Nach Börsengang im März

Aktie der Snapchat-Firma fällt unter Ausgabepreis

+
Ein Banner des Unternehmens Snap Inc. hängt an der Fassade der New Yorker Börse. Foto: Richard Drew/Archiv

Der Börsengang des Snapchat-Betreibers im März war noch als Erfolg gefeiert worden. Inzwischen sind die Sorgen der Anleger um die Wachstumssaussichten der Firma so groß, dass die Aktie nun weniger kostet als der Preis, zu dem sie damals Anlegern verkauft wurde.

New York (dpa) - Die Aktie der Firma hinter der populären Foto-App Snapchat ist erstmals unter den Ausgabepreis des Börsengangs Anfang März gefallen. Das Papier der Snap Inc. schloss nach einem weiteren Rückgang von 1,11 Prozent bei 16,99 Dollar.

Es war Investoren vor dem Börsendebüt für 17 Dollar verkauft worden und zunächst bis an die Marke von 27 Dollar gestiegen. Anleger machen sich Sorgen, dass Snap im harten Konkurrenzkampf mit dem großen Rivalen Facebook Federn lassen könnte.

Die Investoren stellen sich auf anstehende Zahlen für das zweite Quartal ein. Die Ergebnisse des ersten Vierteljahrs zeigten, dass Snapchat sich schwer tat, neue Nutzer zu gewinnen, während Facebook erfolgreich Funktionen von Snapchat kopierte.

Snap verfehlte die Prognosen von Analysten beim Wachstum von Nutzerzahl und Umsatz. Denn wie groß und wie effizient die Firma werden kann, ist nach wie vor die zentrale Frage für die Investoren. Snap kam im ersten Quartal auf 166 Millionen täglich aktive Nutzer. Das waren nur acht Millionen mehr als im Quartal zuvor. Damit ging die seit Herbst andauernde Flaute weiter.

Die zuvor steile Wachstumskurve knickte ein, als Facebook anfing, in großem Stil Elemente von Snapchat nachzuahmen - wie etwa die "Stories"-Funktion, bei der Nutzer für 24 Stunden Bilder mit ihren Freunden teilen können. Facebooks Fotodienst Instagram verkündete im Frühjahr, dass ihr "Stories"-Klon auf über 200 Millionen User kommt - also mehr als bei Snapchat selbst. Instagram legte auch ein ganz anderes Wachstumstempo vor: Die App gewann zwischen Dezember 2016 und April dieses Jahres 100 Millionen Nutzer hinzu und kommt jetzt auf 700 Millionen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Weniger Sozialabgaben, mehr Hartz IV, Ende des 500-Euro-Scheins: Im kommenden Jahr müssen sich die Verbraucher wieder auf einige Änderungen einstellen.
Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Wird die Eröffnung des Flughafen BER zum siebten Mal verschoben?

Im Dezember soll es einen Termin geben: Es wäre das siebte Mal, dass sich die Verantwortlichen auf ein Datum oder einen Zeitraum festlegen, den berüchtigten Flughafen …
Wird die Eröffnung des Flughafen BER zum siebten Mal verschoben?

Dax verliert Kampf um Marke von 13.000 Punkten

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag nach einem richtungslosen Handelsverlauf letztlich etwas nachgegeben. Vor dem Wochenende seien die Anleger wieder …
Dax verliert Kampf um Marke von 13.000 Punkten

Sparkassenpräsident Fahrenschon tritt zurück

Nach lähmender Debatte über zu spät abgegebene Steuererklärungen gibt der oberste Lobbyist der Sparkassen auf. Noch in diesem Monat legt er sein Amt nieder. Das Rumoren …
Sparkassenpräsident Fahrenschon tritt zurück

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.