Nach Amtsantritt von Trump

Bericht: Ausländische Investitionen in den USA eingebrochen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump. Besonders deutsche Unternehmen halten sich laut "Wirtschaftswoche" bei ihren Direktinvestitionen in den USA zurück. Foto: Kay Nietfeld

Berlin (dpa) - Die Summe der Investitionen ausländischer Unternehmen in den USA ist nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump einem Bericht zufolge eingebrochen.

Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf vorläufige Zahlen des US-Statistikamts Bureau of Economic Analysis meldete, lagen die ausländischen Direktinvestitionen im ersten Quartal 2017 mit insgesamt 83,6 Milliarden Dollar um fast 40 Prozent unter denen des Vorjahresquartals.

Deutsche Unternehmen hielten sich besonders zurück, wie es hieß. Sie investierten in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 gut 1,41 Milliarden Dollar in die Schaffung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten. Von Januar bis Ende März 2017 sei die Summe auf nur noch 992 Millionen Dollar gefallen. "Die neue US-Administration sorgt für Verunsicherung bei vielen Unternehmen in Deutschland", sagte Stormy-Annika Mildner, Abteilungsleiterin Außenwirtschaftspolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Blatt.

Trump ist seit dem 20. Januar im Amt. Die US-Regierung unter Trump schürt mit ihrem Credo "America first" die Sorge vor einer Abschottung, etwa indem sie auf Importwaren hohe Zölle erhebt. Beim Gipfel der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) in Taormina auf Sizilien hatten die Vereinigten Staaten ein klares Bekenntnis zum Freihandel verhindert. Ein Dorn im Auge ist der US-Regierung vor allem das Handelsdefizit mit Deutschland. Deutschland exportiert seit Jahren mehr in die USA, als es von dort einführt.

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