Witwe des "Bierkönigs" unter Verdacht

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Bruno H. Schubert

Frankfurt/Main - Spektakuläre Wende im Todesfall von "Bierkönig" Bruno H. Schubert: Gegen seine junge Witwe, die Alleinerbin des Vermögens, wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Knapp zwei Jahre nach dem Tod des Frankfurter “Bierkönigs“ Bruno H. Schubert ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die junge Witwe wegen unterlassener Hilfeleistung. Der frühere Eigentümer der Henninger-Brauerei war im Oktober 2010 im Alter von 90 Jahren gestorben, die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt.

Ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag, bereits seit Ende Mai werde wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die 29-jährige Meharit Schubert ermittelt. Zum konkreten Tatvorwurf schweigt die Staatsanwaltschaft. Nach einem Bericht der “Bild“-Zeitung könnte Schubert womöglich noch leben, wenn er in seinen letzten Tagen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt oder in ein Krankenhaus gebracht worden wäre. Im Mai wurde die Leiche Schuberts exhumiert, um die Todesursache zu klären. Das Ergebnis des Gutachtens steht noch aus.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wird zivilrechtlich um das Erbe gestritten. Es geht um die Frage, ob die Witwe oder die Schuberts Umweltstiftung rechtmäßige Erbin ist. Diese Klage liegt nun beim Bundesgerichtshof, nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt zugunsten der Witwe entschieden hatte. Ob überhaupt Vermögen vorhanden ist, steht allerdings gar nicht fest. Ein Insolvenzverwalter sucht nach mehreren Millionen verschwundenen Euro. Zahlreiche Gläubiger und das Finanzamt warten auf ihr Geld.

dpa

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