An besten Bieter verkauft

Alitalia: Italien schließt Verstaatlichung aus

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"Mancher glaubt, es wird die x-te Rettung durch den Staat geben. Dann sage ich klar: Es wird keine geben", sagt Verkehrsminister Graziano Delrio. Foto: Antonio Calanni/Archiv

Rom (dpa) - Nach dem gescheiterten Rettungsversuch der italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat die Regierung in Rom andere Airlines wie die Lufthansa ermuntert, ein Gebot zu machen. "Das Unternehmen wird an den besten Bieter verkauft", sagte Verkehrsminister Graziano Delrio der Zeitung "La Stampa".

Auf die Frage, ob etwas gegen eine Übernahme durch die deutsche Fluggesellschaft spreche, sagte er: "Es gibt keine Einwände (dagegen), aber die Entscheidung liegt bei den Anteilseignern."

Eine Verstaatlichung der ehemaligen Staatslinie schloss der Minister aus. "Mancher glaubt, es wird die x-te Rettung durch den Staat geben. Dann sage ich klar: Es wird keine geben."

Alitalia ist seit Jahren in Schwierigkeiten und steht erneut kurz vor der Pleite. Diese Woche hatten die Mitarbeiter einen Sanierungsplan, der drastische Sparmaßnahmen beinhaltet, in einem Referendum abgelehnt. Es wird erwartet, dass nun ein Insolvenzverwalter bestellt wird. Das Unternehmen hat weltweit rund 12 500 Mitarbeiter.

Mit Abstand größter Aktionär bei Alitalia ist die arabische Airline Etihad. Lufthansa wollte sich zu den seit Tagen zirkulierenden Spekulationen über eine mögliche Übernahme nicht äußern.

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