„Menschliches Versagen“

Ups! Barclays Bank verschickt versehentlich hochsensible Kundendaten

Die britische Großbank Barclays hat aus Versehen eine Datei mit Kundennamen an die Deutsche Finanzagentur geschickt. Die Bank spricht von „menschlichem Versagen“.

Die britische Großbank Barclays hat aus Versehen eine Datei mit Kundennamen an die Deutsche Finanzagentur geschickt. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt verwaltet die Schulden der Bundesrepublik. Wirklicher Schaden ist nicht entstanden, aber Kundendaten gelten besonders im Bankgeschäft als hochsensibel.

„Barclays hatte uns die falsche Datei geschickt“, bestätigte eine Sprecherin der Finanzagentur am Freitag. „Dem Kollegen war aber gleich aufgefallen, dass das Format nicht stimmt und er hat nach Rücksprache mit Barclays die Datei auf allen Kanälen sofort gelöscht. Niemand auf unserer Seite hat die Kundennamen wahrgenommen.“

Hintergrund des Vorfalls: Bestimmte Banken wie Barclays schicken einmal monatlich auf freiwilliger Basis anonymisierte Handelsdaten zu Bundesanleihen an die Finanzagentur. Diese ist für die Platzierung der Schuldpapiere am Kapitalmarkt zuständig.

„Es sind einige Kundendaten an eine staatliche Stelle gesendet worden, es sind nicht die Hauptdatensysteme der Bank geknackt worden“, sagte Bankchef James Staley am Freitag in einer Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen.

Weiter wollte sich die Bank nicht dazu äußern. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg soll der Fall bereits im Februar passiert sein. Barclays habe betroffenen Kunden vergangene Woche eine E-Mail geschickt, in der von „menschlichem Versagen“ die Rede gewesen sei, schrieb Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden

Dass das Wetter mal nicht mitspielt, gehört für die Landwirte zum Berufsrisiko. In diesem Jahr sind die Folgen aber teils besonders hart und wirbeln auch die Einsätze …
Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden

„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland

Verbraucherschützer warnen: Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny und Kaufland und Co.! Welche Märkte und welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie hier.
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland

Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus

Der Handelsstreit zwischen den USA und großen Volkswirtschaften eskaliert weiter. Experten und Konzernchefs warnen eindringlich vor den Folgen eines sich weiter …
Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus

Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile

Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.