Günstige Produkte überzeugen

Bratpfannen im Ökotest: Erstaunliches Ergebnis

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In welcher Pfanne gelingt der Kaiserschmarrn wohl am besten?

München - Sie ist in fast jeder Küche vorzufinden und ein echter Allrounder: Die Bratpfanne ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Öko-Test hat 16 Pfannen getestet - mit einem erstaunlichen Ergebnis. 

Spiegeleier braten, Pfannkuchen backen oder Zwiebeln glasieren - mit einer guten Bratpfanne sollte das kein Problem sein. Doch es gibt beim Kauf und der Anwendung des beliebten Küchenutensils einiges zu beachten. Öko-Test gibt Tipps, wie man besonders lange etwas von seiner Bratpfanne hat und welche im Test am besten abgeschnitten hat. 

Laut Marktforschungsinstituten sind rund 90 Prozent aller verkauften Pfannen beschichtet. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Beschichtungsmaterialien: Teflon und Keramik. Für das scharfe Anbraten von Fleisch eignet sich eine unbeschichtete Edelstahlpfanne oder eine mit Keramikbeschichtung. Letztere sind sehr hitzebeständig und kratzfest. Teflon-Pfannen haben jedoch den Vorteil, dass ihre Antihafteigenschaft lange erhalten bleibt. 

Besteht ein Gesundheitsrisiko, wenn die Pfanne zu heiß wird?

Viele Hersteller raten dazu, die Bratpfanne nicht in der Spülmaschine zu reinigen - zurecht: Auf Dauer leiden Beschichtung und Farbe der Pfanne darunter. Öko-Test empfiehlt, das Küchenutensil mit einem weichen Schwamm und etwas Spülmittel zu reinigen und anschließend mit ein paar Tropfen Öl einzureiben. Auf Metallschwämme sollte man besser verzichten, weil der Antihafteffekt darunter leidet. 

Zu einem Gesundheitsrisiko kann es bei einer Teflon-Pfanne erst dann kommen, wenn die Beschichtung zu heiß wird. Bei Temperaturen über 360 Grad entwickeln sich giftige Dämpfe. Doch laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gab es noch keine Meldungen über Vergiftungen aufgrund von Dämpfen. Der Verbraucher wird meist durch den Geruch von angebrannten Speisen gewarnt, wenn die Pfanne zu heiß wird. 

Welche Bratpfanne ist die beste auf dem Markt?

Das Ergebnis von Öko-Test zeigt: Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ ist alles dabei. Überraschend: Auf den letzten Plätzen landen drei teurere Modelle, zwei günstige Bratpfannen erhalten dagegen das Siegel „sehr gut“. 

Die Pfannen wurden unter anderem darauf getestet, ob Spiegeleier oder Pfannkuchen am Boden ankleben. Das Ergebnis zeigt: In 15 der 16 getesteten Produkte gelingen die Speisen einwandfrei. Nach einem Abriebtest zeigen sich jedoch erste Schwächen bei acht Pfannen: Hier lässt die Antihafteigenschaft nach, die Spiegeleier können nicht am Stück aus der Pfanne genommen werden. Die 109 Euro teure „WMF Profi Restist“-Pfanne kann in diesem Test beispielsweise nicht überzeugen. 

Welche Pfanne lässt sich am besten reinigen?

Eine schnelle Reinigung ist für den Verbraucher äußerst wichtig, nichts ist lästiger als das mühsame Herauskratzen eingebrannter Speisen. Eingekochte Milch lässt sich in zehn Pfannen unter fließendem Wasser einfach abwaschen. Bei fünf reicht eine kurze Einweichzeit. Nur die WMF-Pfanne ist trotz Einweichens nur schwer zu reinigen. 

Wichtig ist auch, dass der Griff einer Pfanne nicht zu heiß wird. Die 55-Grad-Marke überschreiten die meisten Produkte nicht. Das Griffende der „Le Creuset Antihaft“-Pfanne wird jedoch bis zu 70 Grad heiß - eine große Gefahr für den Verbraucher. Auch die „WMF Profi Resist“ und die „Zwilling Twin Choice“-Bratpfanne überzeugen im Test nicht: Die Stilenden werden hier sogar 85 Grad heiß. 

Welche Pfanne bleibt kratzfest?

Viele der Pfannen werben damit, kratzfest zu sein. Zwölf der Pfannen halten dieses Versprechen aber nicht und haben nach einer Gitterschnittprüfung Risse. Allerdings weisen die meisten Hersteller darauf hin, in den Pfannen nur mit Holz- oder Plastikpfannenwender zu kochen. Bei Verwendung dieser Utensilien bleiben die Pfannen wohl kratzfest. 

Besonders stabil sollte auch der Stiel einer Bratpfanne sein. Die Prüfer von Öko-Test belasteten die Enden der Griffe mit einem Gewicht von zehn Kilogramm. Zehn Pfannen bestanden den Test, die Stile der Pfannen von Berndes, Ikea und Tefal bogen sich jedoch. 

Das sind die Gewinner und Verlierer

Mit einer Note von 1,2 schafft es die „Protect Steelux Premium“-Pfanne von Fissler auf Platz eins. Nur wenig schlechter schneidet die günstige Tchibo-Edelstahl-Pfanne ab. Auch die „K-Classic Vavieno Aluguss“-Pfanne von Kaufland wird mit „sehr gut“ bewertet. Auf den letzten Plätzen landeten überraschenderweise zwei teurere Modelle: Die Antihaft-Pfanne von Le Creuset für 115 Euro und die „Profi Resist“ von WMF, die stolze 109 Euro kostet, wurden als mangelhaft bewertet. 

sb

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