Duisburg: Bewegende Trauerfeier für Loveparade-Opfer

Der Tag der Katastrophe: Loveparade-Besucher kämpfen sich aus der tödelichen Enge am Tunnel heraus. Foto: Erik Wiffers/Archiv
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Der Tag der Katastrophe: Loveparade-Besucher kämpfen sich aus der tödelichen Enge am Tunnel heraus. Foto: Erik Wiffers/Archiv
Kerzen brennen in Duisburg an der Unglücksstelle der Loveparade 2010. Foto: Oliver Berg
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Kerzen brennen in Duisburg an der Unglücksstelle der Loveparade 2010. Foto: Oliver Berg
Die Trauer sitzt tief: Betroffene und Angehörige an der Unglücksstelle der Loveparade 2010 in Duisburg. Foto: Oliver Berg
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Die Trauer sitzt tief: Betroffene und Angehörige an der Unglücksstelle der Loveparade 2010 in Duisburg. Foto: Oliver Berg
Umrisse von Menschen erinnern im Tunnel von Duisburg an die 21 Loveparade-Opfer. Foto: Roland Weihrauch
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Umrisse von Menschen erinnern im Tunnel von Duisburg an die 21 Loveparade-Opfer. Foto: Roland Weihrauch
Eine Frau trauert nach der Katastophe im Unglückstunnel der Loveparade in Duisburg. Foto: Martin Gerten/Archiv
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Eine Frau trauert nach der Katastophe im Unglückstunnel der Loveparade in Duisburg. Foto: Martin Gerten/Archiv
Loveparade-Erfinder Dr. Motte an der Unglücksstelle der Loveparade 2010. Foto: Oliver Berg
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Loveparade-Erfinder Dr. Motte an der Unglücksstelle der Loveparade 2010. Foto: Oliver Berg

Die seelischen Wunden sind längst nicht verheilt - im Gegenteil. Fünf Jahre nach der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade gedenkt Duisburg der Opfer.

Duisburg (dpa) - Hunderte haben am Freitag in Duisburg der Opfer der Loveparade-Tragödie vor fünf Jahren gedacht. Zu der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt war auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gekommen.

Sichtbar bewegt und schweigend nahm sie am Zug der Hinterbliebenen und Betroffenen des Unglücks teil. Die Trauernden gingen vom Eingang eines Straßentunnels nahe dem Loveparade-Gelände bis zum Erinnerungspark für die 21 Todesopfer und die vielen Verletzten.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link zitierte eine Gedichtzeile, nach der man sich an Dingen stoßen wolle, damit der Leib den Schmerz von der Seele nehme. Er betonte, nur schwer ermessen zu können, wie riesig die Belastung derer sei, die sich verzweifelt Aufklärung über die Geschehnisse während des Loveparade-Unglücks vor fünf Jahren wünschten. Der Stiefvater einer jungen Frau, die damals ums Leben kam, sagte, er fühle sich seitdem jeden Tag gleichermaßen schlecht. Dennoch sei die gemeinsame Feier und das Zusammenkommen mit Angehörigen an diesem Gedenktag ein Trost für ihn gewesen.

Duisburger Künstler legten zum Gedenken ein großes Blumen-Mandala aus. Blüten seien in vielen Kulturen ein Symbol für Vollkommenheit und Schönheit, erklärten sie. Das mit ihnen geschaffene Bildmuster drücke Harmonie und Frieden aus. Zugleich solle das Kunstwerk an Vergänglichkeit und an die Bedeutung der Achtsamkeit erinnern.

Bereits am Donnerstag hatten bei einer "Nacht der 1000 Lichter" Dutzende Trauernde der Toten und Verletzten gedacht. Sie stellten Grablichter auf und schmückten eine Treppe mit Blumen. Dort war am 24. Juli 2010 im Gedränge zum Gelände der Techno-Veranstaltung die Massenpanik entstanden, durch die 21 junge Menschen starben.

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