Zahl der Deals fast verdoppelt

Auslandsinvestoren auf Rekord-Einkaufstour in Deutschland

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Zu den großen Deals 2017 zählte die milliardenschwere Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch die chinesische Midea Group. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Deutsche Unternehmen sind bei ausländischen Investoren einer Studie zufolge so beliebt wie nie zuvor.

Allein bis Mitte November wurden 756 Firmen von Unternehmen oder Finanzinvestoren aus anderen Ländern geschluckt, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung PwC hervorgeht. Für das Gesamtjahr rechnen die Experten mit mehr als 850 Übernahmen - ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2015.

Ganz oben auf den Einkaufslisten standen mit 188 Deals deutsche Industrieunternehmen. Besonders stark stiegen allerdings die Übernahmen in der Technologiebranche. Seit 2013 haben sie sich den Angaben zufolge auf 141 Deals nahezu verdoppelt. Vor allem ausländische Finanzinvestoren hätten den deutschen Technologiesektor für sich entdeckt, erklärte PwC-Partner Steve Roberts.

Die meisten Deals in Deutschland stemmten wie auch in den Vorjahren den Angaben zufolge Käufer aus den USA - 136 waren es bis Mitte November. Allerdings sank ihr Anteil von 25 Prozent auf 18 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Schweiz und Frankreich. China liegt in der PwC-Studie mit 70 Transaktionen auf Rang vier. Dazu zählte auch die milliardenschwere Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch die Midea Group.

PwC-Mitteilung

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