Starkregen, Sturm, Schäden

Sturm hinterlässt Schäden: Bahnverkehr erholt sich langsam

Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo Marks
1 von 13
Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo Marks
Ein ICE steht in Bielefeld nach einem Unwetterschaden auf der Bahnstrecke. Foto: Barbara Franke
2 von 13
Ein ICE steht in Bielefeld nach einem Unwetterschaden auf der Bahnstrecke. Foto: Barbara Franke
Eine umgestürzte Kastanie liegt in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt ein parkendes Auto unter sich. Foto: Daniel Bockwoldt
3 von 13
Eine umgestürzte Kastanie liegt in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt ein parkendes Auto unter sich. Foto: Daniel Bockwoldt
Auf einer Hinweistafel im Berliner Hauptbahnhof werden Zugverspätungen angezeigt. Reisende mussten sich nach dem Sturmtief "Paul" auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Foto: Paul Zinken
4 von 13
Auf einer Hinweistafel im Berliner Hauptbahnhof werden Zugverspätungen angezeigt. Reisende mussten sich nach dem Sturmtief "Paul" auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Foto: Paul Zinken
Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen
5 von 13
Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen
Feuerwehrmänner sind an der gesperrten Zufahrt zur Insel Schwanenwerder in Berlin mit der Sicherung eines beschädigten Baumes beschäftigt. Foto: Ralf Hirschberger
6 von 13
Feuerwehrmänner sind an der gesperrten Zufahrt zur Insel Schwanenwerder in Berlin mit der Sicherung eines beschädigten Baumes beschäftigt. Foto: Ralf Hirschberger
"Aufenthaltszug" - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas Stein
7 von 13
"Aufenthaltszug" - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas Stein
Blitze erhellen in der Nacht zum Freitag den Himmel über dem oberfränkischen Bad Staffelstein. Foto: Nicolas Armer
8 von 13
Blitze erhellen in der Nacht zum Freitag den Himmel über dem oberfränkischen Bad Staffelstein. Foto: Nicolas Armer

Mit Starkregen und Hagel ist Sturmtief "Paul" über das Land gezogen. Vor allem Reisende und Wochenendpendler werden unter den Auswirkungen des Unwetters noch zu leiden haben.

Hamburg (dpa) - Nach dem schweren Unwetter durch Tief "Paul" in Teilen Deutschlands sind Hilfskräfte noch immer mit dem Aufräumen beschäftigt. Wegen der Sturmschäden vom Donnerstagabend und der Nacht hatten Reisende auf einigen Strecken mit Verspätungen und Streckensperrungen zu kämpfen.

So war die ICE-Strecke von Berlin nach Düsseldorf und Köln den halben Tag dicht - bei Gütersloh hatte "Paul" die Oberleitung abgerissen. Auch auf der Fernstrecke Hamburg-Hannover ging zeitweise nichts mehr. Das Sturmtief war am Donnerstag und in der Nacht mit Gewittern, Starkregen, Hagel und einem Tornado über die Nordhälfte Deutschlands gezogen. Mindestens zwei Menschen starben.

Wegen des Sturms strandeten in der Nacht zum Freitag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld etliche Passagiere. Etwa 2400 Menschen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers dort übernachten. Es kam zeitweise zu chaotischen Zuständen am Flughafen Tegel. Die Bodenabfertigung wurde an beiden Flughäfen bis zum Vormittag mehrmals unterbrochen. Blitzschläge hätten sonst Mitarbeiter und Passagiere gefährden können.

Ein Lufthansa-Sprecher nannte es am Freitag wünschenswert, wenn die Behörden in solchen Ausnahmesituationen flexibler reagieren würden - etwa bei der Genehmigung von Landungen außerhalb der generell erlaubten Zeiten. Eine Maschine aus Frankfurt/Main etwa habe am Donnerstag nicht mehr in Tegel landen dürfen, weil sie erst kurz nach 23 Uhr ankam - und sei deshalb nach Schönefeld umgeleitet worden. Das sei für die Passagiere ärgerlich.

Ebenfalls in Berlin wurde heute ein Flüchtlingsheim mit 200 Bewohnern geräumt, weil ein Blitz in ein Nachbargebäude eingeschlagen war. Laut Feuerwehr fing der Garagenkomplex Feuer, insgesamt brannten etwa 170 Quadratmeter. Wegen der starken Rauchentwicklung räumten die Einsatzkräfte die nahe Flüchtlingsunterkunft.

Bereits am Donnerstagabend musste die Rockband Guns N' Roses in Hannover ein Konzert unterbrechen. Rund 70 000 Fans mussten den Zuschauerraum verlassen und wurden in einer angrenzenden Messehalle untergebracht. Nachdem das Unwetter durchgezogen war, setzte die Band das Konzert fort. Auch eine Verdi-Aufführung an der Staatsoper Hannover wurde abgebrochen. "Passenderweise wurde das Stück "Die Macht des Schicksals" aufgeführt", sagte ein Sprecher.

Das Sturmtief "Paul" brachte zum Teil extreme Regenmengen und Windgeschwindigkeiten mit sich. Besonders stark traf es nach Angaben des DWD den Vogelsberg in Hessen und das östliche Niedersachsen. Im hessischen Neu-Ulrichstein fielen innerhalb einer Stunde 42 Liter Regen pro Quadratmeter. Zudem fegten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 127 Kilometern pro Stunde über den Ort hinweg.

Sturmtief brachte Deutschland extreme Regenmengen

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mann entdeckt sein geklautes Fahrrad -und reagiert sofort

In Berlin klaut ein Dieb ein Fahrrad. Bis hierhin nichts Ungewöhnliches. Doch dann läuft alles anders: der Bestohlene entdeckt sein Rad und rächt sich am Dieb mit einer …
Mann entdeckt sein geklautes Fahrrad -und reagiert sofort

US-Talkmaster soll sich nackt vor Kolleginnen gezeigt haben

Nun ist auch ein bekannter US-Talkmaster der sexuellen Belästigung beschuldigt worden. Charlie Rose soll sich vor Kolleginnen entblößt haben. Sein Arbeitgeber zieht die …
US-Talkmaster soll sich nackt vor Kolleginnen gezeigt haben

10.000 Fälle betroffen: Daten in britischem Labor manipuliert

In einem gerichtsmedizinischen Labor in Großbritannien sind möglicherweise Daten von Tausenden Fällen manipuliert worden. Es gab deshalb bereits Festnahmen.
10.000 Fälle betroffen: Daten in britischem Labor manipuliert

Nach mehreren Stunden: Große Störung am Amsterdamer Flughafen behoben

In Amsterdam mussten Passagiere an diesem Dienstag eine Menge Zeit und Geduld mitbringen: Wegen eines technischen Fehler kam es zu Verspätungen. Viele Flüge wurden ganz …
Nach mehreren Stunden: Große Störung am Amsterdamer Flughafen behoben

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.