Prototyp vorgestellt

Blockchain-Technik soll Bankgeschäfte sicherer machen

+
Blockchain beschreibt auch die Struktur der Datenbank hinter der digitalen Alternativwährung Bitcoin. Foto: Jens Kalaene

Frankfurt/Main (dpa) - Bundesbank und Deutsche Börse loten gemeinsam Chancen und Risiken der Blockchain-Technologie für Finanzgeschäfte aus.

"Die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Börse haben ein hohes Interesse an der Blockchain-Technologie", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele bei der Vorstellung eines Prototypen für die Wertpapierabwicklung auf Basis der neuen Technologie in Frankfurt.

Die Partner betonten, von einer Marktreife sei die Konzeptstudie weit entfernt. "Diese Technologie ist noch nicht so weit, als dass sie einsatz- und ersatzfähig ist für das, was an Stabilität, Transparenz und Effektivität des bestehenden Systems geboten ist", sagte Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter. Die "massentaugliche Weiterentwicklung" berge "noch viele Herausforderungen": Die Abwicklung der Transaktionen dauere noch zu lange und verbrauche zu viel Datenspeicher.

Das Prinzip der Blockchain-Technologie ist, dass verschlüsselte Daten über alle Transaktionen nacheinander gespeichert werden. Daraus ergibt sich auch der Name "Blockchain" (Kette von Blöcken). Da die gesammelten Informationen an vielen Orten aufbewahrt und jedes Mal abgeglichen werden, fallen eventuelle Manipulationen sofort auf. Blockchain beschreibt auch die Struktur der Datenbank hinter der digitalen Alternativwährung Bitcoin.

In den nächsten Monaten soll das 40-köpfige Projektteam der beiden Institutionen den Prototypen ausbauen. Auf die Frage, wann er mit einer Nutzung im Markt rechne, antwortete Kengeter: "Ich würde das jetzt nicht in Monaten messen, ich würde Ihnen da doch die Einheit Jahre anbieten."

Gemeinsame Mitteilung Bundesbank und Deutsche Börse

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Apple zahlt US-Steuer von 38 Milliarden Dollar auf Auslandsvermögen

Apple wird als Ergebnis der US-Steuerreform eine Summe von 38 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) auf im Ausland angesammelte Gewinne an den US-Fiskus zahlen.
Apple zahlt US-Steuer von 38 Milliarden Dollar auf Auslandsvermögen

Dax von Eurostärke und Wall Street belastet

Frankfurt/Main (dpa) - Der hohe Eurokurs hat den Dax am Mittwoch belastet. Am Nachmittag drückte die Wall Street zusätzlich auf die Stimmung, da die Gewinne der …
Dax von Eurostärke und Wall Street belastet

Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone

Nach Jahren der Finanzkrise verzeichnet Europas Wirtschaft wieder Wachstum. Doch der Aufschwung steht aus Sicht vieler Experten auf wackeligen Füßen. Der Reformdruck …
Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone
Video

Skurrile Aktion: Frauen bekommen bei Ikea Rabatt, wenn sie auf ein Prospekt urinieren

Ausgefallene Werbung: Ikea lockt mit einem Rabatt, den Sie nur bekommen, wenn Sie auf ein Prospekt Wasser lassen.
Skurrile Aktion: Frauen bekommen bei Ikea Rabatt, wenn sie auf ein Prospekt urinieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.