Aktie an Dax-Spitze

Allianz legt beim Gewinn die Latte höher

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Am Finanzmarkt kamen die guten Zahlen von der Allianz hervorragend an. Foto: Andreas Gebert

Stürme, Überschwemmungen, Hagel und Brände zehrten im vergangenen Jahr am Gewinn von Europas größtem Versicherer. Dieses Jahr läuft es im zweiten Quartal so rund, dass Allianz-Chef Oliver Bäte nun sogar mehr Gewinn erwartet.

München (dpa) - Geringe Schäden und gute Geschäfte in allen Bereichen beflügeln die Gewinnhoffnungen der Allianz. Für das laufende Geschäftsjahr fasst Vorstandschef Oliver Bäte beim operativen Gewinn jetzt die Marke von 11,3 Milliarden Euro ins Visier.

Das ist das obere Ende der bisherigen Zielspanne, die von 10,3 bis 11,3 Milliarden Euro reichte. Im zweiten Quartal ging es vor allem im Schaden- und Unfallgeschäft deutlich aufwärts, nachdem ein Jahr zuvor hohe Katastrophenschäden das Ergebnis verhagelt hatten.

Der Gesamtumsatz legte zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um zwei Prozent auf knapp 30 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn sprang aber um 23 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro in die Höhe. Zu der positiven Entwicklung trugen alle drei Sparten bei.

Im Schaden- und Unfallgeschäft blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb deutlich mehr von den Prämieneinnahmen übrig als ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen warf von April bis Juni mit 1,1 Milliarden Euro rund 12 Prozent mehr ab als ein Jahr zuvor. Die Marge im Neugeschäft sprang von 2,6 auf 3,4 Prozent nach oben. Besser lief es auch in der Vermögensverwaltung. Unter dem Strich flossen der Sparte mit ihren Fondsgesellschaften Pimco und Allianz Global Investors von Anlegern Nettomittel in Höhe von 55 Milliarden Euro zu.

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten hervorragend an. Nachdem der Versicherer seine Eckdaten überraschend am Mittwochabend mitgeteilt hatte, sprang die Allianz-Aktie am Donnerstagmorgen mit einen Kursplus von 1,92 Prozent an die Spitze des Dax.

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