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Bund-Länder-Gruppe diskutiert über Standort Schwedt

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Raffinerie
Das Industriegelände der PCK-Raffinerie GmbH in Schwedt. © Monika Skolimowska/dpa

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs gibt es Diskussionen über eine Raffinerie in Brandenburg. Nun macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken um die Zukunft des Standorts Schwedt.

Berlin/Schwedt/Oder - Eine Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern hat am Montag Beratungen zur Zukunft des Raffinerie-Standorts Schwedt aufgenommen.

Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner erklärte nach der Auftaktsitzung einer Projektgruppe, es räche sich, dass ein russischer Energiekonzern in den vergangenen Jahren einen so starken Einfluss auf die Versorgungssituation bekommen habe. „Daher müssen wir hier gemeinsam und mit ganzer Kraft für eine Zukunft des Standortes ohne russisches Öl kämpfen.“

Die Raffinerie PCK in Schwedt gehört mehrheitlich der deutschen Tochter des russischen Staatskonzerns Rosneft und verarbeitet in erster Linie russisches Öl aus der Druschba-Pipeline.

Eine Bund-Länder-Projektgruppe soll zukunftsfähige Lösungen für den Standort und seine Beschäftigten erarbeiten. In der Gruppe sind mehrere Bundesministerien vertreten sowie die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Kellner sieht Chance für die Zukunft

Zugleich wurden laut Bundeswirtschaftsministerium auch aktuelle Fragen rund um den Weiterbestand sowie Fragen der Versorgungssicherheit im Hinblick auf die Umstellung weg von russischem Öl für die PCK-Raffinerie diskutiert.

Kellner sagte: „Ich weiß, dass das für den Standort Schwedt und seine Beschäftigten eine Kraftanstrengung bedeutet. Es ist gleichzeitig aber auch die Chance, sich zukunftsfähig aufzustellen. Denn es ist klar, dass der Abschied von fossilen Rohstoffen ohnehin näher rückt. Wenn wir es klug anstellen, kann genau das eine Chance für den Standort sein.“ Es gebe vielversprechende Ideen, beispielsweise mit Blick auf Wasserstoff, nachhaltiges Kerosin oder Bioökonomie, mit denen auch zukünftig Wertschöpfung am Standort stattfinden könne und Arbeitsplätze zukunftsfest gemacht werden könnten. dpa

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