Seit 2013 immer wieder Streiks

Amazon-Beschäftigte streiken am "Black Friday"

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Eine Amazon-Sprecherin sagte, dass die Kunden trotz der Arbeitsniederlegungen weiterhin mit einer pünktlichen Lieferung rechnen könnten. Foto: Hendrik Schmidt

Rheinberg/Werne (dpa) - Um Amazon zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag zu bewegen, haben Mitarbeiter des weltgrößten Versandhändlers an vier deutschen Standorten gestreikt.

Beschäftigte in Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen sowie in Graben bei Augsburg und Leipzig legten nach Angaben von Amazon und der Gewerkschaft Verdi die Arbeit nieder. Die Aktion fand am Rabatt-Aktionstag "Black Friday" statt, an dem der Versandhändler mit einem erhöhten Auftragsvolumen rechnet.

"Die Beschäftigten nehmen nicht hin, dass Amazon grundsätzlich einen Tarifvertrag verweigert", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Wenn der Versandhändler seine Haltung nicht ändere, werde es im Weihnachtsgeschäft zu weiteren Streiks kommen

Eine Amazon-Sprecherin sagte, dass die Kunden trotz der Arbeitsniederlegungen weiterhin mit einer pünktlichen Lieferung rechnen könnten. Das Unternehmen zahle mindesten 10,30 Euro Stundenlohn. Der US-Konzern lehnt Verhandlungen über einen Tarifvertrag ab. "Klar ist, Amazon und Verdi passen nicht zusammen", so die Sprecherin.

Amazon verfügt in Deutschland über neun Logistikzentren und baut weiter aus. Verdi verlangt einen Tarifvertrag und organisiert deshalb seit 2013 immer wieder Streiks.

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