Verbraucherzentrale warnt

Ärger bei Fans: Marke „Capri-Sonne“ verschwindet vom Markt

München - Mit der Marke Capri-Sonne verbinden manche zahlreiche Kindheitserinnerungen. Doch diese verschwindet jetzt vom Markt. Die Verbraucherzentrale warnt vor dem Getränk.

Seit 1969 stehen die kleinen Beutel unter dem Namen Capri-Sonne in den Regalen. Wie man daraus trinkt, weiß jedes Kind - oder jeder, der mal eines war: Man steckt einen Strohhalm rein und schlürft drauflos. Viele Menschen verbinden mit dem Begriff „Capri-Sonne“ Kindheitserinnerungen.

Doch die nachwachsende Generation muss sich umgewöhnen: Die Capri-Sonne wird umbenannt und ist künftig - wie in vielen anderen Ländern - unter dem Titel Capri-Sun im deutschen Handel. Die offizielle deutsche Homepage ist bereits umgestellt.

Die Verbraucherzentrale Hamburg nutzte die Umstellung, um vor dem Gebräu zu warnen. „Capri-Sonne heißt jetzt Capri-Sun. Dazu gibt es ein schickes neues Verpackungsdesign mit richtig vielen Apfelsinen auf der Schauseite“, heißt es in einem Facebook-Posting. „Doch über mehr Orangensaft dürfen wir uns anscheinend leider nicht freuen. 14 ml (1 EL) sind es gerade einmal im alten wie im neuen 200-ml-Pack der Sorte Orange. Das entspricht ungefähr 1 Apfelsine in 7 Capri-Sun-Trinktüten.“ Dazu gibt‘s eine Grafik, die den knappen Saftanteil verdeutlichen soll:

Dass Capri-So ... äh Verzeihung ... Capri-Sun nicht gesund ist, dürften viele Konsumenten wissen. Wie auch sicherlich viele Nutella-Esser sich bewusst sind, dass dieses gefährlich für den Körper ist. Aber die Umbenennung halten viele Capri-Fans für unnötig.

„Warum stellen wir nicht insgesamt auf Englisch um und nehmen Deutsch als Wahlfach?“, empört sich eine Nutzerin unter obigem Posting. „Capri-Sun klingt doch total blöd“ eine weitere. Und ein Nutzer frotzelt voller Ironie: „Das sind alles Produktverbesserungen, die der Hersteller für den Konsumenten durchführt! Dafür müssen wir ihm dankbar sein.“

lin/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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