Behörde teilt mit

Ärger für BMW wegen Chef-Wechsel? Finanzaufsicht prüft Vorwürfe

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Das BMW-Hochhaus in München (Symbolbild).

An der BMW-Spitze gab es kürzlich einen Wechsel - der beschäftigt nun auch die Finanzaufsicht Bafin.

Frankfurt/München - Die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob der Autohersteller BMW die Öffentlichkeit rechtzeitig über den Wechsel des Vorstandsvorsitzenden informiert hat. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Zuvor hatte die Wirtschaftswoche darüber berichtet. 

Es geht um die BMW-Mitteilung vom 18. Juli. Darin hatte der Autohersteller verkündet, dass Produktionsvorstand Oliver Zipse vom bisherigen Chef Harald Krüger „am 16. August 2019 das Amt des Vorsitzenden des Vorstands der BMW AG übernehmen“ werde.

BMW: Zipser statt Krüger - Medien hatten schon vor dem Konzern berichtet

Börsennotierte Unternehmen sind verpflichtet, die Öffentlichkeit und ihre Aktionäre rechtzeitig über Entwicklungen zu informieren, die den Aktienkurs beeinflussen können. Ein Chefwechsel ist so eine kursrelevante Entwicklung.

Verschiedene Medien hatten bereits deutlich vor dem 18. Juli darüber berichtet, dass Zipse zu den Favoriten für die Nachfolge zähle. Ob diese Medienberichte aber tatsächlich der Grund für die Bafin-Prüfung sind, wollte die Behörde nicht kommentieren.

Eine BMW-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag: „Wir haben keine Kenntnis zu einer Untersuchung der Bafin.“

Auch interessant: BMW verkauft mehr Autos - und macht trotzdem weniger Gewinn

dpa

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