Betrug und unlautere Werbung

Bericht: Audi-Mitarbeiter wegen Diesel-Skandals festgenommen

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München ist offenbar ein Motorenentwickler der VW-Tochter Audi festgenommen worden. Ihm werde Betrug und unlautere Werbung im Zuge des Abgasskandals vorgeworfen.

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen hat es nach einem Bericht von "Spiegel"-Online eine Festnahme gegeben. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München sei zu Beginn der Woche ein Motorenentwickler der VW-Tochter Audi festgenommen worden, berichtete der "Spiegel" am Freitag. Bei dem festgenommenen Mann soll es sich um Giovanni P. handeln, gegen den in den USA auch Anklage erhoben wurde.

Giovanni P. zeichnete zwischen 2006 und 2015 verantwortlich für die Systeme zur Abgaskontrolle bei Dieselmotoren von Audi in den USA. Die Staatsanwaltschaft wirft P. laut "Spiegel" Betrug und unlautere Werbung vor. Wegen des gleichen Tatvorwurfs ermittelt die Behörde demnach gegen mehrere Manager.

In den USA erhob die Justiz derweil Anklage gegen den 60-jährigen Italiener. Er sei an einer "Verschwörung" zum Betrug der Behörden beteiligt gewesen, durch den die wahren Abgaswerte verschleiert werden sollten, teilte das US-Justizministerium mit. Die US-Justizbehörden hatten eine erste Anklage gegen einen VW-Mitarbeiter im September 2016 erhoben, der sich schuldig bekannte. Seither wurden in den USA weitere VW-Mitarbeiter belangt.

VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests.

afp

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