Viele Produktionsstätten

Autobauer Nissan verkauft Batteriesparte nach China

+
Das Firmenlogo von Nissan: Die größten Hersteller von Elektrobatterien sitzen in Asien, insbesondere in China ist die Aufbruchstimmung bei Elektroantrieben groß. Foto: Uli Deck

Yokohama (dpa) - Der stark auf Elektroautos setzende japanische Hersteller Nissan verkauft sein Geschäft mit Batterien an einen chinesischen Finanzinvestor.

Zuerst werde Nissan die Batteriesparte vom bisherigen Partner NEC komplett übernehmen und dann an die Beteiligungsgesellschaft GSR Capital weiterreichen, teilte das Unternehmen in Yokohama mit. Finanzielle Details gab Nissan nicht bekannt.

Aus Kreisen verlautete ein Kaufpreis von umgerechnet rund einer Milliarde US-Dollar (850 Mio Euro), wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete.

Der japanische Elektronikkonzern NEC verbucht aus dem Verkauf von 49 Prozent seiner Anteile an dem 2007 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit Nissan einen operativen Gewinn von rund 10 Milliarden japanischen Yen (76 Mio Euro). Zu der verkauften Sparte zählen auch Produktionsstätten in den USA und Großbritannien sowie Entwicklungsstandorte in Japan. Bis Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen werden, sofern die Kartellbehörden zustimmen.

Für Autobauer stellt sich zunehmend die Frage, ob sie Batterien - und insbesondere deren Zellen - für künftige E-Autos selbst entwickeln und produzieren wollen. Die größten Hersteller von Elektrobatterien sitzen in Asien, insbesondere in China ist die Aufbruchstimmung bei Elektroantrieben groß. Daimler, BMW und VW haben schon oder planen derzeit Batteriefertigungen in der Nähe ihrer Produktionsstätten - der Transport schwerer Akkus aus anderen Weltregionen gilt als teuer.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Scholz: Handelsstreit könnte EU-Integration vorantreiben

Im Konflikt um Zölle verkeilen sich die USA und die EU ineinander. Angesichts des mächtigen Gegners dringt die Bundesregierung auf Geschlossenheit in der Europäischen …
Scholz: Handelsstreit könnte EU-Integration vorantreiben

Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen

Der Discounter Lidl verbessert seinen Service an der Kasse. Die Verbraucher, vor allem aus ländlichen Regionen, werden sich definitiv darüber freuen.
Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen

Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul

Ein Aldi Kunde erhebt über Facebook Vorwürfe gegen den Discounter. Ein Produkt weise gleich mehrere Mängel auf einmal auf. Das Unternehmen reagiert sofort.
Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul

Schmerzliches Ende der Ära Marchionne

Der Mann, der Fiat und Chrysler rettete, sollte eigentlich erst 2019 abtreten. Doch nun endet die 14-jährige Erfolgsgeschichte von Sergio Marchionne schon jetzt - …
Schmerzliches Ende der Ära Marchionne

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.