Glänzende Geschäfte

USA: BMW, VW und Audi räumen ab - Wolfsburger mit bestem Quartal seit 48 Jahren

Audi
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Die VW-Tochter Audi hat in den USA im vergangenen Quartal deutlich mehr Autos verkaufen können.

Der Aufschwung in der US-Wirtschaft heizt auch den Automarkt kräftig an. Ein Grund für die starken Verkaufszahlen ist jedoch auch die Schwäche vor einem Jahr, als die Pandemie das Geschäft lahmlegte.

Herndon - Nach dem Einbruch in der Corona-Krise kommen die Autoverkäufe in den USA wieder in Fahrt - davon profitieren auch die deutschen Hersteller stark.

Volkswagen wurde im zweiten Quartal 120.520 Neuwagen mit dem VW*-Logo auf dem wichtigen US-Markt los. Das waren 72 Prozent mehr als im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum, als Fabriken und Autohäuser wegen Lockdowns zeitweise geschlossen werden mussten.

VW sieht bestes Quartal seit 1973

VW sprach nun vom besten Verkaufsergebnis in einem Quartal seit 1973. Bei den teureren Stadtgeländewagen konnte der deutsche Branchenriese die Auslieferungen sogar auf mehr als das Doppelte ausbauen. Mittlerweile macht der SUV-Absatz schon fast drei Viertel der in den Vereinigten Staaten verkauften VW-Autos aus. Seit einigen Jahren setzt der Hersteller dort vorwiegend auf schwergewichtigere und größere Modelle, die bei den US-Kunden besonders beliebt sind.

Die VW-Tochter Audi* hat ihre US-Verkäufe in den drei Monaten bis Ende Juni sogar noch stärker erhöht. Der Premium-Anbieter setzte in diesem Zeitraum 66.995 Autos ab und damit 92 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem mit den SUVs der Q-Baureihe konnte Audi nach den Belastungen der Corona-Krise wieder Boden gut machen. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche* lieferte 18.958 Autos aus, ein Plus von 55,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wenige Wochen später freut sich VW-Chef Diess über einen neuen Halbjahresrekord - und braust mit seinem „Neid-Mobil“ über den Wolfsburger Mittellandkanal.

BMW verdoppelt Absatz

Auch BMW* profitierte stark von der Erholung des US-Automarkts. Die Münchner verkauften im zweiten Quartal nach eigenen Angaben 96.561 Neuwagen unter eigener Marke, ein Anstieg um knapp 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Tochter Mini legte um fast 77 Prozent zu und lieferte 9340 ihrer Kleinwagen an die US-Kundschaft. BMWs deutscher Oberklasse-Konkurrent Daimler will die Absatzzahlen von Mercedes-Benz USA erst später in diesem Monat veröffentlichen.

Deutlich weniger erfolgreich als die deutschen Hersteller schlug sich der US-Marktführer General Motors (GM). Mit 688.236 ausgelieferten Autos blieb der Konzern - trotz eines Verkaufsanstiegs von 40 Prozent im Jahresvergleich - unter den Erwartungen der Analysten. Angesichts von Produktionsproblemen aufgrund eines Mangels an Computerchips tat sich GM schwer, die hohe Nachfrage zu bedienen. Der japanische Rivale Toyota steigerte den Quartalsabsatz um 76 Prozent auf 688.813 Autos und übertraf den größten US-Hersteller damit sogar leicht.

GM rechnet damit, dass die Knappheit an Computerchips das Geschäft auch weiterhin bremsen wird. Die US-Wirtschaft nehme zwar Fahrt auf und die Nachfrage dürfte bis ins kommende Jahr hoch bleiben, doch der Chipmangel dürfte weiterhin zu Komplikationen in der Lieferkette führen und das Angebot belasten, sagte GM-Chefökonomin Elaine Buckberg. Der zweitgrößte US-Hersteller Ford, der seine Zahlen heute vorlegen will, hatte zuletzt ähnliche Schwierigkeiten wie GM. (dpa) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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