Frische Zahlen

Dieses Bier wird überraschend in ganz Deutschland zum Schlager - anderer Klassiker bricht ein

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Biertrinker favorisieren mittlerweile vor allem neue Sorten und regionale Spezialitäten. 

Der Absatz von Bier hat in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen. Besonders Hellbiere  sind beliebt. Ein Klassiker verzeichnet allerdings Absatzeinbußen.

  • Im vergangenen Jahr hat der Absatz von Bierspezialitäten zugenommen.
  • Vor allem Hellbiere aus dem Süden Deutschlands legten zu - um insgesamt 2,4 Prozent.
  • Großer Verlierer ist die klassische Sorte Weizen

Düsseldorf - In der Gunst der Biertrinker sind neue Sorten wie regionale Spezialitäten und weniger bittere Hellbiere gestiegen. Der Absatz von Bierspezialitäten im Lebensmittelhandel und in den Getränkemärkten hat binnen eines Jahres um 3,1 Prozent zugenommen, berichtete die Brauerei Veltins am Dienstag mit Verweis auf Daten der Marktforscher Nielsen für den Zeitraum November 2018 bis Oktober 2019.

Die vor allem aus dem Süden Deutschlands kommenden Hellbiere legten um 2,4 Prozent zu und eroberten auch in Nordrhein-Westfalen Anteile. Bei alkoholfreien Bieren stieg der Absatz um 0,6 Prozent. Großer Verlierer ist laut den Daten die klassische Sorte Weizen mit minus 6,3 Prozent. Auch bei der dominierenden Sorte Pils sank der Absatz, er nahm um 3,8 Prozent ab.

Bier: Absatz sank im vergangenen Jahr zunächst um 2,5 Prozent auf 8,52 Milliarden Liter

Im vergangenen Jahr sank der Absatz von alkoholhaltigem Bier bis Ende November allerdings um 2,5 Prozent auf 8,52 Milliarden Liter, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Die Brauer sehen den Hauptgrund darin, dass die in der Gesellschaft wie in ganz Europa alte und ältere Menschen weniger Bier trinken als jüngere.

Im April vergangenen Jahren drohte übrigens wegen eines Warnstreiks der bayerischen Brauer ein Bier-Engpass. Der Brauereiverband hatte jedoch einen lustigen Ratschlag für alle Biertrinker parat. Mit dem Streik wollten die bayerischen Brauer erreichen, dass die Löhne erhöht werden.

Der Herausgeber des Branchen-Magazins Inside, Niklas Other, rechnet unterdessen mit höheren Preisen für Biertrinker in Kneipen und Restaurants im Jahr 2020. „Der Bierpreis in Deutschland ist aber im internationalen Vergleich sehr günstig“, erklärte er. Trotz rückläufigen Absatzes bleibe Bier einer der wichtigsten Umsatzbringer der Gastronomen.

Lesen Sie auch, welches Bier das beliebteste Bier in Deutschland ist*. 

dpa/fn

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