700 neue Jobs

Bosch-Entscheidung für Dresden stärkt Halbleiterstandort

+
Bosch will dpa-Informationen zufolge rund eine Milliarde Euro in die Chipfabrik in Dresden investieren. Etwa 700 Arbeitsplätze sollen entstehen. Foto: Sebastian Kahnert

Internet der Dinge und Industrie 4.0 sind in aller Munde. Die Welt wird vernetzt. Dafür braucht es Mikrochips. Die werden bereits in Dresden produziert - und bald wohl auch von Bosch.

Dresden (dpa) - Mit einer Chipfabrik des Autozulieferers Bosch steht dem Halbleiterstandort Dresden eine weitere Milliardeninvestition ins Haus. Die Nachricht passe ins "aktuelle Gesamtbild einer neu am Standort entstehenden Dynamik", sagte der Präsident des Branchenverbandes Silicon Saxony, Heinz Martin Esser.

In den vergangenen Monaten hatten bereits Globalfoundries und Infineon, die in Dresden ebenfalls Mikrochips produzieren, Investitionen teils im Milliardenbereich angekündigt.

Esser führte dies auch auf das neue IPCEI-Förderprogramm (Important Projects of Common European Interest) zurück, das ein klares Signal der Bundesregierung und der EU sei, "die Mikroelektronik im globalen Wettbewerb als Schlüsselindustrie für nahezu alle europäischen Industrieproduktionen nachhaltig zu stärken und auszubauen". Silicon Saxony bleibe damit der wichtigste europäische Standort für die Produktion modernster Mikroelektronik und Halbleitertechnologie.

Bosch will dpa-Informationen zufolge rund eine Milliarde Euro in die Chipfabrik in Dresden investieren. Etwa 700 Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Produktionsstart ist für 2021 vorgesehen. Einzelheiten zu dem Projekt wollen Bundeswirtschaftsministerium und der Konzern am Montag bekanntgeben.

Nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" (Donnerstag) soll in dem Werk Elektronik für Sensoren produziert werden. Die Produktion ziele auf den Einsatz bei autonomen Automobilen sowie im sogenannten Internet der Dinge, bei dem Maschinen und alle mögliche Technik vernetzt werden. Die Investition wird demnach mit viel Fördergeld unterstützt. Dresden soll sich als Standort gegen harte internationale Konkurrenz durchgesetzt haben - unter anderem gegen New York und Singapur.

Bericht "Sächsischen Zeitung"

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Netflix-Aktie stürzt ab

Meist verwöhnt Netflix seine Anleger mit glänzenden Quartalszahlen, doch diesmal kann der Streaming-Riese nicht überzeugen. An der Börse fällt die Reaktion heftig aus.
Netflix-Aktie stürzt ab

Krise bei Thyssenkrupp: Aufsichtsratschef schmeißt hin

Übernehmen Finanzinvestoren bei Thyssenkrupp das Ruder? Nach dem Abgang des Vorstandschefs verlässt auch der Aufsichtsratschef den Industriekonzern. Nun dürften viele …
Krise bei Thyssenkrupp: Aufsichtsratschef schmeißt hin

Thyssenkrupp-Krise spitzt sich zu: Aufsichtsratschef geht

Bei Thyssenkrupp hinterlässt der Druck von Großaktionären immer tiefere Spuren. Nach dem Abgang des Vorstandschefs verlässt auch der Aufsichtsratschef den …
Thyssenkrupp-Krise spitzt sich zu: Aufsichtsratschef geht

Deutsche Bank mit unerwartet hohem Gewinn

Nach einer Verlustserie und einem eiligen Chefwechsel überrascht die Deutsche Bank mit guten Nachrichten. Der Gewinn im zweiten Quartal fällt deutlich höher aus als …
Deutsche Bank mit unerwartet hohem Gewinn

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.