Nach 20 Jahren

Auflage betrug einst 700.000 - Doch nun wird bekanntes Magazin eingestellt

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Nach 20 Jahren verschwindet eine Zeitschrift aus den Regalen. Dabei war das Print-Heft überaus erfolgreich (Symbolfoto).

Seit 20 Jahren ist die Zeitschrift auf dem Markt. Doch das einst erfolgreiche Heft erlebte einen rasanten Auflagenschwund. Nun ist endgültig Schluss.

Berlin - Das Internet ist ein harter Konkurrent zu Print-Produkten. Das bekam auch die Zeitschrift „Computer Bild Spiele“ zu spüren. Die Auflage des Hefts hat sich drastisch verändert. Nun stellt das Medienhaus Axel Springer die Zeitschrift ein. Im August gibt es die letzte Ausgabe von „Computer Bild Spiele“ am Kiosk zu kaufen, teilte der Verlag mit.

1999 startete „Computer Bild Spiele“. Das Heft informierte über Neuheiten auf dem Spielemarkt und verkaufte sich überaus gut. Eine Quartals-Auflage von 700.000 Exemplaren ging allein 2003 über den Ladentisch, laut dem Branchenmagazin DWDL.de. Dann brachen die Auflagenzahlen ein. 2007 verkauften sich demnach noch 400.000 Exemplare im Quartal. Im 1. Quartal 2019 waren es unter 30.000 Titel.

„Computer Bild Spiele“ - Aus nach 20 Jahren

Nun reagierte der Verlag. Die Games-Zeitschrift wird nach 20 Jahren eingestellt und nur noch einmal im Vorfeld der Gamescom in Köln erscheinen. Wichtige Spielethemen würden zukünftig auch verstärkt Online auf „Computer Bild“ oder in ePapern stattfinden und damit eine noch breitere Leserschaft erreichen, teilte der Verlag mit. Die fachliche Spiele-Expertise aller Redakteure von „Computer Bild Spiele“ verbleibt für Print wie Digital bei der Marke „Computer Bild“, heißt es weiter. Die Redakteure bleiben also weiter an Bord.

„Computer Bild Spiele“ wird eingestellt: So begründet der Verlag seine Entscheidung

Der Verlag liefert auch eine Begründung für seine Entscheidung: „Die große Mehrheit der Spiele werden mittlerweile als Download verkauft, Informationen zu Neuerscheinungen werden fast nur noch digital konsumiert. Für die Fangemeinde stehen bei der Berichterstattung vor allem Videos im Vordergrund.“

Dirk General-Kuchel, Chefredakteur der „Computer Bild“ freut sich auf die digitale Zusammenführung, wie in der Pressemitteilung des Verlags zu lesen ist: „Ab August 2019 führen wir die Themen rund um Technik und Spiele unter der Gesamtmarke „Computer Bild“ noch stärker zusammen und treiben so deren erfolgreiche digitale Entwicklung weiter voran. Ich freue mich, dass wir auch für computerbild.de weiterhin auf die in 20 Jahren aufgebaute, großartige Gamingkompetenz aller Redakteure von ‚Computer Bild Spiele‘ setzen können.“

Nicht nur Print-Produkte verschwinden vom Markt, auch ein deutscher Free-TV-Kanal erlitt dasselbe Schicksal: Vor Kurzem verabschiedete sich der Sender-Betreiber mit einem emotionalen Statement.

In Deutschland ist der neue Free-TV-Sender HGTV gestartet. Die ersten Reaktionen fallen gemischt aus. Ein bekannter deutscher Free-TV-Sender hört zum 1.7. auf - der Nachfolger sorgt für Spott.

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ml

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