Ankündigung

Aldi: Corona-Selbsttests noch in dieser Woche im Verkauf – Discounter überholt Konkurrenz

Im Rennen um die Erstauslieferung von Corona-Tests für zu Hause mischt jetzt auch Aldi mit. Der Discounter will die Tests noch in dieser Woche in den Handel bringen - und damit vor der Konkurrenz.

Update 3. März, 21.28 Uhr – Im Rennen um die Verfügbarkeit von Corona-Selbsttests mischt jetzt auch das Branchen-Schwergewicht Aldi mit. Aldi Nord und Süd wollen ab dem 6. März eigene Antigen-Schnelltests für zu Hause ins Sortiment nehmen. Das teilte die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Die Tests würden in Deutschland produziert und verfügten über die nötige Zulassung.

Damit würde der Discounter die beiden Drogerieketten Rossmann und dm überholen. dm peilt den Verkaufsstart für den 9. März an, Rossmann will seine Tests drei Tage im Handel haben. Der Preis für die Aldi-Aktionsware solle bei 24,99 Euro liegen und insgesamt fünf Tests beinhalten. Die Abgabemenge werde auf eine Packung je Haushalt begrenzt, hieß es. Ähnlich hatten sich zuvor auch dm und Rossmann geäußert.

Corona-Selbsttests für zu Hause: Nach dm soll es die Kits ab nächster Woche auch bei Rossmann geben

Update 2. März, 17.05 Uhr – Nach der Drogeriekette dm will nun auch der Wettbewerber Rossmann Corona-Selbsttests anbieten. Das entsprechende Angebot solle ab Mitte kommender Woche in den Verkauf gehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Voraussetzung sei, dass der Lieferant den Termin einhalte. Rossmann arbeite zudem „mit Hochdruck daran“, weitere zugelassene Tests anderer Hersteller ins Sortiment aufzunehmen, hieß es. Die Abgabemenge werde zum Start auf vier Einheiten pro Haushalt begrenzt.

Erst am Montag hatte dm angekündigt, ab nächster Woche Corona-Schnelltests für zu Hause zu verkaufen, „voraussichtlich“ ab Dienstag. Auch andere Drogeriemärkte wie Müller stehen in den Startlöchern*. Die Preise für die Selbsttests ließen dm und Rossmann zunächst offen. Branchenkreisen zufolge dürften sie jedoch voraussichtlich zwischen fünf und zehn Euro liegen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat nach eigenen Angaben bislang für vier Produkte zeitlich begrenzte Sonderzulassungen für die Anwendung zu Hause erteilt. Dabei werden die Proben durch einen Abstrich in der vorderen Nase entnommen und mit Hilfe von sogenannten Extraktionsröhrchen sowie einer Testkassette ausgewertet.

Corona-Selbsttests für zu Hause: dm prescht vor und bekommt jetzt massenhaft Konkurrenz

Update 2. März, 15.05 Uhr – Der Corona-Schnelltest der Drogeriekette dm für zu Hause dürfte zügig Konkurrenz erhalten. „Uns liegen derzeit rund 50 Anträge anderer Hersteller auf Sonderzulassung vor“, sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn gegenüber Merkur.de* am Dienstag.

Die rechtlichen Hürden sind hoch. Zu den Voraussetzungen für eine zeitlich befristete Sonderzulassung gehören nach dem „Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz“, dass das Paul-Ehrlich-Institut den entsprechenden Test bereits für den professionellen Einsatz geprüft und freigegeben hat. Dazu müssen die Tests auch für Laien „gebrauchstauglich“ sein, also genauso einfach zu nutzen sein wie etwa Schwangerschaftstests. Außerdem müssen Anbieter eine entsprechende Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache beilegen und den Test auf der Verpackung für den Einsatz bei Endverbrauchern kennzeichnen. Zudem müssen die Anbieter einen Antrag auf Marktzulassung in der EU vorlegen (CE-Siegel).             

dm prescht als erstes vor: Corona-Selbsttest für zu Hause schon in wenigen Tagen zu haben

Erstmeldung vom 1. März, 14.30 Uhr - Die Drogeriekette dm steht unmittelbar vor dem Verkaufsstart von Corona*-Schnelltests zur Eigenanwendung. Die entsprechenden Tests der Marke Boson sollen voraussichtlich ab dem 9. März verfügbar sein, „zunächst online, dann auch sehr zeitnah in den rund 2000 Filialen bundesweit“, sagte ein dm-Sprecher am Montag gegenüber Merkur.de. Man gehe davon aus, dass man bundesweit das erste Unternehmen sei, dass entspreche Tests für die Eigenanwendung zur Verfügung stellen könne, hieß es.

„Schulen und Kitas sollen wieder regelmäßig besucht werden können, deshalb werden wir die Tests auch so günstig wie möglich anbieten“, kündigte dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer an. Es sei „wichtig, dass sich das Leben so rasch und so weit wie möglich wieder normalisiert.“ Dazu wolle man mit den Schnelltests beitragen.

Konkrete Preise für den Test des chinesischen Herstellers nannte die Drogeriekette zunächst nicht. Man befinde sich dazu „aktuell noch in Gesprächen“. Daher könne man „zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genauen Angaben zum Verkaufspreis machen“, sagte Bayer.

dm: Preis dürfte zwischen fünf und zehn Euro liegen - Hilft der Bund?

Allerdings liegt der Preis für vergleichbare Schnelltest zwischen fünf und zehn Euro. In Branchenkreisen heißt, möglicherweise könnte sich auch der Bund an den Kosten beteiligen. Dazu wollte sich dm aber nicht äußern.

Zu weiteren Details wie der Liefermenge wollte sich dm am Montag ebenfalls noch nicht äußern. Auch mögliche Mengenbegrenzungen ließ das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe zunächst offen. Die Abgabemenge habe man noch nicht festgelegt, da es offen sei, „ob weitere Selbsttest in den nächsten Tagen zugelassen werden.“ Man arbeite jedoch mit Hochdruck daran, eine „hohe Verfügbarkeit“ zu gewährleisten.

dm: Boson ist einer von bislang vier zugelassenen Selbsttests

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang Sonderzulassungen für vier Produkte zur Anwendung zu Hause erteilt, darunter Boson. Bei den Selbsttests führen die Probanden einen Tupfer rund 2,5 Zentimeter in die Nase ein und entnehmen einen Abstrich. Danach wird der Abstrich in ein Extraktionsröhrchen gegeben. Die eigentliche Auswertung erfolgt über eine Testkassette. Nach 15 bis 20 Minuten liegt das Ergebnis vor.

Neben dm prüfen auch andere Einzelhändler den Verkauf von Tests. So will Aldi* Süd den Verkauf „in Kürze“ starten, erklärte der Handelsriese. Auch Edeka bereitet  entsprechende Schritte vor, nennt aber noch keinen möglichen Verkaufsstart. Lidl* und Rewe teilten ebenfalls mit, eine Sortimentserweiterung zu prüfen.

dm: Schnelltests gelten als zentraler Baustein in Pandemie-Bekämpfung

Im Kampf gegen Corona gelten Schnelltests als zentraler Baustein. Vor allem die von der Pandemie besonders hart getroffenen Branchen wie der Einzelhandel, Gastronomie und Touristik setzen angesichts des monatelangen Lockdowns große Hoffnungen auf entsprechende Anwendungen. Dies würde eine schnellere und sichere Öffnung von Geschäften, Restaurants oder Kneipen ermöglichen, heißt es aus der Branche. *Merkur.de und 24Rhein.de sind Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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