Trotz Verluste

Börsengang soll Uber bis zu zehn Milliarden Dollar bringen

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Uber-Schild am LaGuardia-Flughafen in NewYork: Der US-Fahrdienstvermittler will bei seinem Börsengang laut einem Medienbericht acht bis zehn Milliarden Dollar einnehmen. Foto: Seth Wenig/AP/dpa

Die Finanzwelt fiebert dem Börsengang des Fahrdienstvermittlers Uber entgegen. Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass das Unternehmen damit deutlich über 100 Milliarden bewertet wird. Nach jüngsten Berichten wird diese Schwelle aber nicht erreicht.

New York (dpa) - Der US-Fahrdienstvermittlers Uber will bei seinem Anfang Mai erwarteten Börsengang laut einem Medienbericht acht bis zehn Milliarden Dollar einnehmen.

Das Unternehmen wolle seine Aktien in einer Preisspanne von 44 bis 50 Dollar bei Investoren anbieten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Damit würde der Lyft-Rivale mit einer Gesamtbewertung zwischen 80 und 90 Milliarden Dollar an die New York Stock Exchange gehen und einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte stemmen.

Dieser Wert liegt deutlich unter vorherigen Schätzungen. Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass Uber bei der Bewertung die Schwelle von 100 Milliarden Dollar deutlich überschreiten wird. Der verpatzte Börsengang des Uber-Rivalen Lyft sorgt nun aber offenbar dafür, dass die potenziellen Anleger vorsichtiger sind. Die Aktie von Lyft hat seit dem Börsengang Ende März mehr als ein Fünftel seines Werts verloren.

Die endgültigen Details zur größten Aktienmarkt-Premiere seit der des chinesischen Online-Riesen Alibaba 2014 stehen allerdings noch nicht fest. Noch vor dem Börsengang hat sich der Zahlungsdienstleister PayPal Anteile an Uber im Wert von 500 Millionen Dollar gesichert, wie die Fachpublikation International Financing Review (IFR) berichtete.

Uber macht operativ Verlust, lockt Anleger jedoch mit starkem Wachstum. 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Uber wies zwar einen Nettogewinn von knapp einer Milliarde Dollar aus, der ergab sich jedoch aus Sondererlösen. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel ein Minus von 1,85 Milliarden Dollar an.

Bloomberg-Bericht

IFR-Bericht

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