Vor vierter Verhandlungsrunde

Bahn-Gewerkschaft EVG droht mit Warnstreiks

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Für rund 150 000 Bahn-Beschäftigte fordert die EVG 4,5 Prozent mehr Geld - plus 2,5 Prozent, die die Arbeitnehmer auch gegen Freizeit eintauschen können. Foto: Susann Prautsch

Berlin (dpa) - Vor der nächsten Tarif-Verhandlungsrunde bei der Bahn erneuert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Warnstreik-Drohungen. Die vierte Runde an diesem Donnerstag sei die letzte Gelegenheit für den Bundeskonzern, einen Abschluss am Verhandlungstisch zu erzielen.

Das teilte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba mit. Dazu kämen mehrere hundert Mitglieder für eine Demonstration nach Berlin. "Und das wird, wenn es sein muss, erst der Anfang sein."

Rusch-Ziemba bezweifelte, dass die Bahn ernsthaft eine Einigung wolle. Das Unternehmen reagierte verwundert und verwies auf ihr bisheriges Angebot. "Die DB will weiterhin einen zügigen Abschluss, der bis zum Jahresende möglich ist", sagte eine Sprecherin.

Für rund 150 000 Bahn-Beschäftigte fordert die EVG 4,5 Prozent mehr Geld - plus 2,5 Prozent, die die Arbeitnehmer auch gegen sechs Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit eintauschen können. Die Bahn erklärte sich grundsätzlich bereit, sich auf ein solches Wahlmodell im Wert von 2,5 Prozent einzulassen. Zudem bot sie 1,5 Prozent mehr Geld plus 0,2 Prozent für höheren Zusatzurlaub für Nachtarbeiter sowie einmalig 375 Euro - bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten.

Gleichzeitig verhandelt der bundeseigene Konzern mit der kleineren Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Hier sollen die Gespräche am 16. Dezember fortgesetzt werden.

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