Suche nach Ursache geht weiter

Zahl der Waldbrand-Toten in Griechenland steigt weiter: 91 Opfer

Freiwillige suchen die Küste vor Mati nach weiteren Opfern ab. Ein verheerendes Feuer hatte hier Dutzende Menschen das Leben gekostet. Foto: Christoph Soeder
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Freiwillige suchen die Küste vor Mati nach weiteren Opfern ab. Ein verheerendes Feuer hatte hier Dutzende Menschen das Leben gekostet.

Das Ausmaß ist verheerend. Mehr als 90 Menschen sterben bei den Waldbränden in Griechenland. Wer trägt die Verantwortung dafür?

Athen - Acht Tage nach den verheerenden Bränden hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Montag die betroffenen Regionen im Osten Athens besucht und sich erschüttert gezeigt. „Danke“ sagte er immer wieder freiwilligen Helfern, Feuerwehrleuten, Polizisten und Soldaten, die Tage lang an den Löscharbeiten und der Suche nach den Opfern in den verbrannten Ferienhäusern teilgenommen hatten, wie das Staatsfernsehen (ERT) zeigte.

Nach einer vorläufigen Bilanz der griechischen Feuerwehr sind 91 Menschen ums Leben gekommen. Am Montagnachmittag entdeckte die Küstenwache jedoch eine weitere Leiche im Meer vor der Küste der von den Bränden heimgesuchten Region, berichtete das Staatsradio (ERT). Zahlreiche Menschen hatten damals im Meer Zuflucht gesucht, um den Flammen zu entkommen. Viele Leichen sind noch nicht identifiziert. Es gibt außerdem weiterhin zahlreiche Vermisste.

Der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos teilte am Montag mit, dass 1873 Häuser von den Waldbränden im Raum Athen zerstört oder schwer beschädigt worden seien. 827 davon müssen abgerissen werden. Der Brand war am Montag vor einer Woche in der Region um die Hafenstadt Rafina östlich von Athen ausgebrochen. Die Justiz hat Ermittlungen eingeleitet.

Flammen-Inferno in Griechenland - Suche nach der Brandursache geht weiter

Die Feuerwehr ermittelt indes weiter, um die Ursachen der Brände zu entdecken. Die Regierung vermutet, Brandstifter seien am Werk gewesen. Die konservative Athener Zeitung "Kathimerini" berichtete dagegen am Samstag unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass ein Einwohner der Region Rafina im Osten Athens, wo Dutzende Menschen starben, fahrlässig Feuer legte. Er habe vertrocknete Zweige und Gras verbrennen wollen. Die Flammen sprangen demnach auf Bäume über und der Brand breitete sich rasch aus. Die Identität des Mannes sei den Ermittlern der Feuerwehr bekannt.

Ein Bürgermeister der Region sprach in Funk und Fernsehen wiederholt davon, dass eine gerissene Stromleitung die ersten Funken sprühte. Griechische Juristen gehen davon aus, dass die Ermittlungen und das anschließende juristische Verfahren jahrelang dauern könnten.

dpa/afp

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