Auch Sammelklage läuft

Audi in Australien wegen Abgas-Skandal vor Gericht

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Audi Australien kündigte an, die Vorwürfe der Behörde zu prüfen. Foto: Ronald Wittek

Sydney - Australiens Verbraucherschutzbehörde (ACCC) zieht im Abgas-Skandal gegen Audi vor Gericht. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wurde beim Bundesgericht eine Klage gegen die Audi AG, ihre australische Tochter Audi Australia Pty Ltd (Audi Australia) und Volkswagen eingereicht.

Der Autohersteller habe Konsumenten zwischen 2011 und 2015 bei den Emmissionswerten ihrer Diesel-Fahrzeuge getäuscht, lautet der Vorwurf. Das Unternehmen hatte mit einer Software Abgasdaten bei Tests manipuliert. Weltweit müssen daher Millionen Wagen umgerüstet werden, vielerorts laufen zudem Ermittlungen. Die Software verletze das australische Konsumentenschutzgesetz, sagte ACCC-Chef Rod Sims. Mehr als 12 000 Fahrzeuge seien in Australien betroffen.

Audi Australien kündigte an, die die Vorwürfe der Behörde zu prüfen. Die Klage hingegen bringe Konsumenten keine praktischen Vorteile, da "für die große Mehrheit der vom freiwilligen Rückruf betroffenen Fahrzeuge die genehmigten technischen Maßnahmen entweder bereits verfügbar sind oder dies sehr bald sein werden." Die beste Lösung für Kunden sei, das Service-Update installieren zu lassen, so Audi.

Bereits im September vergangenen Jahres hatte die ACCC Volkswagen direkt verklagt. Unabhängig von der Verbraucherschutzbehörde haben Rechtsanwälte in Australien im Namen von VW-Fahrern bereits eine Sammelklage eingereicht.

Mitteilung Verbraucherschutzbehörde ACCC

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