Sachsen, Meck-Pomm und Bayern

Bund, Länder und Kommunen senken Schulden

Finanziell läuft‘s, im deutschen Staat: In den ersten Monaten 2017 haben die öffentlichen Haushalte ihre Schulden spürbar gesenkt. Der Gesamtbetrag ist allerdings weiterhin riesig.

Wiesbaden - Dank der guten Wirtschaftslage haben sich die Schulden der öffentlichen Haushalte weiter verringert. Am Ende des ersten Quartals dieses Jahres waren Bund, Länder, Kommunen sowie Sozialversicherung mit 1986,4 Milliarden Euro verschuldet. Im Jahresvergleich waren dies 2,3 Prozent (47,4 Milliarden Euro) weniger, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte.

Gegenüber dem Vorquartal sank der Schuldenstand um 1,0 Prozent (20,0 Milliarden Euro). Bereits im Gesamtjahr 2016 hatten sich die öffentlichen Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich - dazu gehören Banken oder private Unternehmen - um 0,8 Prozent verringert.

Sachsen, Meck-Pomm und Bayern tilgen am kräftigsten Schulden

Beim Bund ging im ersten Quartal die Verschuldung um 2,4 Prozent auf 1246,5 Milliarden Euro zurück. Die Länder drückten ihre Schulden ebenfalls um 2,4 Prozent. Sie standen Ende März dieses Jahres mit 598,3 Milliarden Euro in der Kreide. Die höchsten prozentualen Rückgange gab es in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Die größten Zuwächse verzeichneten dagegen Hamburg und Schleswig-Holstein - vor allem bedingt durch die Übertragung von Altkrediten der HSH Nordbank.

Der Schuldenstand der Kommunen verringerte sich um 1,4 Prozent auf 141,1 Milliarden Euro. Besonders stark gingen die Schulden prozentual in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen zurück. Die höchsten Zuwächse gab es bei den Kommunen in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

dpa

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