heute werden laut DWD "in der Mitte und im Süden hohe UV-Strahlungswerte" erwartet. Am Ober- und Hochrhein müssten sich die Menschen zudem auf eine starke Wärmebelastung einstellen. Bei nahezu wolkenlosem Wetter mit viel Sonne sollten die Temperaturen in Deutschland auf 29 bis 36 Grad ansteigen. Nur an den Küsten und im höheren Bergland bleibe es mit 22 bis 29 Grad etwas kühler. Auch am Sonntag werde es wieder sonnig und warm mit Temperaturen in der Spitze von 39 Grad.

Unterdessen hat der neue Ärztepräsident vor den neuen Extremtemperaturen Hitzepausen für Arbeitnehmer gefordert. "Wichtig ist, bei großer Hitze die Schlagzahl etwas herunterzufahren und - wenn irgendwie möglich - die ein oder andere Pause extra einzulegen", sagte der im Mai zum Präsident der Bundesärztekammer gewählte Klaus Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Arbeitgeber sollten es aus Fürsorge für ihre Mitarbeiter ermöglichen, dass bei extremer Hitze das Tempo gebremst wird."

Rückendeckung kommt von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: "Arbeit bei den enormen Temperaturen ist gesundheitsgefährdend." Die klassische Pausenregelung sei "für die extreme Hitze nicht ausgelegt". Verordnete lange Mittagspausen nach Vorbild der Siesta in südlichen Ländern hält Lauterbach für falsch. "Notwendig sind flexible Regelungen."

Die Gewerkschaft IG BAU beklagte, es gebe zwar Regelungen, diese würden aber von zahlreichen Bauunternehmern gebrochen. "Viele stellen sich quer und ignorieren offenbar ganz bewusst die strengen Auflagen, um Kosten zu sparen", sagte IG-BAU-Sprecher Ruprecht Hammerschmidt der Zeitung. "In drastischen Ausnahmefällen lässt man lieber einen Bauarbeiter umkippen, als ihm eine Flasche Wasser hinzustellen."

UV-Warnung des DWD

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu UV-Strahlung

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Foto-Fake: Schwester lässt Influencerin auffliegen - es wird richtig peinlich

Das ist gründlich in die Hose gegangen. Eine Influencerin gibt auf Instagram vor, wandern gewesen zu sein. Doch ihre Schwester lässt sie auffliegen.
Foto-Fake: Schwester lässt Influencerin auffliegen - es wird richtig peinlich

Kind vor ICE gestoßen: Beschuldigter könnte in Psychiatrie landen

Am Hauptbahnhof Frankfurt wurde ein Kind vor einen ICE gestoßen und starb. Die Ermittlungen sind beendet. Womöglich entgeht der Tatverdächtige einer Anklage. 
Kind vor ICE gestoßen: Beschuldigter könnte in Psychiatrie landen

Dramatische Ereignisse bei Spaziergang in Hanau

Mysteriöser Angriff in Hanau: Ein Spaziergang nimmt für einen Mann eine dramatische Wende.
Dramatische Ereignisse bei Spaziergang in Hanau

London: Mann rast in Schülergruppe und tötet Kind - Ersthelferin schildert dramatische Momente

Tragischer Vorfall in London: Ein Mann raste in eine Gruppe Schüler. Dabei wurde ein Zwölfjähriger getötet. 
London: Mann rast in Schülergruppe und tötet Kind - Ersthelferin schildert dramatische Momente

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.