Designstudie

BMW-Tochter Mini: „Cosy Corner, Vibe“ - So heftig verändert sich das Auto-Fahren in der Zukunft

Zukunftsvision: Der Mini Vision Urbanaut
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Zukunftsvision: Der Mini Vision Urbanaut

Der Münchner BMW-Konzern ist stramm auf Kurs in die elektrische und digitale Zukunft. Das klassische Autofahren verliert dabei künftig an Bedeutung.

  • BMW steht eigentlich für Freude am Fahren.
  • Doch künftig werden aus Autofahrern wohl eher Passagiere und das Auto zum rollenden Wohnzimmer.
  • Wie radikal sich künftige Fahrzeuge von aktuellen Modellen unterscheiden könnten, zeigt der Konzern jetzt bei Mini.

München - Der Münchner Autobauer BMW* arbeitet mit Hochdruck an seinem Portfolio für das Post-Verbrenner-Zeitalter - und zeigt das auch. Erst vor gut einer Woche haben die Bayern etwa die Weltpremiere ihres neuen Technologie-Flaggschiffs iX* gefeiert. Der bullige SUV im X5-Format soll ab 2021 den kalifornischen E-Autopionier Tesla das Fürchten lehren.

Am Dienstag hat die Konzern-Tochter Mini* den Zeithorizont nochmal erweitert und die Design-Studie Mini Vision Urbanaut vorgestellt. Die E-Vision werde dank ihres Konzepts „vollkommen neue und bereichernde Erlebnisse“ ermöglichen, versprach BMW-Chef-Designer Adrian van Hooydonk.  

Tatsächlich ist Autofahren in der rollenden, weiß-blauen Raumvision offenbar nur noch eine Funktion neben anderen. Stattdessen haben die Bayern ihre Vision vom Mini-Stromer der Zukunft lieber als Wohnzimmer-Wohlfühloase auf vier Rädern gestaltet und versprechen „Moments“. Die heißen zeitgeist-affin Chill, Vibe und Wanderlust und stehen für mögliche Nutzungsszenarien.

Wohnzimmer-Feeling: Im Mini Vision Urbanaut soll es richtig chillig werden.

BMW: Cosy Corner für Kuschelsüchtige

Für die richtige Chill-Stimmung gibt es im Fonds etwa eine Cosy Corner, die früher als schnöde Sitzbank durchgegangen wäre, samt eines bogen-förmigen Displays darüber. Dort lässt sich zum Beispiel ein rauschendes Blätterdach einspielen. In der Mitte des Mini Vision Urbanaut kann man ein Display runterklappen und als Tischleuchte nutzen, „sodass kein Display und kein Schalter mehr an die automotive Umgebung erinnern“, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Vibe-Modus soll der Urbanaut coole Clubatmosphäre einschließlich der passenden Beats vermitteln. Und die Wanderlust ist der Modus, der zumindest die Altvorderen noch an das klassische Auto-Fahren erinnern dürfte. Natürlich soll der Urbanaut eines Tages voll-automatisiert fahren können. Aber man wird wohl auch selbst Hand anlegen können. Ein Fingertip auf das entsprechende Mini-Logo genügt, und der Urbanaut fährt brav Lenkrad und Pedale aus.

Der Mini Vision Urbanaut von vorne: Scheinwerfer und Blinker sind hinter Blenden versteckt, die Radkappen können Lichteffekte.

BMW: Die Felgen des Mini Vision Urbanaut können Lichteffekte

Auch sonst bietet die Vision von der Mini-Zukunft jede Menge neue Ideen. So können auf den Radkappen Lichteffekte ausgespielt werden. Dazu gibt es genau eine einzige Schiebetür für alle Passagiere, die Armaturentafel senkt sich im Stand ab und wird dann gemeinsam mit den Vordersitzen zu einer weiteren Sitzecke. Und wem das Blätterrauschen auf dem Display im Fonds doch noch zu virtuell ist, der kann die Frontscheibe aufklappen und sich ein bisschen Real-life an Bord holen. Das wird hoffentlich auch in der schönen, neuen Auto-Zukunft nicht allzu sehr schaden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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