Das müssen Verbraucher wissen

Urlaub, Geld, Arbeit: Das ändert sich zum 1. April

München - Von einem neuen Geldschein bis hin zu erhöhten Freibeträgen ändert sich im April viel für deutsche Verbraucher. Eine Zusammenfassung. 

Neuer 50-Euro-Schein

Europas Verbraucher müssen sich an einen weiteren neuen Geldschein gewöhnen: Der überarbeitete 50-Euro-Schein wird vom nächsten Dienstag (4. April) an in Umlauf gebracht. Auffälligste Neuerung beim Fünfziger ist ein Porträtfenster, das durchsichtig wird, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Zudem ändert der als glänzende Zahl aufgedruckte Wert „Fünfzig“ auf der Vorderseite beim Kippen des Scheins die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Motive und Grundfarbe der Banknote bleiben gleich. Mit den Änderungen soll vor allem Kriminellen das Handwerk erschwert werden. Erst vor wenigen Tagen hatten zwei Männer bei einer Party in München mit falschen Fünfzigern bezahlt und flogen auf. 

Die neue 50-Euro-Banknote kommt im April. 

Übrigens: Personen, die noch alte 50-Euro-Scheine besitzen, müssen nichts befürchten - die alten Scheine werden schrittweise eingezogen, behalten aber weiterhin uneingeschränkt ihre Gültigkeit.

Erhöhter Vermögens-Freibetrag 

Dass Sozialhilfe-Leistungen an eine umfangreiche Offenlegung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse gekoppelt sind, ist nicht wirklich neu. Nun wird jedoch der Vermögens-Freibetrag für solche Leistungen ab dem 1. April auf 5000 Euro angehoben. Zuvor hatten Sozialhilfe-Empfänger lediglich bei einem maximalen Vermögen von 2600 Euro Anspruch auf den vollen Sozialhilfebetrag. 

Neues Gesetz zur Leiharbeit 

Auf Initiative von Arbeitsministerin Nahles hat die Bundesregierung ein neues Gesetz zur Leiharbeit beschlossen. Demnach müssen Betriebe ihre Leiharbeitnehmer nach neun Monaten das gleiche Arbeitsgeld auszahlen wie Unternehmens-Arbeiter in vergleichbaren Positionen. Zudem muss Leiharbeit künftig offengelegt werden - dadurch will der Gesetzgeber Scheinwerkverträgen entgegensteuern. 

Die Höchstüberlassungsdauer beträgt künftig 18 Monate. Mit Hilfe von Tarifverträgen können Betriebe Leiharbeiter jedoch auch über die sogenannte Höchstüberlassungsdauer hinaus beschäftigen. 

Psychotherapie 

Psychotherapeuten müssen in Zukunft - sprich ab dem 1. April - eine Sprechstunde anbieten. Damit soll sichergestellt werden, dass die teilweise monatelangen Wartezeiten auf ein erstes Gespräch mit dem jeweiligen Experten deutlich verkürzt werden können. Ratsuchende können auf diesem Weg schnellere Auskunft zu den Gründen und den Behandlungsmöglichkeiten ihrer Beschwerden erhalten als zuvor. 

Frankreich-Urlaube nur mit Plakette 

In insgesamt 23 französischen Städten werden in den nächsten Monaten und Jahren Umweltzonen eingeführt. Erste Projekte sind für Lille und Strasbourg ab Herbst 2017 geplant. Sie folgen dabei dem Vorbild der Vorreiter-Städte Paris und Grenoble. 

Für deutsche Verbraucher bedeutet die Änderung, dass der Frankreich-Urlaub in einer größeren Stadt in Zukunft mit dem Kauf einer Vignette verbunden ist. Diese ist bereits ab März 2017 auf der Website des französischen Umweltministeriums für 4,80 Euro erhältlich. Wer ohne Plakette erwischt wird, muss ein Bußgeld von 68 Euro zahlen. 

lpr mit dpa 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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