Ghosn-Affäre

Autobauer Nissan senkt Gewinnprognose

Nissan erwähnte "den Einfluss der jüngsten internen Problemee". Damit bezieht sich der Autobauer allem Anschein nach auf seinen ehemaligen Chef Ghosn, der seit Anfang April erneut in Untersuchungshaft sitzt. Foto: Uli Deck
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Nissan erwähnte "den Einfluss der jüngsten internen Problemee". Damit bezieht sich der Autobauer allem Anschein nach auf seinen ehemaligen Chef Ghosn, der seit Anfang April erneut in Untersuchungshaft sitzt. Foto: Uli Deck

Tokio (dpa) – Inmitten des Finanzskandals um Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn hat Japans zweitgrößter Autobauer seine Gewinnprognose deutlich nach unten korrigiert.

Für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 hatte Nissan im Februar noch einen Betriebsgewinn von 450 Milliarden Yen (3,6 Mrd Euro) erwartet, nun senkte der Autobauer den Wert um fast 30 Prozent auf 318 Milliarden Yen (rund 2,5 Mrd Euro).

Auch die Prognose für den Nettogewinn senkte Nissan von 410 Milliarden Yen (3,3 Mrd Euro) um 22 Prozent auf 319 Milliarden Yen (2,5 Mrd Euro). Endgültige Zahlen will der Autobauer am 14. Mai vorlegen.

Als Grund für die Korrekturen gab Nissan unter anderem "den Einfluss der jüngsten internen Probleme" an. Damit bezieht sich der Autobauer allem Anschein nach auf seinen ehemaligen Chef Ghosn, der seit Anfang April erneut in Untersuchungshaft sitzt.

Der 65-Jährige war bereits im November in Tokio wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Untersuchungshaft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Ghosn wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Er hatte öffentlich seine Unschuld beteuert.

Mitteilung von Nissan (Englisch)

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