Naftogaz und Gazprom

Bundesregierung wegen Gasstreit zwischen Russland und Ukraine besorgt

Russland und die Ukraine steuern in ihrem Gasstreit auf einen Abbruch ihrer Lieferbeziehungen zu. Die Bundesregierung zeigt sich darüber besorgt.

Berlin - Die Bundesregierung hat sich besorgt wegen des Gasstreits zwischen der Ukraine und Russland gezeigt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, es sei im Interesse der EU, dass sich sowohl Russland als auch die Ukraine als „verlässliche Partner“ bei der Gasversorgung erwiesen. Eine kontinuierliche Versorgung müsse gewährleistet werden.

Die Ukraine und Russland steuern auf einen kompletten Abbruch ihrer Lieferbeziehungen zu. Der russische Energieriese Gazprom kündigte am Wochenende Agenturen zufolge in Moskau an, er habe bereits begonnen, eine Auflösung der Verträge mit dem ukrainischen Staatskonzern Naftogaz vorzubereiten. Naftogaz erklärte sich zu Gesprächen mit Russland unter Vermittlung der EU bereit, wie örtliche Medien in Kiew berichteten.

Die Ukraine wollte im März erstmals seit zwei Jahren wieder Gas aus Russland zum Eigenverbrauch kaufen. Der Staatskonzern Gazprom verweigerte die Lieferung und überwies eine ukrainische Vorauszahlung zurück.

Der Streit kommt kurz nach der Entscheidung eines Schiedsgerichts in Stockholm. Dieses hatte Gazprom zur Zahlung von umgerechnet mehr als zwei Milliarden Euro an Naftogaz verpflichtet.

Seibert sagte, es sei an den Unternehmen, den Spruch des Schiedsgerichts umzusetzen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Sergei Ilnitsky

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