Zwei Tiere in Wolfsburg erschossen

SEK will Mann festnehmen - als zwei Hunde sich vor ihn stellen, wird es blutig

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Nach einem Paar-Streit in Wolfsburg zeigte sich ein Mann so aggressiv gegenüber der Polizei, dass sogar das SEK in Niedersachsen anrücken musste. (Symbolfoto)

Einen heftigen Streit hatte ein Paar in Wolfsburg. Das SEK rückte an. Als sich zwei Hunde vor die Beamten stellten, kam es zum Drama in Niedersachsen.

  • In Wolfsburg hat sich ein 28-jähriges Liebespaar so laut gestritten, das Nachbarn die Polizei riefen
  • Als die Beamten in Niedersachsen eintrafen, zeigte sich der stark alkoholisierte Mann sehr aggressiv
  • Die Polizisten zogen sich daher zurück, nahmen die Frau mit und forderten das SEK an
  • Als das SEK den 28-jährigen Mann in Wolfsburg festnehmen wollte, kam es zum Hunde-Drama

Wolfsburg - In Wolfsburg kam es in der Nacht zum Sonntag (1. September 2019) zu einem Drama. In der Weimarer Straße im Stadtteil Westhagen stritt ein Pärchen (beide 28 Jahre) lautstark. Als Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus auch noch laute Hilferufe vernahmen, riefen sie die Polizei. Als die Polizei Wolfsburg schließlich eintraf, zeigte sich der Mann sehr aggressiv. Die Beamten nahmen daher die Frau mit, zogen sich zurück und forderten das SEK an. Als das Spezialeinsatzkommando (SEK) den 28-jährigen Mann festnehmen wollte, kam es in Niedersachsen zum Drama, wie nordbuzz.de* berichtet.

Wolfsburg: 28-jähriges Paar streitet sich - Nachbarn alarmieren Polizei - SEK-Einsatz nötig

Gegen 2.11 Uhr vernahmen Nachbarn eines Mehrfamilienhauses in Wolfsburg am frühen Sonntagmorgen laute Hilferufe. In der Wohnung eines Pärchens im Wolfsburger Stadtteil Westhagen wurde zuvor schon lautstark gestritten. Als die Polizei Wolfsburg in der Weimarer Straße in Niedersachsen eintraf, stand den Beamten ein offenbar stark alkoholisierter und unter Drogeneinfluss stehender Mann gegenüber. 

Der 28-Jährige zeigte sich sehr aggressiv und bedrohte die Polizisten, sodass sich die Beamten zurückzogen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Dabei nahmen sie die 28-jährige Frau, die leicht am Oberkörper verletzt worden war und von einem Rettungswagen behandelt werden musste, mit. Anschließend wurde das SEK Niedersachsen angefordert. Als das SEK die Wohnung in Wolfsburg jedoch betrat, kam es zum Hunde-Drama. Dagegen war in Wolfsburg ein Schäferhund tagelang verschwunden - jetzt gibt es traurige Gewissheit in Niedersachsen.

Wolfsburg: 28-Jähriger bedroht Polizisten - SEK will Mann festnehmen - Hunde-Drama in Niedersachsen

Um 6.28 Uhr drang das SEK Niedersachsen in die Wohnung in Wolfsburg ein. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der wegen mehrfacher Gewaltdelikte bereits polizeilich bekannte Mann allerdings nicht mehr darin, der 28-Jährige hatte die Wohnung unbemerkt verlassen. „Die Polizisten haben sich zunächst um die leicht verletzte Frau gekümmert, diese wenigen Minuten der Unaufmerksamkeit hat der Mann offenbar zur Flucht genutzt“, so Sven-Marco Claus, Pressesprecher der Polizei Wolfsburg, gegenüber nordbuzz.de. Dem SEK standen stattdessen nun zwei Hunde gegenüber. 

Die große Mischlingshündin und der Schäferhund zeigten sich ebenfalls sehr aggressiv und attackierten die Beamten in Wolfsburg. Beide Hunde mussten durch mehrere Schüsse getötet werden. Nachdem die Polizei zunächst nach dem 28-jährigen Mann aus Wolfsburg gefahndet hatte, kam es im Laufe des Sonntags jedoch zur Wendung im Fall des Hunde-Dramas in Niedersachsen. Derweil fand ein Hund eine Leiche in Schleswig-Holstein - und sorgte so im Fall der vermissten Nathalie M. für traurige Gewissheit.

Wolfsburg: Hunde attackieren SEK und müssen erschossen werden - Mann flüchtet unbemerkt

Gegen 14.30 Uhr meldete sich der 28-jährige Mann zunächst telefonisch bei der Wolfsburger Polizei. Anschließend wurde auf einer Polizeiwache die Identität des sich inzwischen kooperativ verhaltenden Beschuldigten festgestellt. Nach einer ärztlichen Untersuchung entschied der behandelnde Arzt zudem, das bei dem Mann aus Niedersachsen keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt. 

Bevor der 28-jährige Mann schließlich entlassen wurde, verfügten die Beamten aus Gefahren abwehrenden Gründen, dass der Wolfsburger die mit seiner Lebenspartnerin gemeinsam genutzte Wohnung für zehn Tage nicht betreten darf, teilte die Polizei  Wolfsburg mit. Dabei handelte es sich um eine sogenannte Wegweisung nach dem Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz

Die Polizei Wolfsburg ermittelt nun jedoch erstmal nur wegen Körperverletzung gegen den 28-jährigen Mann. „Das Ermittlungsverfahren läuft aber seit Sonntagmorgen. Da kann durchaus noch was hinzukommen“, so Sven-Marco Claus, Pressesprecher der Polizei Wolfsburg, auf Nachfrage von nordbuzz.de. Schließlich stehen gegen den Mann aus Niedersachsen auch die Vorwürfe der Beleidigung, Bedrohung, Entziehung der Festnahme sowie des Drogenbesitzes im Raum. Nach einer tödlichen Verfolgungsjagd auf der Autobahn A39 bei Braunschweig steht dagegen die Polizei am Pranger.

Nag

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